Neue Rundschau 3/2010 Zur Übersicht

Neue Rundschau 2010/3

Neue Rundschau 3/2010
272 Seiten
Preis € 12,00
ISBN 978-3-10-809082-1

Inhalt

Heft 2/2010 - Inhalt

Vladimir Arsenijević
Eine Minute: Dumbos Tod

Saša Ilić
Das Chinesenviertel

Sreten Ugričić
An den unbekannten Helden

Laslo Blašković
Totenmaske

Vule Žurić
Tage des Käses und der Militärmusik

Vladimir Pištalo
Millennium in Belgrad

Igor Marojević
Perast

Jovan Nikolić
Kurzprosa

Goran Samardžić
Waldgeist

Mirjana Novaković
Was verloren ist

Srdjan Valjarević
Tagebuch eines anderen Winters

Vladimir Kecmanović
Felix

Svetislav Basara
Falseland. Das Land der Fälscher

Otto Horváth
Gedichte

Zvonko Karanović
Gedichte

Nenad Milošević
Gedichte

Ana Ristović
Gedichte

Dragoslav Dedovi´c
Gedichte

Miloš Živanović
Gedichte

Dragoslav Dedović
Serbische Literatur – Literatur aus Serbien

Carte Blanche

Clemens Meyer
Reise durch die Berge


Beilage

Igor Marojević
Ankleben verboten!
Ratschläge zur Herstellung von Texten

Editoral

Wenn wir von der europäischen Literatur sprechen, denken wir an die skandinavische, spanische, natürlich auch deutschsprachige Literatur, manchmal auch an die ungarische und russische. Aber denken wir auch an die Literatur aus Südosteuropa? An die aus Serbien? Dabei liegt Belgrad gerade mal zwei Flugstunden von Frankfurt entfernt – also mitten in Europa.
Aus historischen Gründen hat Serbien immer schon zwischen allen europäischen Stühlen gesessen, sein Platz war und ist bis heute sicher nicht der bequemste. Ein näherer Blick in die Historie macht klar – innerhalb von Europa ist Serbiens Geschichte eine der kompliziertesten, die zu beurteilen, Wissen voraussetzt. Auf jeden Fall gewinnt man den Eindruck, auch wenn man nur wenige Tage dort ist, dass Serbiens Wirklichkeit eine ganz andere ist, und zwar eine so reizvolle, dass wir uns entschlossen haben, in dieser Ausgabe der Neuen Rundschau, Serbiens Schriftsteller der jüngeren Generation zu Wort kommen zu lassen. Und Serbien hat zahlreiche Schriftsteller. Wie sich nun Serbiens Prosautoren und Lyriker zu dieser Wirklichkeit verhalten, oder vielleicht gar nicht verhalten, zeigen die hier versammelten Romanauszüge, Erzählungen und Gedichte. Dass es sich nur um einen Einblick, keinen Überblick handelt, versteht sich von selbst. Der aufschlussreiche Essay von Dragoslav Dedović hilft uns, Serbiens Literatur besser einzuordnen. Ein glücklicher Zufall war, dass unabhängig vom Entstehen dieser Ausgabe, Clemens Meyer anlässlich des Erscheinens seines Buches Die Nacht, die Lichter auf Serbisch und Kroatisch auch in Belgrad war. Er schildert seine Eindrücke des Landes für und mit uns von deutscher Seite aus.
Bei der Auswahl der Texte standen Alida Bremer und Dragoslav Dedović sehr hilfreich zur Seite. Wir möchten an dieser Stelle beiden ganz herzlich für Hinweise und Empfehlungen danken, ohne sie wäre diese Ausgabe nicht zustande gekommen. Außerdem danken wir TRADUKI für die freundliche und großzüge finanzielle Unterstützung des Projektes. Und jetzt geben wir das Wort Serbiens Schriftstellern.
i. k.
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