Josef Haslinger

Phi Phi Island

Taschenbuch
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-596-18182-7
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Buchdetails

208 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-18182-7
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Cover »Phi Phi Island«
Phi Phi Island
Preis € (D) 17,90
ISBN: 978-3-10-030059-1

Inhalt

Am 26. Dezember 2004 löste ein Seebeben vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra eine Flutwelle aus. Der Tsunami tötete und verletzte Hunderttausende, machte unzählige heimatlos, zerstörte ganze Landstriche. Auch die wenige Kilometer vor der Westküste Thailands gelegene Insel Koh Phi Phi wurde von der verheerenden Naturkatastrophe schwer getroffen. Josef Haslinger und seine Familie verbrachten hier ihren Weihnachtsurlaub und hatten Glück. Sie überlebten.

Pressestimmen

»Wir können über ein Stück Literatur berichten, ein präzises, erschütterndes Dokument und einen atemberaubenden Bericht, der Unfassbares in Worte fasst. Haslinger erzählt, als ginge es beim Schreiben selbst noch einmal ums Überleben, als sei der Schreibakt die einzige Möglichkeit, aus der Flut der Erinnerungen aufzutauchen.«
Susanne Zobl, News, 1.3.2007

»Josef Haslinger hat ein mitreißendes und aufwühlendes Buch geschrieben. ›Phi Phi Island‹ zieht den Leser hinab zu den Fragen, die auf dem Bodengrund menschlicher Existenz liegen: Was macht das Leben wirklich lebenswert? Was bin ich bereit, für meine Mitmenschen zu tun? Und was bleibt am Ende - außer dem Tod?«
Florian Breitmeier, NDR Kultur, Matinée, 9.3.2007

»Durch dieses Buch entstehen Bilder, die CNN nicht zeigen konnte. Und es ist gut, dass es jetzt erst erscheint.(...) Man stirbt fast mit in diesem Tsunami-Buch.« Peter Pisa, Kurier, 10.3.2007

»Mit großer Sachlichkeit und beklemmender Wucht.«
Birgit Warnhold, Die Welt, 10.3.2007

»Aus Haslingers genauem, gleichermaßen nüchternem wie mitfühlendem Bericht spricht bewunderswert eindeutig die Stimme eines Menschen, für den auch unter den Extrembedingungen des Post-Tsunami-Chaos zivilisatorische Regeln ausnahmslos ihre Gültigekit behielten.«
Julia Kospach, Österreich, 10.3.2007

»Auf beeindruckende Weise zeigt er, dass die Realität die menschliche Existenz oft brutaler und damit genauer vermisst, als viele Romanwelten es können.«
Jana Hensel, Welt am Sonntag, 18.3.2007

»Doch bedient der Autor nicht jenen Voyeurismus, der bei Katastrophen gerne aufbricht. Er verteidigt vielmehr die individuellen Schicksale, das je einzelne Erleben von Todesangst und willkürlich scheinender Rettung - kein weiterer Augenzeugenbericht zur Ablage ins kollektive Gedächtnis, sondern eine Reintegration des Außerordentlichen in eine erzählbare Lebensgeschichte, die gegen fragmentierte Medienrealität aufrechterhalten wird. Etwas, was Haslinger auch am Leipziger Literaturinstitut seinen Studenten beizubringen sucht.«
rbb Inforadio, 20.3.2007

»Das Buch überzeugt durch seine Nüchternheit und Detailtreue in der literarischen Verarebitung, durch eine packende Sprache, die nie übertreibt, aber mitreißt, es verzichtet angesichts von aktuellen Debatten um Klimaschutz, Wetterkatastrophen und Flugreisen auf moralische Zeigefinger.«
Norbert Schreiber, Hessischer Rundfunk, 21.3.2007

»Die Sprache ist exakt, der Autor sprachmächtig im besten Sinn. Es ist ein völlig offenes Buch, an dem man auch den Unterschied zwischen literarischem Kalkül und gutem Handwerk erkennen kann. Dieses Buch ist vor allem deshalb eine Sensation, weil es das ist, was es ist: ein Bericht - ernsthaft und genau. Und weil in diesem Buch nie (so zumindest der Eindruck) mit doppeltem Boden gearbeitet wird.«
Alfred Goubran, Der Standard, 24.3.2007

»übt gerade deshalb einen unheimlichen Sog aus, weil sich der Autor keine Sentimentalität erlaubt.«
Thorsten Keller, Kölner Stadtanzeiger, 24.3.2007

»Die Schilderung ist mitreissend und traurig; gerade weil Haslinger das große Drama so undramatisch beschreibt.«
Max, April 2007

»Das hochreflexive, skrupulöse Bemühen, ein real-biografisches Trauma mit den Mitteln der Erzählkunst zur Sprache zu bringen, erinnert an Jan Philipp Reemtsmas Buch über seine Entführung ›Im Keller‹. Als hilfreich erweist sich, dass Haslinger andere Opfer zu Wort kommen lässt und, wie um sich an das selbst Erlebte heranzutasten, von den Schicksalen von Urlaubern, Aussteigern, Tauchlehrern und Barbesitzern erzählt. So ist dem österreichischen Romancier viel mehr als ein bloßer Augenzeugenbericht geglückt.«
Oliver Pfohlmann, taz, 10.4.2007

»Er hat, wie er zu Beginn des Buches zugibt, auch kurz daran gedacht, ›nicht direkt von mir selbst zu schreiben, sondern die geschichte literarisch zu verarbeiten‹ . Zum Glück hat er es nicht getan, denn vermutlich hätte das Buch dann nicht solche Intensität, Glaubwürdigkeit und Direktheit entwickelt. Literarisch gelungen ist es doch - und Haslinger bestärkt einem in dem nicht unangenehmen Gefühl, dass es trotz aller medialen Konkurrenz noch immer die Dichter sind, die uns die Welt in all ihrem Glück und Schrecken besonders nahe zu bringen wissen.« Gerald Schmickl, Wiener Zeitung, 10.4.2007

»Eine Konfrontation mit dem irrationalen, plötzlich einbrechenden Tod - im Rückblick wurde daraus dieses Buch, das mehr ist als der Bericht, für den Haslinger es ausgibt. Es ist ein Stück Literatur, das den Tsunami näher rücken lässt als irgendeine Fernsehdokumentation, von denen es zuhauf gab nach dem 26. Dezember 2004. (...) Die Erinnerungen, die Haslinger hier vorlegt sind von bemerkenswerter Eindringlichkeit und bar von jeglicher Sensationslust.«
Katrin Schumacher, NDR Info, 2.5.2007

»Das Buch des Österreichers gehört - wohl auch wegen seiner unmittelbaren Wirkung - zu den wichtigsten, literarisch qualitätvollsten und berührendsten Texten auf dem aktuellen Buchmarkt.«
dpa, 21.5.2007

»Josef Haslinger hat nicht bloß einen Bericht geschrieben, sondern ein literarisches Werk von Rang.«
Ulrich Greiner, Die Zeit, 31.5.2007

»Das Buch des Österreichers gehört zu den berührendsten Texten auf dem aktuellen Buchmarkt.«
Münchner Merkur, 18.6.2007

»Haslinger zeigt in den besten Momenten, dass Worte oft anschaulicher sind als die vielen TV-Bilder, von denen wir damals überflutet wurden.« Lutz Wendler, Hamburger Abendblatt, Buch der Woche, 13.6.2007

»Es ist kein Therapiereport, vielmehr gelingt Haslinger eine ergreifende existenzielle Studie.«
Rheinischer Merkur, 14.6.2007

»Josef Haslinger organisiert sein Material mit unauffälligem Raffinement, in Rückblenden und Vorausdeutungen, in Schnitten und Überblendungen, bei denen die erinnerten Bilder im Kopf mit den digitalen der Monate später zurückgeschickten Videokamera wechseln. Auch diese Versiertheit macht den Text zu einem Stück Literatur. Mehr noch: die literarische Qualität macht die Lektüre dieser wahren Geschichte, die das Leben mit ziemlich dickem Griffel schrieb, überhaupt erst erträglich.«
Julia Schröder, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 1.7.2007

»Die Art, wie Josef Halinger die Erinnerungen montiert, ihnen einen Spannungsbogen verleiht und Schwerpunkte setzt, macht sein Buch zu einem übewältigen Leseerlebnis.«
Thomas Schaefer, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 3.7.2007

»Geradezu behutsam wirkt Haslingers Sprache, vorsichtig und tastend erforscht sie die verheerenden Ereignisse und den persönlichen Umgang damit. (...) Haslinger erzählt höchst eindrucksvoll vom Kampf ums Überleben, von Schrecken und Angst und größter Not - und so vom Geschenk des Lebens.«
Spiegel, 16.7.2007

»›Phi Phi Island‹ ist ein kleines Meisterwerk.«
Frank Ufen, Die Märkische, 18.8.2007

Über Josef Haslinger

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ›Opernball‹, 2000 ›Das Vaterspiel‹, 2006 ›Zugvögel‹, 2007 ›Phi Phi Island‹. Sein letztes Buch ›Jáchymov‹ erschien im Herbst 2011. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

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Josef Haslinger
Foto: Jürgen Bauer
Phi Phi Island
 

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