›Die Erdbeeren von Antons Mutter‹

Anton ist Arzt in Kreuzberg, mit Sorge sieht er, wie seine Mutter in seinem Heimatort in der niedersächsischen Provinz gegen eine schnell fortschreitende Demenz kämpft. Jedes Jahr schickt sie ihm und seinen Freunden Alix und Bernd Erdbeermarmelade nach Berlin. Die Erdbeeren wachsen auf dem "Acker", wie sie ihren Garten nennt, den sie ihr Leben lang mit Liebe gepflegt hat. Aber in diesem Frühsommer vergisst sie, die Ableger auszupflanzen …
Anton muss erkennen, wie seine Mutter Stück für Stück verloren geht, und mit jeder ihrer Niederlagen verschwindet ein Teil seiner eigenen Existenz: Das vertraute Land der Kindheit. Dann trifft er Lydia und findet nach Jahren des Alleinseins eine Zukunft, in der Liebe möglich zu sein scheint. Aber Lydia bringt eine Vergangenheit mit, die in beider Leben mit Vehemenz einbricht.
In diesem vielstimmigen Roman gelingt Katharina Hacker das einfühlsame Porträt von Menschen, die zurückblicken müssen, um weitergehen und die zweite Lebenshälfte gestalten zu können.

Pressestimmen zu ›Die Erdbeeren von Antons Mutter‹

Literatur hat ja seit jeher die Aufgabe, dem Verschwinden entgegen zu wirken. Katharina Hacker gelingt das mit sparsamen Mitteln, nie trägt sie dick auf, sie setzt keine dramatischen Effekte, beschreibt aber sorgfältig die kleinen Dinge des Lebens, die Nuancen, die Schattierungen.
Martin Krumbholz, Deutschlandradio

›Die Erdbeeren von Antons Mutter‹ ist ein aufwühlendes, bedrückendes Buch. Nie käme man in die Versuchung, ein paar Seiten zu überblättern.
Kathrin Schings, Berliner Zeitung

Dicht und dunkel ist die Geschichte, getragen von einer kunstvoll geschliffenen Sprache.
Anna Lu, Frankfurter Rundschau

Die Sätze Katharina Hackers haben etwas Verführerisches, seit jeher und auch in ihrem neuesten Roman. Sie wollen nicht einfach nur schön und richtig sein, sie wollen den Leser überzeugen - und sie tun das mit einer aufwendig in Szene gesetzten Präzison. (…) ganz unabhängig vom literarischen Genuss, den Hackers neuester Roman auf verschiedenste Weise bietet, wer auch über unsere Lebensverhältnisse etwas Näheres erfahren möchte, dem muss die Lektüre dieses Buchs ans Herz gelegt werden.
Klaus Siblewski, Volltext

Das ist feinste Erzählkunst!
Beat Mazenauer, literaturkritik.de

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