Joanot Martorell

Der Roman vom Weißen Ritter Tirant lo Blanc

Roman
Hardcover
Preis € (D) 98,00 | € (A) 100,80 | SFR 129,00
ISBN: 978-3-10-042606-2
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Buchdetails

Roman
1656 Seiten, Kassette
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-042606-2
Aus dem Katalanischen von Fritz Vogelgsang
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Inhalt

Als Martorell seinen Ritterroman vor einem halben Jahrtausend schrieb, waren Konstantinopel und der oströmische Kaiser gerade im Kampf gegen die moslemische Übermacht gefallen. Martorell setzte dieser bitteren Tatsache eine Utopie entgegen und kreierte den weißen Ritter. Er sollte die zerrissene Christenheit einigen und siegreich gegen die »Ungläubigen« antreten. Auf seinem Feldzug quer durch Frankreich und Spanien erreicht er Konstantinopel. Aber statt zu kämpfen gerät der weiße Ritter unter das Joch der Liebe. Jetzt kämpft er um die schöne Karmesina. ›Der weiße Ritter‹ ist prachtvoll: ein Sittenbild der damaligen Welt, ein Ritterroman mit Ehrenkodex und Turnierregeln, ein erotischer Roman und ein spannend amüsantes Abenteuer. ›Der Roman vom Weißen Ritter‹ ist einer der ersten Romane auf Altkatalanisch und damit ein ganz besonderer Beitrag zum Messeschwerpunkt Katalonien 2007.

Pressestimmen

»eine herausragende Übersetzung«
Franziska Bossy, SPIEGEL online, 28.9.2007

»Mit lakonischer Prosa, farbigen Figuren und zahlreichen drastischen, komischen und erotischen Geschichten aus einer glanzvollen europäischen Katastrophenepoche entspricht er den Leseerwartungen eines modernen Publikums.«
Babette Kaiserkern, Märkische Allgemeine, 6.10.2007

»Und selbst wenn dieses Abenteuerbuch nicht wäre, was es ist, nämlich ein ungewöhnlich lebendiger, sachlich reicher, sprachlich vielgestaltiger und auch spannender Ritterroman, so sollte doch mit diesem Einschlag zumindest eines erreicht sein: ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass uns das späte Mittelalter nie verlassen hat.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 9.10.2007

»Die verspielte Souveränität des Autors, der virtuose Einsatz von Leitmotiven, Perspektiven und Stilebenen und eine überschäumende Erzähllust machten den ›tatverdächtigen Erzfabulanten‹ zum ›Ersten vom Stamme der Allmachtserzähler‹ (Vargas Llosa), wenn nicht zum Ahnherrn des Magischen Realismus.«
Martin Halter, Tages-Anzeiger, 9.10.2007

»Fritz Vogelsangs gelegentlich recht freie Übersetzung ist vorzüglich: eine außerordentliche Leistung und also diesem außerordentlichen Roman angemessen. Und der ist nun wirklich erstaunlich. Er liest sich gut in seinen kurzen Abschnitten dank seines Stils und dem Vogelsangs, noch dazu in der formidablen Ausstattung hier.«
Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007

»Eine spannendere Schule katalanischer Literatur könnte es kaum geben, einen eleganteren Nachweis übersetzerischer Möglichkeiten auch nicht.«
Martin Zähringer, Frankfurter Rundschau, 10.10.2007

»Dieser altkatalanische Roman ist ganz großes Kino, Popcornkino, aber der anspruchsvollen Sorte. So etwas wie Hollywood vor 500 Jahren. (...)
Martorells Epos ist unermesslich vielschichtig und ein Abendteuerspielplatz für Literaturhistoriker.«
Tobias Schwartz, Die Tageszeitung, 10.10.2007

»Es ist der Ritterroman schlechthin. Voll von Abenteuern und aberwitzigen Geschichten - und natürlich auch ein Gesellschaftspanorama der frühen Neuzeit. Eine großartige Wiederentdeckung!«
Denis Scheck, Druckfrisch, 4.11.2007

»eine grossartige Entdeckung, ein Schatz«
SonntagsBlick, 18.11.2007

»eine verlegerische Großtat und eine Glanzleistung des Übersetzers Fritz Vogelsang.«
Focus, 3.12.2007

»Dass man den Roman trotz dem traurigen Ende mit größtem Vergnügen lesen kann, verdankt sich wesentlich Fritz Vogelsang. (...) Ein wunderbares Dokument der Tatsache, dass die Welt selbst in ihren vorgeblich poetischen Zeitaltern ganz wesentlich prosaisch ist.«
Kersten Knipp, Neue Zürcher Zeitung, 19.12.2007

»Ein herausragendes Beispiel der Gattung Ritterroman (...) Martorells Riesenepos bietet einen spannenden, reichhaltigen, hintergründigen Stoff, der historische Tatsachen raffiniert mit phantastischen Erfindungen und übernatürlichen Erscheinungen verknüpft und gleichzeitig relativ realistisch das Leben der Zeit beschreibt.«
Peter Urban-Halle, Deutschlandradio Kultur, 21.12.2007

»Seine Übersetzung (...) ist eine ungeheure Leistung, frisch, ganz uneitel, manchmal geradezu sachlich und trotzdem hübsch altertümlich. (...) Martorells Epos ist ein spannender, hintergründiger Stoff, der historische Tatsachen mit fantastischen Erfindungen verknüpft und gleichzeitig ein relativ realistisches Bild der Zeit entwirft.«
Peter Urban-Halle, Berliner Zeitung, 16. Februar 2008

»Wer außer den Liebhabern dankt es einem Übersetzer schon, wenn er sich in seine Autoren einarbeitet und so zum ersten Experten wird? Wer ahnt, was es bedeutet, nach jahrelanger Beschäftigung mit einem schwierigen Text in einem dreißig- oder vierzigseitigen Nachwort Rechenschaft von der eigen Arbeit abzulegen? Fritz Vogelgsang ist diesen steinigen Weg immer wieder gegangen und so zu einem der profiliertesten Übersetzer aus dem Spanischen geworden.«
Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. März 2008

Über Joanot Martorell

Joanot Martorell , 1413 in Gandia, südlich von Valencia, geboren, starb 1468. Sein Ritterroman »Tirant lo Blanc« war das erste in altkatalanischer Sprache verfasste Werk und gilt als Vorreiter des modernen Romans. Zweiundzwanzig Jahre nach dem Tod des Autors wurde »Tirant lo Blanc« erstmals veröffentlicht.

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