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Mittlerweile ist die dritte Staffel der Reihe »Fischer Wissenschaft« erschienen, und wie die Bücher aus den vergangenen Programm werden sie sicher das große Echo in der Presse und bei den Lesern finden, das die anderen Titel der letzten beiden Programme erfahren haben.
Den Anfang macht Markus Krajewskis Studie »Der Diener«, das die Kulturgeschichte dieser Figur vom Personal beim Hofe des Königs bis hin zum elektronischen Programm als Dienstleister nachzeichnet. Zahlreiche kleine Geschichten und Besonderheiten flankieren diesen Entwicklungsweg und machen das Buch zu einem so lehrreichen wie unterhaltsamen Überblick über die Geschichte des Subalternen.
Das zweite spannende Buch, Michaela Krützens Untersuchung zur »Dramaturgie des Films. Das etwas andere Hollywood«, analysiert die Erzählweise von ungewöhnlichen Hollywood-Filmen. Ungewöhnlich, weil sie sich innovativer Techniken wie z.B. unzuverlässige oder nichtchronologische Erzählungen bedienen und den Zuschauer damit auf intelligente Weise unterhalten. Behandelt werden Filme wie »Pulp Fiction«, »Memento«, »The Hours«, »The Sixth Sense« usw., die erst in der hier vorliegenden Analyse ihre ganze raffinierte Konstruktion offenbaren. Nach der Lektüre bekommt man richtiggehend Lust, die Filme noch einmal anzuschauen und nun viel mehr von ihnen zu verstehen.
Auf ein drittes Buch möchte ich ebenfalls hinweisen, das schon für das letzte Programm angekündigt war, nun aber endlich erscheinen konnte: Giorgio Agambens Studie »Nacktheiten«. Der italienische Star-Philosoph geht hier den theologischen Implikationen der Nacktheit nach und untersucht z.B., warum Adam und Eva vor dem Sündenfall nicht nackt waren, sondern lediglich unbekleidet.
Eine spannende und anregende Lektüre sei Ihnen versprochen.
Alexander Roesler, Lektorat Wissenschaft
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