Klaus Brinkbäumer
Der Traum vom Leben
Sachbuch
Taschenbuch
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-596-17086-9
lieferbar
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Buchdetails
Sachbuch
288 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17086-9
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
288 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17086-9
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Inhalt
Wie verzweifelt müssen Menschen sein, um ihre Heimat, ihre Familien, ihre Kinder zu verlassen? Um sich auf eine Odyssee zu begeben, deren Ausgang ungewiss ist? Um sich, wenn sie tatsächlich das kalte, unwirtliche Europa erreichen, als sogenannte illegale Einwanderer verstecken zu müssen oder als Zwangsprostituierte ausgebeutet zu werden?
Klaus Brinkbäumer ist auf der zentralen Route der Flüchtlinge quer durch sieben afrikanische Staaten gereist. Er erzählt die Geschichte seines Begleiters John Ampan aus Ghana, der damals fünf Jahre bis Europa brauchte, weil er deportiert, in der Wüste ausgesetzt und ins Gefängnis gesteckt wurde; er erzählt von Jane Aimufua aus Benin-City, die ihre drei Kinder zurückließ, um in Europa Geld für sie zu verdienen; und er erzählt von all den Menschen, denen er unterwegs begegnet ist, auf den Lastwagen, in der Sahara und in den Bergen, in den Kellern von Agadez, in den Gassen von Tanger.
»Der Traum vom Leben« ist ein Buch über Afrika, über die Hoffnungen von Menschen, ein Buch auch über Europa und die Realität unserer Politik.
Klaus Brinkbäumer ist auf der zentralen Route der Flüchtlinge quer durch sieben afrikanische Staaten gereist. Er erzählt die Geschichte seines Begleiters John Ampan aus Ghana, der damals fünf Jahre bis Europa brauchte, weil er deportiert, in der Wüste ausgesetzt und ins Gefängnis gesteckt wurde; er erzählt von Jane Aimufua aus Benin-City, die ihre drei Kinder zurückließ, um in Europa Geld für sie zu verdienen; und er erzählt von all den Menschen, denen er unterwegs begegnet ist, auf den Lastwagen, in der Sahara und in den Bergen, in den Kellern von Agadez, in den Gassen von Tanger.
»Der Traum vom Leben« ist ein Buch über Afrika, über die Hoffnungen von Menschen, ein Buch auch über Europa und die Realität unserer Politik.
Pressestimmen
»Ein großartiges Buch [...] bestens geeignet, notwendiges Wissen über die Abgründe europäischer Migrationspolitik zu verbreiten. [...] Grandios werden die Beschreibungen dann, wenn Brinkbäumer sich selbst in die Geschichte verwickelt. [...] Brinkbäumers Buch ist so intensiv wie unaufgeregt. Es handelt von einer alltäglichen Geschichte, von einer tausendfach unternommenen Reise von Afrika nach Europa. [...] Brinkbäumer hat ein informatives, unterhaltsames, selbstkritisches Buch von großer politischer Klarheit geschrieben.«
Mark Terkessidis, Literaturen, September 2006
»Brinkbäumers wichtiges Buch, in wunderbarer Sprache geschrieben, hilft uns, [...] zu verstehen.«
Angelika Stürmer, Die Märkische, 30. 9. 2006
»(...) die eindrucksvoll nachgezeichnete Reise des Ghanaers John Ampan, der seine Familie zurücklassen musste, weil er nur in der Flucht nach Europa die Chance sah, sie durchzubringen. Es ist ein Buch zu den Bildern, die uns von den Kanaren erreichen, kein Reiseführer, nichts für die Strände von Teneriffa.(...) Keine Frage: Klaus Brinkbäumer ist an der Seite der John Ampans dieser Welt. Wer das Buch liest, ist es auch.«
Axel Vornbäumen, Der Tagesspiegel, 2. 10. 2006
»Ein richtig gutes Sachbuch [...] ein sehr beeindruckendes Buch [...] ein Buch, mit dem der Autor den vielen namenlosen Flüchtlingen endlich ein Gesicht gibt.«
ARD, Titel Thesen Temperamente, 8. 10. 2006
»eine ergreifende Geschichte«
Gert Scobel, 3sat-Kulturzeit, 26. 10. 2006
»Illegal von Afrika nach Europa - bedrückend und minutiös beschreibt Klaus Brinkbäumer den Weg eines Ghanaers nach Spanien und die folgende Ernüchterung.«
Annedore Smith, Südwest Presse, 8. 11. 2006
»Eindrucksvoll beschreibt Brinkbäumer die brutalen Lebensbedingungen verzweifelter und entwürdigter Menschen auf einer Flucht, die viele nicht überleben. [...] Das Buch ist eine schonungslose Abrechnung mit korrupten Politikern in Afrika, skrupellosen Schleppern und ebenso mit Europäern, die aller Welt ihren Wohlstand präsentieren, sich dann aber schleunigst abschotten, wenn andere daran teilhaben wollen.«
Annedore Smith, AP, 2. 11. 2006
»Brinkbäumer erzählt mit großer Empathie und in einer klaren, unaufdringlichen Sprache. [...] Klaus Brinkbäumer ist das beste und lesenswerteste Buch gelungen, das bislang zum Thema ›Migration aus Afrika‹ in deutscher Sprache vorliegt. Denn es handelt nicht nur von afrikanischen Träumen und Albträumen, sondern auch von europäischen Ängsten. Es handelt von der obszönen Ungleichheit der Welt und von der Abwehrschlacht an den Grenzen unserer Wohlstandszitadelle.«
Bartholomäus Grill, Die Zeit, 8.2.2007
»Einfühlsame Reportage über afrikanische Flüchtlinge [...] Brinkbäumers Blick auf Afrika ist geschult an dem kürzlich verstorbenen polnischen Journalisten Ryszard Kapuczinski, der den afrikanischen Traum von Entkolonisierung und Unabhängigkeit mit einfühlsamen und zugleich kritischen Reportagen begleitet hatte. Gute Auslandsreportagen, wie Kapuczinski sie verstand, seien ›essayisiert‹, also ›eine Mischung aus Reisebericht und Erfahrung mit Kommentar und anthropologischer und historischer Forschung.‹ Dieser hohen Messlatte wird Brinkbäumers packender Beitrag zur Migrationsdebatte durchaus gerecht.«
Günter Beyer, Süddeutsche Zeitung, 12.3.2007
»Diese sehr differenzierte Sicht, seine Sensibilität für die Tragödien auf einem geschundenen Kontinent, sein empfindsamer Kompass durch den Dschungel menschlicher Schicksale, die Glaubwürdigkeit seiner Schilderungen, seiner Gedanken und Empfindungen machen das Buch von Klaus Brinkbäumer, seine Erzählungen, die Begegnung mit ihm zu einem Erlebnis.«
Barbara Kerschkowsky, Fränkische Nachrichten, 24.4.2007
Mark Terkessidis, Literaturen, September 2006
»Brinkbäumers wichtiges Buch, in wunderbarer Sprache geschrieben, hilft uns, [...] zu verstehen.«
Angelika Stürmer, Die Märkische, 30. 9. 2006
»(...) die eindrucksvoll nachgezeichnete Reise des Ghanaers John Ampan, der seine Familie zurücklassen musste, weil er nur in der Flucht nach Europa die Chance sah, sie durchzubringen. Es ist ein Buch zu den Bildern, die uns von den Kanaren erreichen, kein Reiseführer, nichts für die Strände von Teneriffa.(...) Keine Frage: Klaus Brinkbäumer ist an der Seite der John Ampans dieser Welt. Wer das Buch liest, ist es auch.«
Axel Vornbäumen, Der Tagesspiegel, 2. 10. 2006
»Ein richtig gutes Sachbuch [...] ein sehr beeindruckendes Buch [...] ein Buch, mit dem der Autor den vielen namenlosen Flüchtlingen endlich ein Gesicht gibt.«
ARD, Titel Thesen Temperamente, 8. 10. 2006
»eine ergreifende Geschichte«
Gert Scobel, 3sat-Kulturzeit, 26. 10. 2006
»Illegal von Afrika nach Europa - bedrückend und minutiös beschreibt Klaus Brinkbäumer den Weg eines Ghanaers nach Spanien und die folgende Ernüchterung.«
Annedore Smith, Südwest Presse, 8. 11. 2006
»Eindrucksvoll beschreibt Brinkbäumer die brutalen Lebensbedingungen verzweifelter und entwürdigter Menschen auf einer Flucht, die viele nicht überleben. [...] Das Buch ist eine schonungslose Abrechnung mit korrupten Politikern in Afrika, skrupellosen Schleppern und ebenso mit Europäern, die aller Welt ihren Wohlstand präsentieren, sich dann aber schleunigst abschotten, wenn andere daran teilhaben wollen.«
Annedore Smith, AP, 2. 11. 2006
»Brinkbäumer erzählt mit großer Empathie und in einer klaren, unaufdringlichen Sprache. [...] Klaus Brinkbäumer ist das beste und lesenswerteste Buch gelungen, das bislang zum Thema ›Migration aus Afrika‹ in deutscher Sprache vorliegt. Denn es handelt nicht nur von afrikanischen Träumen und Albträumen, sondern auch von europäischen Ängsten. Es handelt von der obszönen Ungleichheit der Welt und von der Abwehrschlacht an den Grenzen unserer Wohlstandszitadelle.«
Bartholomäus Grill, Die Zeit, 8.2.2007
»Einfühlsame Reportage über afrikanische Flüchtlinge [...] Brinkbäumers Blick auf Afrika ist geschult an dem kürzlich verstorbenen polnischen Journalisten Ryszard Kapuczinski, der den afrikanischen Traum von Entkolonisierung und Unabhängigkeit mit einfühlsamen und zugleich kritischen Reportagen begleitet hatte. Gute Auslandsreportagen, wie Kapuczinski sie verstand, seien ›essayisiert‹, also ›eine Mischung aus Reisebericht und Erfahrung mit Kommentar und anthropologischer und historischer Forschung.‹ Dieser hohen Messlatte wird Brinkbäumers packender Beitrag zur Migrationsdebatte durchaus gerecht.«
Günter Beyer, Süddeutsche Zeitung, 12.3.2007
»Diese sehr differenzierte Sicht, seine Sensibilität für die Tragödien auf einem geschundenen Kontinent, sein empfindsamer Kompass durch den Dschungel menschlicher Schicksale, die Glaubwürdigkeit seiner Schilderungen, seiner Gedanken und Empfindungen machen das Buch von Klaus Brinkbäumer, seine Erzählungen, die Begegnung mit ihm zu einem Erlebnis.«
Barbara Kerschkowsky, Fränkische Nachrichten, 24.4.2007
Über Klaus Brinkbäumer
Interview zum Buch
Fragen an Klaus Brinkbäumer, 29.09.2006
Fischer Verlag: Was hat Sie bewogen, diese große Reise zu unternehmen?
Brinkbäumer: Vor vier Jahren waren der Fotograf Markus Matzel und ich auf beiden Seiten der Meerenge von Gibraltar unterwegs, um zu recherchieren, was sich damals dort abspielte: Nacht für Nacht legten in Marokko Schlauchboote ab, die zum Teil in Spanien ankamen, zum Teil aber auch nicht, weil die Boote in den Bugwellen der Tanker sanken oder auf Riffe liefen. Wir trafen in einem Keller in Algeciras eine junge Frau, Joy Ofoni, die sich dort verstecken musste, weil die Polizei sie auf der Straße sofort aufgegriffen und zurückgeschickt hätte; Joys Paradies war dieser Keller. Wir hörten uns die Geschichte ihrer Reise an, Joy erzählte zum Schluss von ihrer Freundin, die auf der Überfahrt über Bord gegangen und nicht wieder aufgetaucht war. Und damals beschlossen Markus und ich, dass wir die Geschichte der afrikanischen Odyssee einmal von Anfang an erzählen wollten, dass wir also von den Orten, in denen sich die Migranten auf den Weg machen, bis nach Europa reisen wollten. Wir fragten dann John Ampan, der das alles hinter sich hatte, ob er mit uns zurückkehren würde, und in dem Moment, als John verstand, dass er dadurch seine Kinder wiedersehen würde, sagte er zu.

