Günter de Bruyn

Abseits

Taschenbuch
Preis € (D) 11,95 | € (A) 12,30 | SFR 17,90
ISBN: 978-3-596-16663-3
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Buchdetails

192 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-16663-3
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Cover »Abseits«
Abseits
Preis € (D) 19,90
ISBN: 978-3-10-009634-0

Inhalt

Liebeserklärung an eine Landschaft: wie Günter de Bruyn den entlegenen Ort Görsdorf bei Beeskow in der Mark Brandenburg 1967 für sich entdeckt, warum ausgerechnet dieser Ort mit seiner Verlassenheit und Melancholie für ihn so wichtig wurde - als eine Art Exil im ungeliebten Staat der DDR, »ohne Heimatverlust« -, wie er sich diesem Ort annähert, ihn erkundet und kennenlernt und wie er in kleinen Schritten über die Jahre ein ruinöses Haus wieder bewohnbar macht. De Bruyns respektvolle und behutsame Erschließung eines Ortes und seiner Landschaft versteht sich als Plädoyer für einen pfleglichen Umgang mit solch scheinbar unzeitgemäßen Kostbarkeiten wie Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Überschaubarkeit und Stille.

Pressestimmen

»Entstanden ist kein harmloses Reisebuch, von Überschwang hält der Autor seit jeher nichts. Und weil die bekannte Gründlichkeit, Sorgfalt und nüchtern gediegene Sprache de Bruyns hier auf einen Gegenstand stoßen, den er, so scheint es, einen großen Teil seines Schriftstellerlebens lang umkreist hat, ohne ihn bisher direkt zum Thema zu machen, fällt die Begegnung mit diesem Buch so beglückend aus, das insgesamt den Charakter eines literarischen Resümees trägt.(...)«
Timan Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.2.2005

»Freundlich ist er und bescheiden, das mag harmlos klingen, aber gerade das ist de Bruyn nicht, sondern einer der im Kleinen das Große erkennt, einer der das
Abseits schätzt. “Abseits”, so hat der 78-jährige sein wunderschönes Buch genannt, seine “Liebeserklärung an eine Landschaft”, südöstlich von Berlin, die nicht einmal einen Namen hat.«
Susanne Kippenberger, Tagesspiegel, 1.3. 2005

»Der Autor plädiert in seiner Liebeserklärung für unzeitgemäße Werte wie Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Überschaubarkeit und Stille und wird in diesem Bemühen unterstützt durch die beigegebenen Fotos von Rüdiger Südhoff.«
Deutsche Presse Agentur, Februar 2005

»Wo sich große Geschichte an den Schicksalen der sogenannten “kleinen Leute” personifizieren ließ, hat diese leise Liebeserklärung eine wunderbare Kraft. [...]
Günter de Bruyn drängt sich seiner Wahlheimat nicht eloquent auf, er hört dieser Landschaft zu, bringt sie mit Fundstücken zum sprechen... [...]
Die Melancholie und Brüderlichkeit, die aus diesem Bericht spricht, kann man nicht referierend weitergeben. Das muss man lesen, diese Bilder muss man sehen.«
Volker Müller, Berliner Zeitung, 10.3.2005

»Wer sich von Günter de Bruyn anstecken läßt mit seiner Begeisterung für den spröden Zauber eines abgelegenen Stückes Brandenburgs, dem wird nichts anderes übrig bleiben, als in jenes "Abseits" zu reisen, um sich selbst ein Bild zu machen.«
Uwe Wittstock, Die Welt, 12.3.2005

»Der Autor nimmt das Nahe, das so gerne übersehen wird, als das, was es eigentlich ist, als das Große, das uns täglich umgibt.«
Frank Starke, Märkische Allgemeine, 12.3.2005

»Ein Buch, das die Wahrnehmung verändert. Es ist geprägt von einer seltenen Demut vor dem Unspektakulären.«
Rüdiger Schaper, Tagesspiegel, 16.3.2005

»Dass de Bruyn sein gut gehütetes Fleckchen Erde nun mit jedermann zu teilen bereit ist, erklärt er, habe mit Liebe zu tun; was wir ihm nach Lektüre des soliden, auf festes Papier gedruckten, schön bebilderten Buches auch gern glauben. Zärtlich ist seine Widmung an die Landschaft, gewissenhaft die Ausführung ihres Porträts.«
Beatrix Langner, Neue Zürcher Zeitung, 17.5.2005

Über Günter de Bruyn

Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute in Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung,
dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays ›Als Poesie gut‹ und ›Die Zeit der schweren Not‹, die autobiographischen Bände ›Zwischenbilanz‹ und ›Vierzig Jahre‹ sowie die frühen Romane ›Buridans Esel‹ und ›Neue Herrlichkeit‹.

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Günter de Bruyn
Foto: Susanne Schleyer
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