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Interview mit Tana French
»Unsere Identität ist etwas sehr Verletzliches«

Im Roman ›Totengleich‹ geht es um ein Verwirrspiel mit dem Selbstbild. Krimiautorin Tana French über die Suche der Künstler nach Wahrheit, die Rolle Irlands und seiner Geschichte in ihrem Buch und die Bedeutung ihrer Schauspielausbildung für ihre literarische Arbeit.
db-mobil: In ›Totengleich‹ muss eine Ermittlerin den Mörder ihrer eigenen Doppelgängerin finden. Woher kam die Idee?
Tana French: Es begann bei einem Gespräch mit Freunden im Pub – so wie in Dublin eigentlich alles bei einem Gespräch im Pub beginnt … Wir redeten über die Theorie, dass jeder Mensch irgendwo ein Double hat. Wir fragten uns, wie es wohl wäre, seinem Double zu begegnen. Hätte man Gemeinsamkeiten,
abgesehen von den äußeren Ähnlichkeiten? Würde es die eigene Identität ins Wanken bringen, gerade wenn man im Moment der Begegnung vielleicht psychisch nicht so stabil wäre? Aus dieser Grundidee entstand ›Totengleich‹: Die Polizistin Cassie Maddox kommt zu einem Tatort und findet ein Mordopfer vor, das ihr nicht nur bis aufs Haar gleicht, sondern auch noch ihre alte Undercover-Identität benutzt hat – Lexie Madison. Cassie muss in Lexies Haut und Leben schlüpfen, um den Mörder aus seinem Versteck zu locken.
db-mobil: Wie bei Cassie und Lexie kann in Ihren Kriminalromanen die Grenze zwischen Opfern, Tätern und Ermittlern verschwimmen ...
Tana French: Am spannendsten finde ich Figuren am Kreuzungspunkt: Ermittler, die Opfer gewesen sind oder die wissen, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen selbst zu Verbrechen fähig wären. In ›Totengleich‹ entpuppt sich Lexie, die ermordete junge Frau, als gefährlich für fast jeden Menschen
um sie herum. Die Ermittlerin Cassie wiederum ist hin- und hergerissen zwischen ihren Polizeipflichten
und Lexies Welt. Engel und Teufel, Jäger und Beute, sie alle sind nicht für sich interessant, sondern nur im Zusammenspiel. Denn niemand von uns ist nur das eine oder das andere. Spannend ist der Kampf zwischen den Extremen innerhalb einer Figur.
Autor des Monats
Mark T. SullivanFoto: Steve Winslow
Mark T. Sullivan ist Journalist und wurde bereits zweimal für den Pulitzer Prize for Investigative Reporting nominiert. Der Autor lebt nach Stationen in Boston, Agades/Westafrika, Washington, D.C. und Vermont heute mit seiner Familie in Montana.

Bibliografie:
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-66099-5
Argon Verlag
ISBN 978-3-8398-9000-4
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-51089-4
Argon Verlag
ISBN 978-3-86610-683-3
 
›Gruselig, tiefgründig, spannend.‹ Badische Zeitung
400 Seiten
Broschur
Preis € 9,95
ISBN: 978-3-596-18284-8

Die junge Ester Synnøve Lønn ist in ihrer Osloer Wohnung brutal ermordet worden. Sie hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Anzeige gegen ihren Ex-Mann gestellt, weil sie sich von ihm belästigt und bedroht fühlte. Doch auch der Bruder der Toten scheint mehr zu wissen, als er dies bei der Vernehmung gegenüber Kommissar Cato Isaksen zugibt. >Unni Lindells Romane gehören zu den absoluten Höhepunkten der norwegischen...

Zu diesem Buch

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Die Website von Peter James
Peter James' erster Thriller »Stirb ewig« wurde von den Besuchern von www.krimi-couch.de mit dem Krimiblitz 2005 ausgezeichnet. Auf seiner Website erfahren Sie alles über den Autor, den Filmproduzenten, den Rennfahrer.
Krimifestival München
Jedes Jahr im Frühjahr verwandeln zahlreiche Krimi-Autoren und Krimi- Experten München in die Hauptstadt des literarischen Verbrechens.

Moerderspiel: die Website
Erleben Sie einen mitreißenden Abend bei erlesenen Gaumenfreuden und helfen Sie, aktiv oder als guter Beobachter, einen Mord aufzuklären.
In Berlin, Frankfurt, Hannover, München und Stuttgart oder exklusiv an einem Ort Ihrer Wahl.