Josef Haslinger
Das Vaterspiel
Buchdetails
576 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-15257-5
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Inhalt
Im November 1999 erhält Ratz einen geheimnisvollen Anruf von Mimi, seiner Jugendliebe. Ratz fliegt nach New York, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Bald ist klar: Er soll helfen, das Versteck von Mimis Großonkel auszubauen, einem alten Nazi, der an der Hinrichtung litauischer Juden beteiligt war. Seit 32 Jahren verbirgt er sich im Keller eines Hauses auf Long Island. Dort kommt es zu einer unheimlichen Begegnung mit dem verwahrlosten Mann.
Anschaulich und fesselnd erzählt Josef Haslinger vom Schicksal dreier Familien: einer jüdischen Familie, die bei den Massakern der Nazis in Litauen vernichtet wird, der Familie der Täter, die sich nach Amerika retten kann und dort einen grotesken Zusammenhalt bewahrt, sowie von Ratz´ eigener, sozialdemokratischer Familie, die sich im Wien der neunziger Jahre erbärmlich auflöst. Bestechend genau beleuchtet Haslinger die Verwerfungen des vergangenen Jahrhunderts und macht eindringlich spürbar, dass man der Geschichte nicht entkommen kann.
Pressestimmen
"Das Buch darf in seiner Brisanz als designierter Spitzentitel des Sommers gelten." Heinz Sichrovsky (NEWS, 08.05.2000) "Selten wurde die zweite Republik Österreich so umfassend, genau und gnadenlos porträtiert, mit der inhaltlichen Entleerung ihrer Sozialdemokratie und der schleichenden Korrumpierbarkeit ihres Führungspersonals, mit den bösen sozialen Verkrustungen im Milieu des bäuerlich-katholischen Konservatismus und mit dem inneren Leerlauf einer von Wohlstand geprägten Großstadtjugend. [...] 'Das Vaterspiel' ist ein bemerkenswertes Buch." Rolf Schneider (Berliner Morgenpost, 20.08.2000) "Der Autor hat ein Gespür für brisantes Material. Seine Bücher sind Anschläge auf die Trägheit des Denkens." Karin Grossmann (Sächsiche Zeitung, 19.08.2000) "Sympathisch, daß dieser komplex angelegte Roman Fragen aufwirft, ohne Antworten geben zu wollen. [...] Haslinger hat einen mitreißenden, tiefgründigen Roman geschrieben." Hans Christian Kosler (AZ, München, 22.08.2000) "Entstanden ist eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion; ein großer Roman, der facettenreich um das Thema Lebenslügen und Vergangenheitsverdrängung kreist; ein gewaltiger Erzählkosmos, dem man sich nicht entziehen kann." Peter Mohr (Augsburger Allgemeine, 16.08.2000)

