Javier Marías

Die sterblich Verliebten

Roman
Hardcover
Aus dem Spanischen von Susanne Lange
Preis € (D) 12,00 | € (A) 12,40
ISBN: 978-3-596-51297-3
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Buchdetails

Roman
496 Seiten, gebunden
FISCHER Taschenbuch
ISBN 978-3-596-51297-3
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Cover »Die sterblich Verliebten«
Die sterblich Verliebten
Preis € (D) 9,99
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Die sterblich Verliebten
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-10-401997-0

Inhalt

»Endlich zeigt große Literatur wieder ihr wahres Gesicht«, schreibt begeistert die Presse. Wie in seinem Welterfolg ›Mein Herz so weiß‹ überzeugt Javier Marías durch fesselnde Spannung und unerwartete Wendungen, keiner kennt die verborgenen Winkel der Herzen so gut wie er. Dies hat ihn berühmt gemacht. - Madrid, ein Café: Jeden Morgen beobachtet María das perfekte Paar Luisa und Miguel. Sie ist gefangen von der zärtlichen Aufmerksamkeit der Liebenden. Doch dann geschieht etwas Schreckliches, und María gerät in einen Irrgarten aus Ahnungen und Verdächtigungen. Sie kennt die Liebe, sie kennt den Tod, aber kennt sie auch die Wahrheit.



Pressestimmen

»große Prosa, die […] nichts anderes im Sinn hat, als im Leser die fiebernde Begierde zu wecken, nach dem Umweg durch die Erzählung zum Anfang zurückzukehren.«
Hermann Wallmann, Westdeutscher Rundfunk, WDR 3, 24.04.2012

»sprachlich eine totale Wucht. […] ›Die sterblich Verliebten‹ funktionieren auf ganz vielen verschiedenen Ebenen: als Romanze, als Thriller, als schwere Literatur, als Unterhaltung.«
Jan Drees, Westdeutscher Rundfunk, 1 LIVE, 23.02.2012

»Dass einen die Geschichte in Bann schlägt, ja hypnotisiert, verdankt sich einer gedanklich schweifenden, durchrhythmisierten und von Susanne Lange brillant ins Deutsche übertragende Sprache.«
Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung, 08.03.2012

»Ganz leicht und sanft erzählt er eine Geschichte, die plötzlich immer mehr unter die Haut geht. […] eine wunderbare Geschichte über große Gefühle und die Endlichkeit.«
Anne Schmidt, Hessischer Rundfunk, hr 1, 21.02.2012

»Der mitreißende Psychothriller spielt mit der Frage, wie weit Liebe gehen darf.«
Elle, April 2012

»ein spannender und philosophischer Roman.«
Iris Radisch, Zeit Online, 21.3.2012

»Das ist Literatur eines Champions League-Siegers, da müssen sich seine ballspielenden Real-Götter schon verdammt anstrengen, um mit ihrem literarischsten Fan gleichzuziehen.«
Dieter Schneider, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Antenne Brandenburg

»immer bestrickend, geschwungen statt kantig, auf eine großzügige Weise üppig, dabei nie überladen. ›Die sterblich Verliebten‹ ist das reife Werk eines souveränen Autors.«
Gregor Ziolkowski, Deutschlandradio, 12.3.2012



Über Javier Marías

Javier Marías, 1951 als Sohn eines vom Franco-Regime verfolgten Philosophen geboren, veröffentlichte seinen ersten Roman mit neunzehn Jahren. Seit seinem Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ gilt er weltweit als beachtenswertester Erzähler Spaniens.
Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

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Javier Marías
Foto:Jürgen Bauer


Interview

Interview mit Javier Marías zu ›Die sterblich Verliebten‹ (El Espectador), 06.01.2012
Der Schriftsteller Javier Marías hat eingestanden, dass er beim Schreiben seines Romans Die sterblich Verliebten – mit Erstaunen stellt der Autor fest, dass noch kein anderer Roman zuvor diesen Titel trägt - von großen Zweifeln ergriffen war. Sie waren so groß, dass er, selbst zwei Wochen vor Abgabe an den Verlag, überlegte, ihn doch lieber in der Schublade zu lassen. Es sollte keiner dieser »Schmöker« werden.

Javier Marías hatte seine kraftraubende Trilogie Dein Gesicht morgen beendet und, nachdem er all die Buchstaben zu Papier gebracht hatte, den Eindruck, als Schriftsteller alles gesagt zu haben. Doch seine vierzigjährige Karriere als Schriftsteller sollte nicht achtlos versanden – vielmehr kristallisierte sich in ihm, produktiv, wie er ist, eine neue Geschichte heraus. Die Geschichte von María Dolz, einer Frau, die in der Verlagswelt arbeitet und Zeugin einer durch einen Todesfall zerstörten Ehe wird, einer Frau, die die Ambivalenz der Straffreiheit und die Wechselbäder der Verliebtheit erfährt.
Angélica Gallón Salazar: Worauf sind Sie bei Ihrem Versuch, der Verliebtheit auf den Grund zu gehen, gestoßen?
Javier Marías: Es ist bekannt, dass es in meinen Romanen außer der Geschichte, der Handlung und ihrer Figuren immer auch Überlegungen und Kommentare gibt, die abschweifend erzählt werden. In diesem Roman dreht sich eine dieser Überlegungen genau um die nicht haltbare, sehr verbreitete Vorstellung von Verliebten, dass das Aufeinandertreffen zweier Personen gewissermaßen vorbestimmt ist. Es gibt da dieses Bedürfnis, zum Anfang zurückzukehren, als man den Geliebten kennengelernt hat, und zu glauben, dass man sich, wäre man beispielsweise nicht in diese bestimmte Bar gegangen oder nicht in eine ferne Stadt gereist, nicht getroffen hätte. Das ist ganz normal, die Leute haben sehr viel Freude daran, diese Art von Mythologie zu erfinden, ich habe den Eindruck, und davon möchte ich in diesem Roman erzählen, dass das nicht ganz zutrifft.
Für mich ist das Verliebtsein ein Ergebnis von Zufällen, es ist eine Lotterie, manchmal auch nur eine Frage, wer gerade zu haben ist, wir sind sehr abhängig davon, wer in unser Blickfeld tritt oder in wessen Blickfeld wir treten, und deshalb soll mein Roman dazu anregen, das Verliebtsein als eine Art Tombola zu betrachten. Ich verstehe den Wunsch von Verliebten, ihre Beziehung zu adeln und mit dem Schicksal in Verbindung zu bringen, glaube aber, dass das falsch ist.

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