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Am 9. Februar 2010 feiert J. M. Coetzee seinen 70. Geburtstag
J. M. Coetzee Foto: Jürgen Bauer
 
»Einer der besten Schriftsteller der Welt.« Sunday Times

Die S. Fischer Verlage gratulieren J. M. Coetzee, einem ihrer renommiertesten Autoren, zum 70. Geburtstag.

J.M. Coetzee wurde am 9. Februar 1940 als Sohn eines Rechtsanwalts und einer Lehrerin in Kapstadt geboren.

Coetzee besuchte englischsprachige Schulen in der Kap-Provinz und absolvierte danach in Kapstadt ein Universitätsstudium in Literatur und Mathematik, das er 1961 abschloss. 1962 verließ er Südafrika, um in England als Computerprogrammierer für IBM zu arbeiten.

Sein Buch »Die jungen Jahre« behandelt die Zeit dieses Englandaufenthalts. 1965 zog er in die Vereinigten Staaten, wo er an der University of Texas in Austin Englisch für Anfänger unterrichtete.

1968 ging er als Assistenzprofessor für Englisch an die State University of New York in Buffalo, wo er seine Dissertation über Samuel Becketts Prosastil schrieb und 1969 den Doktorgrad erhielt.
Ab 1972 lehrte Coetzee als Dozent und ab 1980 als außerordentlicher Professor an der Universität von Kapstadt.

Seit 1984 war er dort Professor für allgemeine Literatur. Außerdem hatte er Dozenturen an der University of New York, der Harvard University und
der Johns Hopkins University inne und lehrte an der Universität Chicago. Seit 2002 hat Coetzee seinen Hauptwohnsitz in Adelaide, Australien.

1974 wurde Coetzees erster Erzählband »Dusklands« veröffentlicht. Mit den mehrfach ausgezeichneten Romanen »Waiting for the Barbarians« (1980) und »Life and Times of Michael K.« (1983) begründete er seinen internationalen Ruhm, der Roman »Disgrace« (dt. »Schande«, 1999) wurde, auch in Deutschland, zum Bestseller.

Auszeichnungen (u.a.): CNA Literary Award (1977; 1980; 1983), Geoffrey Faber Award (1980), Booker Prize (1983 und 1999), Prix Femina Étranger (1985), Ehrendoktorwürde der University of Strathclide/Scotland (1985), Jerusalem-Preis (1987), Premio Mondello (1994), Irish Times International Fiction Prize (1995), Spanischer Kulturpreis ›Königreich von Redonda‹ 2001, gleichzeitige Ernennung zum ›Fürsten von Redonda‹, Nobelpreis für Literatur 2003
›Die Frau mit den 5 Elefanten‹: ab 28.1. in den Kinos
Ein Film über Swetlana Geier
 
Swetlana Geier ist die größte Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche und eine charismatische Gestalt. Unlängst hat die 85-jährige ihr Lebenswerk beendet, die Neuübersetzung der fünf großen Romane von Dostojewskij, die fünf Elefanten genannt. Als junge Frau arbeitete sie als Dolmetscherin für die Deutschen im besetzten Kiew, verließ die Ukraine 1943 mit den deutschen Truppen und kehrte Zeit ihres Lebens nie mehr dorthin zurück. Zum Ende ihres Lebens hin ist Swetlana Geier an die unbetretbaren Orte ihrer Geschichte zurückgekehrt.

Der Film verwebt Swetlana Geiers Lebensgeschichte mit ihrem literarischen Schaffen und spürt dem Geheimnis dieser unermüdlich tätigen Frau nach.
»Luft und Liebe« in Frankreich
Cover der französischen Ausgabe von Luft und Liebe Actes Sud
»Luft und Liebe« ist im Januar 2010 unter dem Titel »Tous mes Voeux« bei Actes Sud in Frankreich erschienen (ISBN 978-2-7427-8800-2, 17 €).
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