Ilija Trojanow erhält den Heinrich-Böll-Preis 2017

Ilija Trojanow wird für sein Gesamtwerk mit einem der wichtigsten Preise für Literatur ausgezeichnet: dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. Frühere Preisträger waren Christoph Ransmayr, Uwe Timm, Alexander Kluge, Rainald Goetz, Elfriede Jelinek und zuletzt Herta Müller.

Aus der Begründung der Jury: „Kaum ein anderer hiesiger Schriftsteller setzt das politische Engagement von Heinrich Böll so konsequent und literarisch ambitioniert fort wie Ilija Trojanow: in seinen Büchern, aber wie der Kölner Literaturnobelpreisträger auch mit seinem gesellschaftlichen Wirken. (...) Seit dem 2006 erschienenen Roman Der Weltensammler zählt er zu den international bekanntesten deutschen Schriftstellern, und 2015 krönte Trojanow sein bisheriges Prosawerk mit dem Roman Macht und Widerstand, eine beeindruckende Ästhetik des Widerstands, die von zwei ineinander verwobenen Schicksalen im kommunistischen Bulgarien erzählt (...). Die Summe seines Nachdenkens über das die eigene Biographie prägende Grunderlebnis des Exils hat er gerade erst mit dem aphoristischen Essayband Nach der Flucht gezogen. Im Jahr des 100. Geburtstags von Heinrich Böll bestätigt Ilija Trojanow mit diesem Buch einmal mehr, wie sehr er in der Lage ist, Politik und Ästhetik auf höchst kunstvolle Weise miteinander zu verbinden.“

Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird am Freitag, 24. November 2017, 18:30 Uhr, im Historischen Rathaus der Stadt Köln verliehen.

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