Zeitgenössische Literatur (deutschsprachig)

Eine turbulente Weihnachts­ge­schichte

Antje Rávic Strubel Vom Dorf

Antje Rávic Stru­bel schreibt Weih­nachts­ge­schich­ten und erzählt von dem Wahn­sinn, Schrift­stel­le­rin zu sein. Kurz vor dem Fest bedroht der Ver­mie­ter die Hel­din der Geschich­ten, ihre Freun­din vom Dorf wird ent­führt und ihr Chef for­dert gerade im Advent Unmög­li­ches von ihr. Tur­bu­lente Weih­nachts­ge­schich­ten von Antje Rávic Stru­bel – oder von einem Fäl­scher, der unter ihrem Namen das Manu­skript an den Ver­lag geschickt hat? Sie schreibt zwar ihrem Bru­der jedes Jahr eine Weih­nachts­ge­schichte,...

Gedichte und Interpre­ta­tionen

Frankfurter Anthologie

Als Mar­cel Reich-Rani­cki vor vier Jahr­zehn­ten die ›Frank­fur­ter Antho­lo­gie‹ begrün­dete, war nicht abzu­se­hen, wie lange die­ses Expe­ri­ment Bestand haben würde. Und auch nach vier­zig Jah­ren ist der Vor­rat deut­scher Poe­sie kei­nes­wegs auf­ge­braucht. Den­noch war es an der Zeit für eine Öff­nung. So wid­met sich die ›Frank­fur­ter Antho­lo­gie‹, die seit Okto­ber 2014 von Hubert Spie­gel betreut wird, jetzt auch der Poe­sie aus aller Welt: Neben deutsch­spra­chi­gen Gedich­ten wird seit dem letz­ten Band auch fremd­spra­chige Lyrik behan­delt.

Ein so kluger wie berührender Roman

Monique Schwitter Eins im Andern

Eines Abends, als die Erzäh­le­rin in Schwit­ters Roman nach ihrer ers­ten Liebe goo­gelt, erfährt sie, dass er sich vor fast fünf Jah­ren aus dem ach­ten Stock gestürzt hat. Sie ist scho­ckiert und beginnt eine große Recher­che: Wer waren die zwölf wich­tigs­ten Män­ner in ihrem Leben? Und was ist eigent­lich mit der aktu­el­len Liebe los? Der sitzt in sei­nem Zim­mer und checkt Mails oder sieht fern …

Aufrichtig und berührend

Sarah Kuttner 180 Grad Meer

Nach­dem ihr Vater die Fami­lie ver­las­sen hat, ist Jule mit ihrem Bru­der und ihrer selbst­mord­ge­fähr­de­ten Mut­ter auf­ge­wach­sen. Als Erwach­sene hat sie sich einen All­tag geschaf­fen, in dem sie alles nur noch irgend­wie erträgt: ihren Job als Sän­ge­rin, die unzäh­li­gen Anrufe ihrer Mut­ter, den gan­zen Hass in ihr, der sie fast ver­schwin­den lässt. Als auch ihre Bezie­hung zu brö­ckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bru­der nach Eng­land, auf der Suche nach Ruhe und Anony­mi­tät. Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Ster­ben liegt ...

Poetischer Grenzgang

Anne Weber Kirio

Wer ist Kirio? Ein selt­sa­mer Vogel, ein Ver­rück­ter, ein Hei­li­ger? Seine Spur fin­det sich zuerst in Süd­frank­reich und ver­liert sich im Hanau der Brü­der Grimm. Kirio läuft gerne auf den Hän­den und stellt auch sonst alles auf den Kopf. Er spielt Flöte und redet mit Stei­nen und Fle­der­mäu­sen ebenso selbst­ver­ständ­lich wie mit Men­schen. Er nimmt alles für bare Münze, bis auf die bare Münze selbst. Er voll­bringt Wun­der über Wun­der und merkt es nicht. Wer also ist die­ser Kirio?

Geheim­nis­volles Berlin

Antje Rávic Strubel Fremd Gehen

Daniel Still­mann, Stu­dent im sieb­ten Semes­ter der Mathe­ma­tik­wis­sen­schaft, mag keine Pro­bleme, für die es genau zwei ein­an­der wider­spre­chende Lösun­gen gibt. Als er Zeuge eines Ver­bre­chens an der Kreuz­ber­ger Admi­rals­brü­cke wird, läßt ihn die kalte Logik sei­ner For­meln im Stich. Er steht vor einer gro­ßen Unbe­kann­ten, gerät in eine Spi­rale aus Angst und fürch­tet immer mehr, die Geschichte eines ande­ren zu leben.

Eine Famili­ensaga der besonderen Art

Feridun Zaimoglu Siebentürmeviertel

Wolf weiß nicht, wie ihm geschieht. Nach dem Tod sei­ner Mut­ter hat er bei sei­nem Vater gelebt, muss mit ihm aber nach einer War­nung vor der Gestapo plötz­lich Deutsch­land ver­las­sen. Es ist das Jahr 1939, und Wolf fin­det sich in Istan­bul wie­der, in der Fami­lie von Abdul­lah Bey, eines ehe­ma­li­gen Arbeits­kol­le­gen sei­nes Vaters. Das Sie­ben­tür­me­vier­tel ist einer der schil­lernds­ten Stadt­teile der Metro­pole, in der Reli­gio­nen und Eth­nien in einem span­nungs­rei­chen Neben­ein­an­der leben. Was als vor­über­ge­hende Maß­nahme gedacht war, wird zu einer Dau­er­lö­sung, und Wolf muss sich zurecht­fin­den in die­sem über­wäl­ti­gen­den Kos­mos.

Eine wunderbare Suche nach sich selbst

Klaus Böldl Der Atem der Vögel

Seit zwei Jah­ren lebt Phil­ipp auf den Färöer Inseln nörd­lich von Schott­land. Er, ein Deut­scher Mitte drei­ßig, ist ein Ein­zel­gän­ger, seine Tage ver­bringt er mit aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gän­gen durch die raue Natur. Von sei­ner Lebens­ge­fähr­tin Johanna, einer Kran­ken­haus­ärz­tin, ent­frem­det er sich immer mehr, mit ihrer klei­nen Toch­ter Rannvá hin­ge­gen ver­bin­det ihn ein stil­les Ein­ver­neh­men. Als Johanna und Rannvá auf eine Reise gehen, macht sich auch Phil­ipp auf den Weg: Er beginnt eine Wan­de­rung über die Inseln ...

Über die Relevanz des Gedichts

Monika Rinck Risiko und Idiotie

In ihrer Essay­samm­lung strei­tet Monika Rinck für die Rele­vanz des Gedichts und fragt nach den freund­li­che­ren Mög­lich­kei­ten des Unver­ständ­li­chen und Idio­ti­schen, des Alber­nen und Über­spann­ten. Dich­ter, Leser und Idiot haben sich auf­ge­macht, die bren­nends­ten poe­to­lo­gi­schen Fra­gen der letz­ten Jahre zu beant­wor­ten. Und weil es um das Gedicht geht, geht es immer auch um die Welt, in der wir leben und um unsere Gegen­wart ...

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