Herausgeber: Brigitte Bermann Fischer + Gottfried Bermann Fischer

In Memoriam S. Fischer

Hardcover
Preis € (D) 12,50 | € (A) 12,90 | SFR 18,50
ISBN: 978-3-10-050303-9
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Buchdetails

152 Seiten, Leinen
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-050303-9
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Inhalt

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Über Brigitte Bermann Fischer + Gottfried Bermann Fischer

Brigitte Bermann Fischer, allenthalben »Tutti« genannt, wird am 5. März 1905 in Berlin als zweites Kind von Hedwig und Samuel Fischer geboren. Als etwa 20-jährige lernt sie Gottfried Bermann im Hause des Verlegers Bruno Cassirer kennen. Nach einer zunächst heimlichen Verlobung erfolgt die Heirat wenig später im Februar 1926. An der Seite ihres Mannes steht sie die Flucht vor den Nazis und die Jahre der Emigration durch, die beide nach Österreich, Schweden und die USA führen. Nach der Rückkehr aus dem Exil und der Teilung des Verlags ist Brigitte Bermann Fischer (die das Setzerhandwerk erlernt hatte und ausgebildete Kalligraphin war) weit mehr als eine Verlegergattin, sondern, so würde man heute sagen, erfolgreiche Managerin – die zum Beispiel maßgeblich den vertrieblich-werblichen Auftritt des Hauses bestimmt und erfolgreich vorantreibt. Ab 1963 ziehen sich Brigitte und Gottfried Bermann Fischer aus Altersgründen aus der Verlagsleitung und aufs Altenteil in die Toskana zurück, während der Verlag schrittweise an Georg von Holtzbrinck verkauft wird. Brigitte Bermann Fischer stirbt am 28. Mai 1991.

Fischer, Brigitte: Sie schrieben mir oder Was aus meinem Poesiealbum wurde, München (dtv)
Stach, Reiner (Hrsg.): Gottfried Bermann Fischer, Brigitte Bermann Fischer. Briefwechsel mit Autoren, Frankfurt a. M. 1990

Mehr über Brigitte Bermann Fischer

Gottfried Bermann Fischer wird am 31. Juli 1897 im oberschlesischen Gleiwitz als Gottfried Bermann geboren. Nachdem er 1915 als Freiwilliger in den Krieg gezogen ist, nimmt er nach seiner Rückkehr das Studium der Medizin auf. Nach seiner Promotion verschlägt es ihn als Assistenzarzt nach Berlin. Er lernt er dort über das gemeinsame Musizieren Brigitte Fischer kennen. Nach ihrer Verlobung überzeugt Samuel Fischer, der nach dem Tod seines Sohnes Gerhart 1913 einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht, Gottfried Bermann, den medizinischen Beruf aufzugeben und in den Verlag einzutreten, was dieser im Herbst 1925 auch tut. Im Jahr darauf folgt die Hochzeit, und Gottfried Bermann fügt den Familiennamen seiner Frau dem seinen an. 1928 wird er Geschäftsführer des S. Fischer Verlags. Der Versuch, den Verlagsbetrieb auch in der NS-Zeit in Deutschland fortzusetzen, scheitert an der immer stärkeren antisemitischen Repression - es folgt die Emigration 1936, zunächst nach Wien, dann, nach dem »Anschluss« Österreichs, nach Stockholm, schließlich in New York - stets unter schwierigsten Bedingungen Verlage gründend und betreibend. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt er nach Europa zurück, leitet aber aufgrund der komplizierten und instabilen Rechtsverhältnisse den Verlag zunächst von Stockholm, dann von Amsterdam aus, bis es 1950 (nach der endgültigen Trennung von Peter Suhrkamp) zur Ansiedlung des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main kommt. Ab 1963 ziehen sich Brigitte und Gottfried Bermann Fischer aus der aktiven Verlagstätigkeit zurück und übersiedeln in die Toskana. Die Besitzanteile des Verlags werden schrittweise an Georg von Holtzbrinck verkauft. Gottfried Bermann Fischer stirbt am 17. September 1995.

Bermann Fischer, Gottfried: Bedroht, bewahrt, Frankfurt a. M. 2001
Bermann Fischer, Gottfried: Wanderer durch ein Jahrhundert, Frankfurt a. M. 1994
Stach, Reiner (Hrsg.): Gottfried Bermann Fischer, Brigitte Bermann Fischer. Briefwechsel mit Autoren, Frankfurt a. M. 1990
Mendelssohn, Peter de (Hrsg.): Thomas Mann. Briefwechsel mit seinem Verleger Gottfried Bermann Fischer 1932-1955, Frankfurt a. M. 1975
Nawrocka, Irene (Hrsg.): Carl Zuckmayer, Gottfried Bermann Fischer. Briefwechsel [Band 1: Briefe 1935-1977; Band 2: Kommentar], Frankfurt a. M. 2007

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© Stefano Daroni
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