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Interview mit John Ironmonger zu ›Der Wal und das Ende der Welt‹

Sophie Priester: Am Ende Ihres Buches »Der Wal und das Ende der Welt« beschreiben Sie eine Begegnung mit Jared Diamond. Sie haben ihn damals gefragt, wie realistisch der Plot Ihres Buches sei. Er antwortete: »Sehr realistisch.« Was denken Sie heute darüber?
John Ironmonger: Wie schnell Fiktion zu Realität wurde! Als ich mit Jared Diamond sprach, waren wir in einem kleinen Eck des Paradieses der Insel Sumatra. Jegliches Gerede von Pandemien und Apokalypse erschien sehr phantasievoll und ein bisschen absurd. Ich fühlte mich wie ein Verrückter, der warnt: »Das Ende der Welt naht!«. Ich war überrascht, wie empathisch Jared Diamond auf das Szenario reagierte, das ich beschrieb. »Das kann definitiv passieren«, sagte er mir. Heute sind wir eingesperrt in unseren Wohnungen ...
Kategorie:
Interview

Datum:
30.03.2020

László Krasznahorkai im Interview

Thirwell: Ich sinne gerade darüber nach, was Sie über Menschen in einer anthropomorphen Welt gesagt haben. Manchmal fällt mir auf, wie ungeniert anthropozentrisch Romane sind. Wo sind die Tintenfische? Wo sind die Algen? Eins der Dinge, die ich an Ihren Romanen liebe, ist der Versuch, gewissermaßen nicht so menschlich provinziell zu sein. Zugleich kommt mir das paradox vor. Was sollten sie sonst sein?
László Krasznahorkai: Das ist sehr wichtig. Die Romanform an sich ist vielleicht zu anthropozentrisch. Es fängt schon mit dem Erzählerproblem an, und das bleibt bis in alle Ewigkeit bestehen. Wie kriegt man den Erzähler aus dem Roman? In meinem jüngsten Roman stehen auf jeder Seite nur Dialoge zwischen den Figuren – damit lässt sich der Erzähler zwar vermeiden, aber das ist nichts weiter als eine Technik. Denn ich stimme Ihnen zu: das Grundgerüst des Romans und der Welt ist anthropozentrisch. Aber wenn ich wählen ...
Kategorie:
Interview

Datum:
26.11.2019

Clemens Meyer zu seiner Neuübersetzung des Stückes »Der haarige Affe« von Eugene O'Neill

Petra Gropp: Lieber Clemens, Du hast im Auftrag des Schauspiels Frankfurt das Stück »The Hairy Ape« des amerikanischen Theaterautors Eugene O’Neill ins Deutsche übertragen. Was hat Dich an diesem Stück aus dem Jahre 1922 gereizt?
Clemens Meyer: Ich kannte das Stück vorher nicht und habe erstmal geschaut, ist das was für mich, habe ich da einen Zugang, aber schon nach wenigen Seiten merkte ich, da ist eine Dynamik drin, eine Urwucht, vor allem an der Person des Yank, aber überhaupt die ganze Unterdeck/Heizer Situation, das hat Bumms. Das kann uns auch heute noch was erzählen, über unsere Welt, über Vergangenheit und Gegenwart, über Klassenkampf, verlorene Illusionen, die Wut des armen weißen Mannes ...
Kategorie:
Interview

Datum:
07.11.2018

Violaine Huisman im Interview

Lektorat: Wann kam Ihnen zum ersten Mal der Gedanke, über Ihre Mutter zu schreiben?
Viola Huisman: Als ich mir das erste Mal bewusst gesagt habe, dass ich schreiben will, war auch klar, dass ich über meine Mutter schreiben muss. Sie steht für mich über allem, ihre Person ist mein großes Thema. Sie hat in mir die Lust an der Literatur begründet. Seit frühester Kindheit hat ihre Stimme bewirkt, dass ich anders lese, Lesen war nicht einfach eine Schulübung oder zum Zeitvertreib gedacht. Ihre Art zu sprechen, sich auszudrücken war tief poetisch, ausdruckstark, hatte etwas Romanhaftes, fast ...
Kategorie:
Interview

Datum:
06.11.2018

HUNDERTVIERZEHN | Im Gespräch mit María Cecilia Barbetta

Petra Gropp: Liebe María Cecilia Barbetta, Dein erster Roman, »Änderungsschneiderei Los Milagros«, erzählte die Geschichte zweier junger Frauen in Argentinien, in Buenos Aires, die sich in eben dieser wundersamen Änderungsschneiderei begegnen. Wie erinnerst Du Dich heute an diesen Roman zurück?
María Cecilia Barbetta: Ich habe den Eindruck, dass der Kosmos rund um mein Debüt ziemlich weit weg von der heutigen Autorin liegt – jemandem, der ich zugegebenermaßen nicht geworden wäre, hätte ich dem damaligen Schreibimpuls nicht nachgegeben, der meinem Leben schließlich eine ungeahnte Kehrtwende verlieh.
Kategorie:
Interview

Datum:
05.10.2018

Laetitia Colombani im Interview

Lektorat: Ihr Roman ist eine Hymne auf den Mut aller Frauen, aber zugleich auch ein Appell: Frauen dieser Welt, befreit Euch von ungerechten Machtstrukturen. Was gab den Anstoß für diese Botschaft?
Laetitia Colombani: Mir fiel auf, dass ich die Frauen um mich herum sehr bewundere. Ihren Mut! Es sind starke Frauen, tiefgründige, großzügige und unglaublich belastbare Frauen. Meine Freundinnen sind für mich eine Quelle der Inspiration. Sie im »Zopf« zu würdigen hat sich mir ganz einfach aufgedrängt.
Kategorie:
Interview

Datum:
05.06.2018
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