Robert Gernhardt

Später Spagat

Lyrik
Taschenbuch
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-596-17570-3
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Buchdetails

Lyrik
128 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17570-3
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Cover »Später Spagat«
Später Spagat
Preis € (D) 14,90
ISBN: 978-3-10-025509-9

Inhalt

Die Gedichte dieses Bandes entstanden – von leicht erkennbaren Ausnahmen abgesehen – in den letzten drei Jahren. Dies gilt für den Inhalt beider Abteilungen.
»Später Spagat« versucht noch einmal jene Verbindung von Standbein und Spielbein, Ernstbein und Spaßbein, Verschlüsselbein und Entschlüsselbein, die bereits das Ziel meiner vorherigen Gedichtbände gewesen ist.
Nur daß ich diesmal die Aufsatzpunkte des Spagats so reinlich als es ging geschieden habe, wohl wissend, daß auch dieser Spagat eine Mischung wird überbrücken müssen oder doch zumindest können: Jedes noch so ernst gedachte Gedicht kann beim Leser eine untergründige Freude daran erwecken, daß es dem Autor gelungen ist, Worte für das Schwersagbare zu finden. Zugleich vermag der gleiche Leser die Ernsthaftigkeit wahrzunehmen, mit welcher der Autor versucht hat, seinen heiteren Gebilden eine gewisse Dauer zu verleihen.
Ob mir diese Mischung geglückt ist? Darüber mögen andere befinden.
Robert Gernhardt

Pressestimmen

»Über Krankheit und Tod so dichten, dass man lachen muss, obwohl einem eigentlich das Lachen im Hals stecken bleiben will, das konnte nur Robert Gernhardt.‹«
Wolfgang Prosinger, Der Tagesspiegel, 5.7.2009

»Der Dichter hat mit ›Später Spagat‹ sein Feld gut bestellt, die Ernte für den Leser ist überreich. Diese Gedichte werden bleiben.«
Johannnes von der Gathen, dpa 17.7.2006

»Am Tag vor seinem Tod hat Gernhardt die Arbeit an diesem Band abgeschlossen,
und damit sein Lebenswerk vollendet. Es sind sicher die schönsten Gedichte, die
er je geschrieben hat. ›Später Spagat‹ meint den Sprung vom ›Standbein‹, das ihm wegbricht, aufs ›Spielbein‹, das ihm bis zum Ende geblieben war. Er spricht von Krankheit, Schmerz und Abschied, traurig und heiter zugleich. Er führt uns schmerzlich schön (in einem poetischen Triumphzug) durch die ›Landschaft seiner Niederlagen‹.«
Martin Lüdke, SWR-Bestenliste, 8/06

»In zwei Sektionen - ›Standbein‹ und ›Spielbein‹ - sind diese Gedichte aufgeteilt, und sie zeigen alle Qualitäten, die Robert Gernhardt zu einem intelligenten, gewitzten und liebenswürdigen Autor machten. (...) ›Später Spagat‹ ist ein todtrauriges Buch, das zu Tränen rührt, wiewohl Robert Gernhardt klug genug war, seinen Lesern kein eilfertiges Mitleid abzuverlangen. Das gewohnt kesse und einfallsreiche Spiel mit Reimen und Rhythmen will dem nahenden Tod keine völlige Macht über das Denken und Fühlen einräumen; solange die verbalen Pfeile abgefeuert werden, ist Hoffnung.«
Rainer Moritz, Deutschlandradio Kultur, 19.7.2006

»Verdichtung läuft bei diesem Autor nicht auf Verdunkelung hinaus, sondern auf Klärung.«
Patrick Bahners, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.7.2006

»Ein veritables Vermächtnis«
Lothar Müller, Südddeutsche Zeitung, 22.7.2006

»Einen wie Gernhardt wird es nicht mehr geben. Den Verlust kann ermessen, wer den letzten, noch vom Dichter betreuten Gedichtband ›Später Spagat‹ zur Hand nimmt.«
Augsburger Allgemeine, 19.7.2006

»Sie vollführen noch einmal den Spagat zwischen listiger Heiterkeit und bitterem Ernst, der zu seiner lyrischen Grundhaltung geworden ist.«
Jörg Magenau, taz, 22.7.2006

»Viele Verse sind zum Heulen gut.«
Bernd Berke, Westfälische Rundschau, 22.7.2006

»Zugegeben, ein hohes Alter war Gernhardt nicht vergönnt, aber was er schrieb, war bis zum Schluß witzig und weise und frech und wahr.«
Uwe Wittstock, Die Welt, 29.7.2006

»Sehr groß ist das, was er hinterlassen hat.«
Mareike Müller, Financial Times, 1.8.2006

»Gernhardt war eine große Ausnahme innerhalb der Gegenwartsliteratur: als Schriftsteller spät, dann aber nachdrücklich von der Kritik beachtet, bei Lesern schnell als Meister des Sprachspiels und der packenden Pointe beliebt, vermochte er den großen literarsichen Themen unerhörte Leichtigkeit und so noch größere Dringlichkeit zu geben. Als nur noch wenig Hoffnung bestand, entstanden Verse von so tiefer Traurigkeit, dass sie wahrlich zu Herzen gehen.(...) Haltung war es, die ihm Rückhalt gab, auch in poetischer Hinsicht: strenge Form und melancholisches Spiel kommen zur Perfektion.«
Der Spiegel, 7.8.2006

»Sehr schön, sehr komisch, sehr traurig.«
Denis Scheck, Der Tagesspiegel, 7.8.2006

»Ein letztes Mal grandioser Nonsens, erdacht vom größten Humoristen unter Deutschlands Dichtern.«
Focus, 7.8.2006

»Es ist typisch für Robert Gernhardt, dass er seiner Krankheit mit ernster, aber auch mit viel komischer Lyrik zu Leibe gerückt ist.«
Stern, 3.8.2006

»Kann man mit dem Entsetzen Scherze treiben? Man kann. Robert Gernhardt hat es zur Meisterschaft gebracht- in seinem letzten posthum erschienenen Gedichtband ›Später Spagat‹.«
Michael B. Berger, Hannoversche Allgemeine, 7.8.06

»Der Antrieb seiner immensen Produktion waren - neben der Sprachlust - sein polemisches Temperament, sein Spaß am Sarkasmus, sein genialer Hohn aufs routinierte Dasein (durchaus auch aufs eigene). Dass der Hauptgegner zuletzt der Tod war, der Krebs, minderte seine Streitbarkeit nicht - gerade davon zeugt der späte Band.«
Dieter Hildebrandt, Die Zeit, 10.8.2006

»Artistisch zieht dieser Autor alle Register. Und wenn Humor eine Gabe der richtigen Mischung aus hellen und dunklen Empfindungen ist, eine Kunst des Ausgleichs, ist Gernhardt ein Humorist von Gnaden.«
Martin Krumbholz, Neue Zürcher Zeitung, 16.8.2006

»Seine Reime funkeln wie Diamanten«
Alex Dengler, Bild am Sonntag, 27. 8. 2006

»So inszeniert ein Klassiker seinen Abgang aus der Welt - und ein Klassiker des Komischen war Gernhardt allemal.«
Wiglaf Droste, Literaturen, 9/ 2006

Über Robert Gernhardt

Robert Gernhardt (1937-2006) lebte als Dichter und Schriftsteller, Maler und Zeichner in Frankfurt/ Main und in der Toskana. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Heinrich-Heine-Preis und den Wilhelm-Busch-Preis. Sein umfangreiches Werk erscheint bei S. Fischer, zuletzt ›Was das Gedicht alles kann: Alles. Texte zur Poetik‹ (2010) und ›Toscana mia‹ (2011).

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Robert Gernhardt
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Später Spagat
 

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