Ulrich Peltzer
"Alle oder keiner"
Hardcover
Preis € (D) 18,90 | € (A) 19,50 | SFR 27,50
ISBN: 978-3-10-060807-9
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Buchdetails
248 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-060807-9
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Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
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Inhalt
»Erinnere dich mal, sagte Christine eines Nachmittags, als wir auf ihrem Bett saßen, und erzähl’ mir, das dürfte doch nicht so kompliziert sein, wie geht die Geschichte?«
Ein Mann, Diplompsychologe, Ende Dreißig. Er lebt im Berlin der neunziger Jahre und schreibt an einem neuen Handbuch der forensischen Psychologie. Im Rahmen dieser Arbeit untersucht er auch Tatverdächtige auf ihre Schuldfähigkeit. Nicht zuletzt durch die Begegnung mit Christine wird ihm klar, daß sein Leben die Richtung ändern wird.
Aber wie immer bei Ulrich Peltzer überholt die Intensität der Beschreibungen den Plot der Geschichte. Alle oder keiner – mit eben dieser Ausschließlichkeit und Konsequenz schafft er ein »Patchwork der Wahrnehmung«, das in der zeitgenössischen Literatur ihresgleichen sucht.
»Meine Erinnerung ist kein historisches System oder eine logische Tabelle, vielleicht so eine Art Filter, der sinnliche Einheiten nach mir verborgenen Regeln aussiebt.«
Ein Mann, Diplompsychologe, Ende Dreißig. Er lebt im Berlin der neunziger Jahre und schreibt an einem neuen Handbuch der forensischen Psychologie. Im Rahmen dieser Arbeit untersucht er auch Tatverdächtige auf ihre Schuldfähigkeit. Nicht zuletzt durch die Begegnung mit Christine wird ihm klar, daß sein Leben die Richtung ändern wird.
Aber wie immer bei Ulrich Peltzer überholt die Intensität der Beschreibungen den Plot der Geschichte. Alle oder keiner – mit eben dieser Ausschließlichkeit und Konsequenz schafft er ein »Patchwork der Wahrnehmung«, das in der zeitgenössischen Literatur ihresgleichen sucht.
»Meine Erinnerung ist kein historisches System oder eine logische Tabelle, vielleicht so eine Art Filter, der sinnliche Einheiten nach mir verborgenen Regeln aussiebt.«
Pressestimmen
»In diesem Buch ist von Sehnsüchten die Rede, die immer noch quer in der Zeit liegen. Ulrich Peltzer ist ein Meister des Aufstöberns dieser Sehnsüchte. Und er hat nebenbei etwas geschrieben, was man eigentlich nicht mehr für möglich hält: einen Zeitroman, ein Bewußtseinspanorama, das allem standhält, was an äußeren Reizen einschießt.«
Helmut Böttiger, Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
»Peltzer geht aufs Ganze (…). Wie gut es doch tut, endlich mal wieder deutsche Prosa zu lesen, deren Sätze stimmen. Prosa, die nicht dauernd fragen macht, ob der Autor nicht doch eigentlich jenes statt diesem sagen wollte. Sätze zu lesen, die überzeugen, ist eine beglückende Erfahrung. Da gibt`s nichts zu kritteln: Ja, genau, so muss das gesagt werden! Diese Prosa ist so durchgeformt und durchreflektiert, dass die Sprache wirklich dort ankommt, wo sie doch immer hin will: im Klaren. Peltzer gelingen großartige Seiten. (…) Vom philosophischen Standpunkt aus gesehen hat dieses Buch das Erbe der Erkenntniskritik angetreten – hier existiert noch ein Diskurs über die Frage, was wir wissen können. Das Dilemma der Subjektivität ist das logische Zentrum allen modernen Erzählens. Denn erst aus diesem Dilemma ergibt sich das der Geschichte und des Geschichtenerzählens. Streng genommen, sagt es, gibt es keine Vergangenheit, aber alles Erzählen handelt ausschließlich von ihr. Selten hat ein Buch das so deutlich gemacht wie ›Alle oder keiner‹.«
Peter Michalzik, Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
»Ulrich Peltzer erweist sich in diesem Buch als getreuer Chronist seiner Generation, aber sein schriftstellerischer Ehrgeiz will mehr. Wer denkt, Peltzer habe eine sentimentale Klageschrift über Utopieverluste oder eine feurige Abrechnung mit seiner Generation verfasst, der irrt. Vor jeder simplen literarischen Identifikation mit einem wie auch immer gearteten Lebensgefühl bewahrt diesen Autor seine Neugier, seine Reflektiertheit in dem, was er tut, und seine Lust auf Genauigkeit. (…)Der Wille zur Exaktheit, den dieses Buch beherrscht, ist wirklich erstaunlich. Peltzer beschreibt seine Figuren nicht einfach, er seziert sie. Und so ist ›Alle oder keiner‹ ein stellenweise anstrengendes, stellenweise wunderschönes Buch, das aber stets Glaubwürdigkeit vermittelt. Kein sentimentaler Blick zurück, sondern ein ernstes Nachhorchen einzelner biografischer Entwicklungsschritte. Genausowenig wie seine Figuren lässt sich der Autor mit zwei, drei Etiketten abschließend einordnen.«
Dirk Knipphals, taz, 13.10.1999
Helmut Böttiger, Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
»Peltzer geht aufs Ganze (…). Wie gut es doch tut, endlich mal wieder deutsche Prosa zu lesen, deren Sätze stimmen. Prosa, die nicht dauernd fragen macht, ob der Autor nicht doch eigentlich jenes statt diesem sagen wollte. Sätze zu lesen, die überzeugen, ist eine beglückende Erfahrung. Da gibt`s nichts zu kritteln: Ja, genau, so muss das gesagt werden! Diese Prosa ist so durchgeformt und durchreflektiert, dass die Sprache wirklich dort ankommt, wo sie doch immer hin will: im Klaren. Peltzer gelingen großartige Seiten. (…) Vom philosophischen Standpunkt aus gesehen hat dieses Buch das Erbe der Erkenntniskritik angetreten – hier existiert noch ein Diskurs über die Frage, was wir wissen können. Das Dilemma der Subjektivität ist das logische Zentrum allen modernen Erzählens. Denn erst aus diesem Dilemma ergibt sich das der Geschichte und des Geschichtenerzählens. Streng genommen, sagt es, gibt es keine Vergangenheit, aber alles Erzählen handelt ausschließlich von ihr. Selten hat ein Buch das so deutlich gemacht wie ›Alle oder keiner‹.«
Peter Michalzik, Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
»Ulrich Peltzer erweist sich in diesem Buch als getreuer Chronist seiner Generation, aber sein schriftstellerischer Ehrgeiz will mehr. Wer denkt, Peltzer habe eine sentimentale Klageschrift über Utopieverluste oder eine feurige Abrechnung mit seiner Generation verfasst, der irrt. Vor jeder simplen literarischen Identifikation mit einem wie auch immer gearteten Lebensgefühl bewahrt diesen Autor seine Neugier, seine Reflektiertheit in dem, was er tut, und seine Lust auf Genauigkeit. (…)Der Wille zur Exaktheit, den dieses Buch beherrscht, ist wirklich erstaunlich. Peltzer beschreibt seine Figuren nicht einfach, er seziert sie. Und so ist ›Alle oder keiner‹ ein stellenweise anstrengendes, stellenweise wunderschönes Buch, das aber stets Glaubwürdigkeit vermittelt. Kein sentimentaler Blick zurück, sondern ein ernstes Nachhorchen einzelner biografischer Entwicklungsschritte. Genausowenig wie seine Figuren lässt sich der Autor mit zwei, drei Etiketten abschließend einordnen.«
Dirk Knipphals, taz, 13.10.1999

