Unterrichtsmaterialien Unterstufe

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

wir wissen aus der Forschung, dass der Durchschnittsdeutsche in der späten Kindheit und Vorpubertät mehr liest als jemals später in seiner Biographie - und aus den Studien zur Lesesozialisation wissen wir, dass die Kinder, die jetzt, zwischen dem 10. und 13. Lebensjahr, das Lesen nicht als belohnendes Vergnügen erfahren, praktisch keine Chance mehr haben, zu Leserinnen oder Lesern zu werden. In diesem Alter wird der "lange Leseatem" entwickelt, der ein wichtiger Baustein einer generellen Lese-kompetenz ist.
Der Literaturunterricht im engeren Sinn, aber auch der Unterricht in den Fächern sollte die grundsätzliche Lesebereitschaft der Schülerinnen und Schüler in dieser Phase für einen buchbezogenen Unterricht nutzen.
Themenbegleitende Leseempfehlungen, kleine Buchvorstellungen, die gemeinsame Zusammenstellung von Bücherkisten oder einer Klassenbibliothek usw. werden von den Schülern in der Regel gerne realisiert und lassen sich gut in den Lehrplan integrieren. Zum anderen sollten Klassenlehrerinnen und -lehrer insbesondere in diesem Abschnitt der Leseentwicklung einen Blick auf die Freizeitlektüre ihrer Schülerinnen und Schüler suchen und pflegen: Die Kinder brauchen noch Buchtipps, am besten solche von Gleichaltrigen, denn das Elternhaus kann nun zunehmend weniger als Anregungszentrum für das Lesen wirken. Gemeinsame Lesefahrungen mit der "Clique" am Rande des Unterrichts sind ungeheuer anregend und können eine Eigendynamik entwickeln, die der Leseentwicklung insgesamt zu gute kommt.

Zum Thema Außenseitertum, Selbstfindung und Familiengefühl

Zum Thema Insekten, Individualismus und Solidarität

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