Christoph Ransmayr

Geständnisse eines Touristen

Gespräche
Hardcover
Preis € (D) 12,00 | € (A) 12,40 | SFR 17,90
ISBN: 978-3-10-062927-2
lieferbar
Buch empfehlen

Buchdetails

Gespräche
144 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-062927-2
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Inhalt

Interviews werfen oft Fragen auf, die sich der Befragte nie oder ganz anders stellen würde. Dann wird eine Spielform des Erzählens zum Verhör.
In den 'Geständnissen eines Touristen' hat Christoph Ransmayr Gespräche, die im Interesse von Journalen wie 'Der Spiegel', 'Neue Zürcher Zeitung', 'New York-" und 'London Times', 'Corriere della Sera' oder 'Le Monde' geführt wurden, in ein fiktives Verhör verwandelt, in dem nach Geschichte und Abenteuer, Politik, Literatur, Kritik, auch dem Verschwinden gefragt wird. Und stets antwortet ein Autor, der nicht als Schriftsteller oder Dichter sprechen will, sondern lieber als Durchreisender, ja als gelassener, zorniger - oder ratloserTourist.

Pressestimmen

»Vor unserem Auge entsteht ein skizzenhaftes, faszinierendes Selbstporträt im Spiegel verschwiegener, angedeuteter Fragen [...] ein anrührendes Bekenntnis in makellosem Deutsch.«
Ulrich Weinzierl, Die Literarische Welt, 20.3.2004

»Es ist der Schluss-Satz dieses Buches - eines klugen wie leichten Buches. Geständnisse aus Welt und Werkstatt eines wunderbar farbentiefen Erzählers - der jeden Roman-Satz unter größtmöglicher Anstrengung aus sich herauslebt, und der doch vom Dasein erzählt, als sei es Wolkenwerk auf Himmelsgrund. So leicht aufgerufen, so leicht zerstörbar. So schrecklich also und so schön. Und nur im ewigen Wechsel beständig.«
Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland, 20. 3. 2004

»Ein fesselndes Kaleidoskop seines Denkens.«
Julia Kospach, Profil, 22. 3. 2004

» [...] mit solch bewegender Bekenntniswut und solch literarischer Kunstfertigkeit, dass man als Leser ganz erstaunt ist, gelegentlich verzaubert [...]«
Frank Dietschreit, Rheinische Post, 12.6.2004

»Egal, worüber er schreibt: Seine Texte sind ein Genuss.«
Schweizer Familie, 3.6.2004

»Ransmayr gehört zu den Verschwindern: lange sind sie fort, von vielen schon vergessen. Und plötzlich ist wieder ein Buch da, auf das alle gewartet haben, ohne es zu wissen.«
Christoph Gronius, NDR, 03.06.2004

Über Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr wurde1954 in Wels/Oberösterreich geboren und studierte Philosophie in Wien, wo er nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder lebt. Neben seinen Romanen ›Die Schrecken des Eises und der Finsternis‹, ›Die letzte Welt‹, ›Morbus Kitahara‹ und ›Der fliegende Berg‹ erschienen bisher zehn Spielformen des Erzählens, darunter ›Der Weg nach Surabaya‹, ›Geständnisse eines Touristen‹ und zuletzt ›Der Wolfsjäger‹. Für seine Bücher, die bisher in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka und Bert Brecht benannten Literaturpreise, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union.

Mehr über Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr
Foto: Jörg Steinmetz


Interview zum Buch

Gespräch mit Christoph Ransmayr zu seinem ›Atlas eines ängstlichen Mannes‹ , 22.05.2012
Frage: Nach Ihren großen Romanen »Die letzte Welt«, »Morbus Kitahara« und »Der fliegende Berg« erscheint nun der »Atlas eines ängstlichen Mannes«. Dieses Buch ist kein Roman, sondern eine ganz besondere Gattung, ein »Atlas«, ein erzählter Atlas der Welt. Wie sind Sie zu dieser Form gekommen?
Christoph Ransmayr: Diese in siebzig Episoden gegliederte Erzählung hat das einfachste Vorbild: die Haltung eines Menschen, der sich erinnert – an Begebenheiten, Gestalten und Orte seines Lebens und davon in geschlossenen, voneinander unabhängigen und nur durch ein Ich verbundenen Geschichten erzählt. Wie einen kartographischen Atlas kann ein Leser auch den Atlas eines ängstlichen Mannes aufschlagen, wo immer er will, kann mit den letzten Seiten beginnen oder am Anfang – und wird stets inmitten der Welt sein. Am Ende jeder Episode holt der Erzähler Atem, setzt nach kurzen oder längeren Pause mit einem Ich sah von neuem an und versetzt sich selbst und seine Zuhörer oder Leser allein nach den Gesetzen der freien Assoziation an einen anderen, weit entfernten oder allernächsten Ort. Schließlich kann in unserer Erinnerung etwa ein verfallener Bootssteg an einem See im Brandenburgischen durchaus neben einem Pfahlbau am Oberlauf des Yangtsekiang aus dem Wasser ragen.
Geständnisse eines Touristen
 

Mehr zu diesem Buch

Lesetipps

Tagebuch eines Lesers
Tagebuch eines Lesers
Fischer Taschenbuch Verlag
Taschenbuch
0 Artikel  0.00 €