Katja Thimm erhält den Evangelischen Buchpreis 2012
Mit dem Evangelischen Buchpreis 2012 wird die in Bonn lebende Journalistin Katja Thimm für ihr Sachbuch „Vatertage – eine deutsche Geschichte" (S.Fischer 2011) ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es:
Katja Thimm hat mit „Vatertage“ ein herausragendes gleichermaßen politisches und persönliches Buch über die Begegnung mit der sog. Kriegskinder-Generation geschrieben.
Horst Thimm ist Jahrgang 1931. Aufgewachsen in Masuren zwingt der Krieg dem Dreizehnjährigen Flucht und Verantwortung für Großmutter und Bruder auf. Auch die Nachkriegszeit in der noch jungen DDR ist von Überforderung und übergangslosem Erwachsenwerden geprägt. Krieg, Flucht, Auseinandersetzung mit dem DDR-Regime, Haft und Ausreise in die Bundesrepublik, schließlich Familiengründung im konservativ geprägten Bonn-Bad Godesberg - anlässlich des rapiden Alterungsprozesses des Vaters wird der Autorin bewusst, wie wenig sie über die ersten dreißig Lebensjahre ihres Vaters weiß. Gemeinsam mit dem Vater unternimmt sie konkret und in Gedanken eine Reise in die Vergangenheit und rekonstruiert ein Stück Lebens- und Zeitgeschichte.
Katja Thimm ist eine ausgezeichnete Journalistin und eine begabte Autorin. Meisterhaft hält sie die Balance zwischen sachlicher Erzählweise und emotionaler Dichte, zwischen Sympathie und Distanz. Dadurch reicht ihre Geschichte weit über die Darstellung eines individuellen Schicksals hinaus. Sie erzählt von einem Annäherungs- und Verstehensprozess und gibt damit einen wichtigen Anstoß zum Dialog der Generationen. Gleichzeitig legt das Buch eindrucksvoll Zeugnis über eine vertrauensvolle Vater-Tochter-Beziehung ab. Horst Thimm hat dem Schreiben dieses Buches, das auch seine Schwächen nicht verschweigt, nicht nur zugestimmt, er hat aktiv daran mitgewirkt. Erleben und Recherche, Erzählen und Reflexion gehen bei Katja Thimm eine überaus fruchtbare Verbindung ein. Ihr Buch regt an, über die eigene generationsgeprägte Sicht der Welt und das Miteinander der Generationen neu nachzudenken.
Katja Thimm, 1969 in Köln geboren, studierte Politikwissenschaft, Romanistik und Neuere Geschichte in Bonn, Paris und Hamburg. Sie war als Redakteurin beim Stern, beim NDR-Fernsehen und im Wissenschaftsressort des SPIEGEL tätig, seit 2009 ist sie Reporterin beim SPIEGEL. Für ihre Arbeiten wurde Katja Thimm mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2009 mit dem renommierten Egon-Erwin-Kisch-Preis.
Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 verliehen. Gesucht werden Bücher, die anregen über uns selbst, unser Miteinander und unser Leben mit Gott neu nachzudenken. Leserinnen und Leser haben 125 Titel vorschlagen. Die Jury wählte neben dem Preisbuch 12 weitere Titel für die Empfehlungsliste aus: Bilderbücher, Kinder-und Jugendbücher, Romane und Sachbücher. Der Jury gehören vier ehrenamtlich Mitarbeitende evangelischer öffentlicher Büchereien, zwei Jugendliche, eine Dipl. Bibliothekarin, ein Theologe und die Geschäftsführung des Ev. Literaturportals an. Der Evangelische Buchpreis ist mit 5000,- Euro dotiert. Er wird der Autorin am 23. Mai in der Kulturkirche St. Egidien in Nürnberg überreicht.
Katja Thimm hat mit „Vatertage“ ein herausragendes gleichermaßen politisches und persönliches Buch über die Begegnung mit der sog. Kriegskinder-Generation geschrieben.
Horst Thimm ist Jahrgang 1931. Aufgewachsen in Masuren zwingt der Krieg dem Dreizehnjährigen Flucht und Verantwortung für Großmutter und Bruder auf. Auch die Nachkriegszeit in der noch jungen DDR ist von Überforderung und übergangslosem Erwachsenwerden geprägt. Krieg, Flucht, Auseinandersetzung mit dem DDR-Regime, Haft und Ausreise in die Bundesrepublik, schließlich Familiengründung im konservativ geprägten Bonn-Bad Godesberg - anlässlich des rapiden Alterungsprozesses des Vaters wird der Autorin bewusst, wie wenig sie über die ersten dreißig Lebensjahre ihres Vaters weiß. Gemeinsam mit dem Vater unternimmt sie konkret und in Gedanken eine Reise in die Vergangenheit und rekonstruiert ein Stück Lebens- und Zeitgeschichte.
Katja Thimm ist eine ausgezeichnete Journalistin und eine begabte Autorin. Meisterhaft hält sie die Balance zwischen sachlicher Erzählweise und emotionaler Dichte, zwischen Sympathie und Distanz. Dadurch reicht ihre Geschichte weit über die Darstellung eines individuellen Schicksals hinaus. Sie erzählt von einem Annäherungs- und Verstehensprozess und gibt damit einen wichtigen Anstoß zum Dialog der Generationen. Gleichzeitig legt das Buch eindrucksvoll Zeugnis über eine vertrauensvolle Vater-Tochter-Beziehung ab. Horst Thimm hat dem Schreiben dieses Buches, das auch seine Schwächen nicht verschweigt, nicht nur zugestimmt, er hat aktiv daran mitgewirkt. Erleben und Recherche, Erzählen und Reflexion gehen bei Katja Thimm eine überaus fruchtbare Verbindung ein. Ihr Buch regt an, über die eigene generationsgeprägte Sicht der Welt und das Miteinander der Generationen neu nachzudenken.
Katja Thimm, 1969 in Köln geboren, studierte Politikwissenschaft, Romanistik und Neuere Geschichte in Bonn, Paris und Hamburg. Sie war als Redakteurin beim Stern, beim NDR-Fernsehen und im Wissenschaftsressort des SPIEGEL tätig, seit 2009 ist sie Reporterin beim SPIEGEL. Für ihre Arbeiten wurde Katja Thimm mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2009 mit dem renommierten Egon-Erwin-Kisch-Preis.
Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 verliehen. Gesucht werden Bücher, die anregen über uns selbst, unser Miteinander und unser Leben mit Gott neu nachzudenken. Leserinnen und Leser haben 125 Titel vorschlagen. Die Jury wählte neben dem Preisbuch 12 weitere Titel für die Empfehlungsliste aus: Bilderbücher, Kinder-und Jugendbücher, Romane und Sachbücher. Der Jury gehören vier ehrenamtlich Mitarbeitende evangelischer öffentlicher Büchereien, zwei Jugendliche, eine Dipl. Bibliothekarin, ein Theologe und die Geschäftsführung des Ev. Literaturportals an. Der Evangelische Buchpreis ist mit 5000,- Euro dotiert. Er wird der Autorin am 23. Mai in der Kulturkirche St. Egidien in Nürnberg überreicht.
