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Neue Rundschau 2011/3

Neue Rundschau 3/2011
192 Seiten
Preis € 12,00
ISBN 978-3-10-809086-9

Inhalt


Samuel Fischer, Verlag
Marion Brasch Hermann Hesse kauft eine Schreibmaschine
Dieter Forte Das Fischernetz
Georges-Arthur Goldschmidt Quai des Orfèvres
Lukas Hammerstein Ehre deinen Verlag
Gregor Hens Barbara Hoffmeister S.Fischer gesichtet
Felicitas Hoppe Beidhändig
Ricarda Junge Ein ehrenwertes Haus
Henning Kober Der magische Moment
Uwe Kolbe Eine Überlagerung
László Krasnahorkai Der Dialog von Liptószentmiklós
Reiner Kunze Kleines Nachwort für ein Fahrtenbuch
Michael Lentz Weißensee
Rainer Merkel Ein Teil der Verlagsgeschichte
Thorsten Palzhoff Sonntag, fast einer von uns
Christoph Ransmayr Auf und davon
Manuela Reichart Besuch aus Dänemark
Viola Roggenkamp
Claudia Rusch Quid pro quo
Corinna Schnabel
Sjón Tutti im Land der Tiere
Peter Stamm Man nehme ... Ein Verleger zwischen Wille und (Back-)Wahn
Marlene Streeruwitz
Adam Thirlwell Samuel Fischer in der Zukunft
Stephan Wackwitz Besuch in Liptovský Mikuláš
Anne Weber Die Frische des Sonnenaufgangs. Gedanken zu Florens Christian Rang
Markus Werner Fisch und Vogel
Roger Willemsen Die Raupe
Yu Hua Wie ich Samuel Fisher Geschichten erzählte

Lyrikradar
Uljana Wolf spitzen
Lajser Ajchenrand Gedichte
Hubert Witt Lajser Ajchenrand. Zum Centenarium eines großen jiddischen Dichters
Barbara Köhler The Cat State
Barbara Köhler The Most Beautiful Bragi Olafsson Gedichte

Carte Blanche
Ilse Aichinger findelkind
Marlene Streeruwitz Beim Lesen von Findelkind.
Hanns Zischler »sprach vom Kino seiner Kindheit und so fanden wir uns im Verschwinden«. Jenseits der Filmkritik – Ilse Aichinger im Kino
Stephan Wackwitz Über Unverständlichkeit
Wolfgang Hilbig Die ewige Stadt
Wilfried F. Schoeller Schicksalsreise. Alfred Döblins Flucht aus Frankreich
Clemens Meyer Laudatio auf Ina Hartwig
Ina Hartwig Die Kritik darf nicht aufhören. Dankesrede zur Verleihung des Alfred-Kerr-Preises

Das E-Archiv der Neuen Rundschau
Werkstattbericht aus der Redaktion
Das Elektronische Produkt
»Das eigene Gesicht im digitalen Spiegel«. Zur Digitalisierung von 120 Jahrgängen Neue Rundschau

Beilage
Roger Willemsen Ankleben verboten! Die Technik des Schriftstellers in 13 Thesen

Editoral

Am 1. September 1886, vor 125 Jahren, teilt der 26-jährige Samuel Fischer der Öffentlichkeit »ergebenst mit, daß ich unter der Firma: S. Fischer, Verlag, eine Verlagsbuchhandlung errichtet habe. Ich erbitte mir Ihr freundlichstes Interesse auch für meine ferneren Unternehmungen, über die ich mir nähere Mitteilungen vorbehalte.« Vier Jahre danach gründete Fischer die Zeitschrift Freie Bühne für modernes Leben, die heute unter dem Namen Neue Rundschau erscheint. Auch mit der Neuen Rundschau wollen wir den 125. Geburtstag des Verlags feiern.

Um freundliches Interesse haben also auch wir gebeten, nämlich die Autoren des Verlags. Was lag näher, als sie aufzufordern, einen Text über Ihren Verlag zu schreiben. Es sollte ein kurzer Text sein, der eine recherchierte, erlebte oder gerne auch eine erfundene Anekdote aus der Verlagsgeschichte erzählt: Ein Abendessen im Haus der Fischers, bei dem es zu einem wilden Streit zwischen Ibsen und Hauptmann kommt, eine zufällige Begegnung von Hofmannsthal und Döblin in der Sommerfrische in Bad Ischgl, der Weg des jungen Thomas Mann zu seinem neuen Verlag und sein erstes Treffen mit seinem Lektor. Das klingt alles vielleicht ein wenig brav, meinen Sie? So hatten wir es den Autoren geschrieben und ihnen die aufregenderen Fälle überlassen. »Heikel«, schrieb Samuel Fischer einmal, »ist die Tätigkeit des Verlegers, denn sein Material ist das selbständigste, das es gibt.« Sehen Sie also selbst, was dabei entstanden ist.

Die Neue Rundschau feiert den Verlag, der Verlag aber gleichzeitig auch die Neue Rundschau. Zum 125-jährigen Verlagsjubiläum wird nun in einer verlegerischen Großtat das gesamte Archiv der Neuen Rundschau digitalisiert und im Rahmen einer Datenbank zugänglich gemacht. Über 120 Jahre können jetzt durchsucht und durchstöbert werden, nach Autorennamen, Schlagworten oder im Volltext. Es ist erstaunlich und immer wieder verblüffend, was in der Neuen Rundschau wann und von wem alles veröffentlicht worden ist. Doch stöbern Sie selbst … Wie das technisch geht, erfahren Sie im letzten Teil des Heftes.
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