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Anne Weber im Gespräch
»So unglaublich nämlich ist ihre Geschichte und zugleich so furchtbar banal, dass man sie eigentlich gar nicht erzählen kann. Aus dieser Unmöglichkeit hat Anne Weber eine luftig leichte Märchen-Erzählung gesponnen, die das Gewicht der Welt – oder doch einer tonnenschweren Enttäuschung – zu stemmen vermag.«
Andrea Köhler, NZZ
»Entstanden ist eine stilistisch verführerische Neuauflage der uralten Klage über Liebesverrat. In diesem Buch klingt sie empört, wütend, dramatisch, aber auch ironisch, selbstironisch sogar. Betrogene aller Länder, dies ist eure Geschichte!« Sibylle Mulot, Spiegel Online
»Eine funkelnd ironische Geschichte«
Elmar Krekeler, Die Welt
»Anne Weber hat einen eleganten und sehr komischen Roman über eine missglückte Familiengründung geschrieben. Ein gründlich ausgeweidetes Thema, gewiss, aber so luftig-elegant wird nicht alle Tage davon erzählt.«
Kristina Maidt-Zinke, Die Zeit
»Die in Frankreich lebende Autorin Anne Weber hat mit ›Luft und Liebe‹ ihr bis jetzt bestes Buch veröffentlicht. Eine Liebes- und Verratsgeschichte, die mit starkem Plot und eigenwilligem Sprachstil überzeugt.«
Hans-Ulrich Probst, Schweizer Radio, DRS 2
»›Luft und Liebe‹ geht ein vermeintlich leichtes Thema mit spürbarer Unerbittlichkeit an. Eine Schicht nach der anderen wird abgetragen, eine schmerzende Wahrheit nach der anderen freigelegt. Und so erzählt das Buch zuletzt auch vom prekären Akt des Schreibens an sich.«
Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»›Luft und Liebe‹ ist ihr erster Liebesroman. Doch die scheinbare Leichtigkeit des Titels ist natürlich Täuschung. Was zunächst im Gewand einer herrlichen Märchenromanze daherkommt, entpuppt sich als handfeste Betrugsgeschichte. Zum großen Vergnügen für uns Leserinnen: Selten hat jemand mit so diebischer Lust über das Zerplatzen von Illusionen geschrieben - und über eine Rache, die jeden bösen Märchenprinzen das Gruseln lehren könnte.«
Franziska Wolffheim, Brigitte
»Anne Weber hat in ihrer französischen Umgebung offensichtlich gelernt, Herzensdinge à la Marivaux zu schildern, leicht, locker, zielgerichtet und intelligent. Auf leichte Art leicht zu sein ist eine Kunst, und dieses Kunststück hat die Autorin hier durchaus gemeistert.«
Jochen Jung, Tagesspiegel
»Ungewöhnlicher Liebesroman, bei dem ich oft geschmunzelt habe und mehr als einmal ziemlich überrascht war.«
Christine Westermann, WDR
»Ein modernes "Prinzessinnenbuch" das zeitgemäß die Liebesgeschichte der Beziehungssuchenden beschreibt. Die Protagonistin als Erfinderin, Autorin und Retterin der eigenen Person, eine neue Identität im Prosa-Roman. Zum Schluss kommt Spannung auf und die Geschichte wird unzweifelsfrei eine kleine Gaunergeschichte mit gekränkter Prinzessin. Ein kluger Roman und eine Geschichte die ohne viel Lasterhaftigkeit der Liebe das zeigt, was der heutige Liebesroman können muss. Die Sprache ist schnell luftig, aber gehaltvoll bleibend. Danke an die Autorin!« Anja Ciaxz, Buchhändlerin
Interview mit Anne Weber
Constanze Neumann: Im Frühjahr erscheint Ihr sechstes Buch, „Luft und Liebe“, und wieder haben Sie es auf Deutsch und Französisch geschrieben – welche Sprache ist zuerst da? Oder sind beide wirklich gleichberechtigt?
Anne Weber: Gleichberechtigt sind sie nicht: Das Deutsche ist und bleibt meine Muttersprache, und in dieser schreibe ich nun auch zuerst, bevor ich eine französische Fassung des fertigen Manuskripts erstelle. Meine ersten drei Bücher habe ich zuerst auf Französisch verfasst, und dann erst ins Deutsche übertragen; im Nachhinein erkläre ich es mir so, dass ich diesen Umweg über eine fremde Sprache brauchte, um mich an die Literatur heranzutrauen. Jedem Schreibenden muss es gelingen, eine Distanz zwischen sich, seine Person und seine Erfahrungen einerseits und die Sprache andererseits zu bringen. In eine fremde Sprache überzuwechseln ist ein sehr radikaler Weg, Distanz zu schaffen, da gibt es natürlich auch andere Mittel. Es war aber der Weg, den ich damals (übrigens gar nicht sehr bewusst) gewählt habe. Natürlich war mir das nur möglich, weil ich schon länger in Frankreich lebte und das Französische meine zweite Sprache geworden war.
Constanze Neumann: Könnte man sagen, Sie brauchen die Distanz der Fremdsprache nun nicht mehr, um zu schreiben, um sich Ihren Sujets zu nähern? Wie schaffen Sie jetzt diese Distanz? Sie schreiben, Sie mussten sich an die Literatur erst „herantrauen“. Entwickelt man von Buch zu Buch eine wachsende Vertrautheit, gar eine Routine? Oder empfinden Sie jedes neue Buch als Wagnis?
Anne Weber: Ja, vielleicht könnte man sagen, dass ich die Distanz der Fremdsprache jetzt nicht mehr brauche. Dass ich weiterhin zwei Fassungen meiner Bücher schreibe, hängt mehr damit zusammen, dass ich — vielleicht zu Unrecht — glaube, für diese Aufgabe geeigneter zu sein als jeder Übersetzer.
Eine angelernte Sprache betrachtet man immer ein bisschen von außen, sie ist nicht wie die Muttersprache Teil der eigenen Person. Ich denke, dass ich ein bisschen etwas von diesem Abstand, den ich notwendigerweise zum Französischen habe, mittlerweile auch auf mein Verhältnis zur deutschen Sprache übertragen habe. Das "Herantrauen" betrifft dabei weniger ein Sujet als die Tätigkeit des Schreibens als solche. Wer je in seiner Jugend ein großartiges Buch mit Staunen und Ergriffenheit gelesen hat, kann nicht einfach drauflos schreiben, als könnte er das aus dem Stehgreif auch. Das Deutsche war für mich wahrscheinlich deshalb besonders einschüchternd, weil ich meine ersten Leseerfahrungen in dieser Sprache gemacht habe.
Zur Routine ist das Schreiben bisher noch nicht geworden bei mir, zumal ich das Gefühl habe, dass jedes meiner Bücher sich sehr von den vorherigen unterscheidet. Allenfalls habe ich ein bisschen Selbstvertrauen und dadurch eine gewisse Freiheit hinzugewonnen. Aber es ist tatsächlich jedesmal ein Wagnis, und vielleicht bei "Luft und Liebe" ganz besonders.
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»Alles ist möglich, Engel, die Welt steht uns offen.«

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»In solchen Texten zeigt sich Peter Stamm auf der Höhe seiner Kunst.« Pia Reinacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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»Luft und Liebe« in Frankreich
»Luft und Liebe« ist im Januar 2010 unter dem Titel »Tous mes Voeux« bei Actes Sud in Frankreich erschienen (ISBN 978-2-7427-8800-2, 17 €).
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Preis € (D) 17,95 Preis € (A) 18,50 Preis SFR 27,50 (UVP) 192 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-10-091046-2
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