Interview mit Susanne Fröhlich

Frage: In deinem neuen Roman »Lackschaden« treffen wir wieder auf Andrea Schnidt. Sie scheint reifer und nachdenklicher geworden zu sein. Wie viel Zeit ist seit dem letzten Roman »Lieblingsstücke« vergangen und was hat sie denn alles erlebt?
Susanne Fröhlich: Andrea ist eben älter geworden, damit natürlich auch ein wenig reifer. Sie hat gemerkt, dass ihr Job lange nicht so glamourös ist wie gedacht, dass die Pubertät der eigenen Kinder richtig nerven kann und dass Männer mit den Jahren auch nicht immer besser werden. In ihr Leben hat sich eine gewisse Ernüchterung eingeschlichen. Sie ist auf der Suche und fragt sich: Wie soll das alles weitergehen?
Frage: Das ist nun schon dein sechster Roman mit Andrea Schnidt. Wie nah seid ihr euch in den Jahren gekommen?
Susanne Fröhlich: Ziemlich nah. Ich mag Andrea, kann sie nicht immer verstehen, finde sie aber sympathisch. Andrea könnte eine gute Freundin sein ...
Frage: Wie arbeitest du an einem Buch? Weißt du, wenn du anfängst zu schreiben, schon wie es enden wird? Hast du den Handlungsverlauf schon vorher skizziert oder überrascht dich deine Heldin mit unvorhergesehenen Einfällen?
Susanne Fröhlich: Andrea Schnidt überrascht mich immer wieder. Klar mache ich, bevor ich zu schreiben beginne, einen Plan. Anfang und Ende stehen fest. Auch der grobe Handlungsverlauf ist skizziert. Während des Schreibens gibt’s aber immer wieder Szenen, die sich neu entwickeln ...
Frage: Würdest du sagen, dass sich deine Art zu schreiben über die Jahre verändert hat?
Susanne Fröhlich: Ich hoffe doch sehr, dass sich mein Schreiben entwickelt hat. So, wie sich im Leben alles entwickelt. Man lernt dazu, verändert sich, hat ab und an auch mal einen Erkenntnisgewinn und das schlägt sich natürlich auch im Schreiben nieder.
Frage: Du scheinst deinen Leserinnen aus dem Herzen zu schreiben. Vielen ergeht es ebenso wie Andrea Schnidt. Wie kommt es, dass du den Nerv so genau triffst?
Susanne Fröhlich: Schön, wenn es so ist ...
Ich lebe in einem ähnlichen Kosmos wie Andrea Schnidt. Ich habe Kinder, Freundinnen und kenne das ganze Theater rund um Kochen, Putzen, Hausaufgaben und Beine rasieren.
Frage: Was würdest du Andrea Schnidt gerne mit auf den Weg geben?
Susanne Fröhlich: Setz Dich durch, lass Dir weniger gefallen ... Denk mehr an Dich!

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