Josef Haslinger

Das Vaterspiel

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 10,95 | € (A) 11,30 | SFR 16,50
ISBN: 978-3-596-15257-5
lieferbar
Buch empfehlen

Buchdetails

Roman
576 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-15257-5
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Weitere Ausgaben

Cover »Das Vaterspiel«
Das Vaterspiel
Preis € (D) 23,00
ISBN: 978-3-10-030054-6
Cover »Das Vaterspiel«
Das Vaterspiel
Preis € (D) 9,49
ISBN: 978-3-10-400212-5

Inhalt

Rupert Kramer, genannt Ratz, ist der Sohn eines österreichischen Ministers. Er ist 35 Jahre alt und das, was man einen Versager nennt. Nächtelang sitzt Ratz vor dem Computer, um ein abstruses Vatervernichtungsspiel zu entwickeln. Er hasst seinen korrupten sozialdemokratischen Vater, der seine Familie wegen einer jungen Frau verlassen hat.
Im November 1999 erhält Ratz einen geheimnisvollen Anruf von Mimi, seiner Jugendliebe. Ratz fliegt nach New York, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Bald ist klar: Er soll helfen, das Versteck von Mimis Großonkel auszubauen, einem alten Nazi, der an der Hinrichtung litauischer Juden beteiligt war. Seit 32 Jahren verbirgt er sich im Keller eines Hauses auf Long Island. Dort kommt es zu einer unheimlichen Begegnung mit dem verwahrlosten Mann.
Anschaulich und fesselnd erzählt Josef Haslinger vom Schicksal dreier Familien: einer jüdischen Familie, die bei den Massakern der Nazis in Litauen vernichtet wird, der Familie der Täter, die sich nach Amerika retten kann und dort einen grotesken Zusammenhalt bewahrt, sowie von Ratz´ eigener, sozialdemokratischer Familie, die sich im Wien der neunziger Jahre erbärmlich auflöst. Bestechend genau beleuchtet Haslinger die Verwerfungen des vergangenen Jahrhunderts und macht eindringlich spürbar, dass man der Geschichte nicht entkommen kann.

Pressestimmen

"Das Buch darf in seiner Brisanz als designierter Spitzentitel des Sommers gelten." Heinz Sichrovsky (NEWS, 08.05.2000) "Selten wurde die zweite Republik Österreich so umfassend, genau und gnadenlos porträtiert, mit der inhaltlichen Entleerung ihrer Sozialdemokratie und der schleichenden Korrumpierbarkeit ihres Führungspersonals, mit den bösen sozialen Verkrustungen im Milieu des bäuerlich-katholischen Konservatismus und mit dem inneren Leerlauf einer von Wohlstand geprägten Großstadtjugend. [...] 'Das Vaterspiel' ist ein bemerkenswertes Buch." Rolf Schneider (Berliner Morgenpost, 20.08.2000) "Der Autor hat ein Gespür für brisantes Material. Seine Bücher sind Anschläge auf die Trägheit des Denkens." Karin Grossmann (Sächsiche Zeitung, 19.08.2000) "Sympathisch, daß dieser komplex angelegte Roman Fragen aufwirft, ohne Antworten geben zu wollen. [...] Haslinger hat einen mitreißenden, tiefgründigen Roman geschrieben." Hans Christian Kosler (AZ, München, 22.08.2000) "Entstanden ist eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion; ein großer Roman, der facettenreich um das Thema Lebenslügen und Vergangenheitsverdrängung kreist; ein gewaltiger Erzählkosmos, dem man sich nicht entziehen kann." Peter Mohr (Augsburger Allgemeine, 16.08.2000)



Über Josef Haslinger

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ›Opernball‹, 2000 ›Das Vaterspiel‹, 2006 ›Zugvögel‹, 2007 ›Phi Phi Island‹. Sein letztes Buch ›Jáchymov‹ erschien im Herbst 2011. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

Mehr über Josef Haslinger

Josef Haslinger
Foto: Jürgen Bauer
Das Vaterspiel
 
0 Artikel  0.00 €