Ralf-Peter Märtin im Alter von 64 Jahren verstorben

Ralf-Peter Märtin ist am 26. April 2016 im Alter von 64 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Der 1951 in Eisenach geborene Journalist, Verlags-Manager und Autor veröffentlichte zahlreiche Bücher, die zu großen Verkaufserfolgen wurden. Wissenschaftliche Fundierung und sprachliche Brillanz seiner Arbeiten machten ihn zu einer Ausnahmeerscheinung unter den deutschsprachigen Sachbuchautoren. Seine akademische Ausbildung erhielt Märtin an der TU Berlin, wo er Geschichte und Germanistik studierte und 1982 seine Promotion abschloss.

Ralf-Peter Märtin war Lektor, Verlagsleiter und Programmgeschäftsführer im Piper Verlag, dann verlegerischer Geschäftsführer der Verlagsgruppe Beltz, bevor er als freier Journalist und Sachbuchautor u.a. für »GEO«, »National Geographic«, »Die Zeit« und die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« arbeitete.

2009 erschien im S. Fischer Verlag das Buch ›Die Varusschlacht. Rom und die Germanen‹, das 22 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Es folgten ›Pontius Pilatus. Römer, Ritter, Richter‹ im Jahr 2012 und aktuell im Frühjahrsprogramm 2016 die überarbeitete Neuausgabe von ›Dracula. Das Leben des Fürsten Vlad Tepes‹. Bis zuletzt arbeitete Ralf-Peter Märtin an einem Projekt, das (wie der 2002 im Berlin Verlag erschienene Bestseller ›Nanga Parbat. Wahrheit und Wahn des Alpinismus‹) im Zusammenhang mit seiner großen Leidenschaft für die Berglandschaften dieses Planeten steht: Das Buch ›Die Alpen in der Antike‹ wird 2017 erscheinen, mit einem Nachwort von Christoph Ransmayr.

Foto: Walter Breitinger

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