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Interview mit Javier Marías zu ›Die sterblich Verliebten‹ (El Espectador)

Angélica Gallón Salazar: Worauf sind Sie bei Ihrem Versuch, der Verliebtheit auf den Grund zu gehen, gestoßen?
Javier Marías: Es ist bekannt, dass es in meinen Romanen außer der Geschichte, der Handlung und ihrer Figuren immer auch Überlegungen und Kommentare gibt, die abschweifend erzählt werden. In diesem Roman dreht sich eine dieser Überlegungen genau um die nicht haltbare, sehr verbreitete Vorstellung von Verliebten, dass das Aufeinandertreffen zweier Personen gewissermaßen vorbestimmt ist. Es gibt da dieses Bedürfnis, zum Anfang zurückzukehren, als man den Geliebten kennengelernt hat, und zu glauben, dass man sich ...
Kategorie:
Interview

Datum:
06.01.2012

Pétur Blöndal im Gespräch mit Sjón zu ›Das Gleißen der Nacht‹

Pétur Blöndal: Sjón trägt eine Krawatte zu seinem schwarzes Hemd, eine karierte Jacke und natürlich die Brille, ohne die man ihn nie sieht. Was Aufmerksamkeit erregt, ist aber vor allem ein Ring an seiner Hand, den ein Auge ziert.
Sjón: Den habe ich mir in New York gekauft, als ich 1989 mit den Sugarcubes dorthin fuhr. Und hier habe ich noch einen, auf dem mit einer uralten isländischen Schreibweise Sjón eingraviert ist. Ein Verwandter von mir schmiedet solche Ringe und schickte mir diesen irgendwann. Damit trage ich also den Surrealismus an der einen Hand mit mir und das Volkstümliche an der anderen.
Kategorie:
Interview

Datum:
07.10.2011

Interview mit S.J. Watson zu ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹

db-mobil: Herr Watson, was fänden Sie beunruhigender: Eines morgens aufzuwachen und festzustellen, dass Sie viel jünger sind als heute – oder viel älter?
Steve Watson: Das ist eine schwierige Frage! Wenn man sich plötzlich viel jünger wiederfände, wäre das wahrscheinlich sehr seltsam, aber wenigstens hätte man noch mehr Jahre vor sich als gedacht. Aber älter aufzuwachen, das wäre um einiges beängstigender. Ich fände es schrecklich, so viele Jahre meines eigenen Lebens verpasst zu haben. Es gibt noch so viele Dinge, die ich erleben und erreichen möchte. Das Gefühl, keine Zeit mehr dafür zu haben, wäre schlimm.
Kategorie:
Interview

Datum:
25.08.2011

Interview mit Stephan Döblin

Neue Rundschau: Vor 80 Jahren erschien ein Foto von Ihnen und Ihren Eltern im Ersten Rückblick, und Ihr Vater schrieb dazu: ›Anbetung des Jüngsten‹. – Wie war Alfred Döblin als Vater?
Stephan Döblin: Es kommt ganz darauf an, an welche Zeit Sie denken. Als ich ein kleiner Junge war, war er kein ›guter‹ Vater. Er sah sein Kind durchaus gern, aber er hatte keine Zeit für Kinder und mochte keinen störenden Kinderlärm. So war er jedenfalls für mich – bei meinen Brüdern weiß ich es nicht – in den Jahren von 1926 bis 1933 in Deutschland kein besonders ungewöhnlicher Vater. Ich hatte ein Kindermädchen, Greta. Vater und Mutter waren oft auf Empfängen und reisten in Deutschland herum. Ich erinnere ...
Kategorie:
Interview

Datum:
25.07.2011

Interview mit Linda Castillo zu ›Die Zahlen der Toten‹

db-mobil: Linda, Ihre Thriller mit Kate Burkholder spielen in Amisch-Country, einer amerikanischen Subkultur, von der die meisten nur wenig wissen. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ihre Thriller dort anzusiedeln?
Linda Castillo: Ich stamme ursprünglich aus West-Ohio, einer ländlichen Gegend, und in meiner Klasse gab es tatsächlich ein Amisch-Mädchen. Natürlich hat mich das damals als Kind gar nicht interessiert, aber als ich älter wurde, lernte ich mehr über die Kultur der Amischen und fand ihr Leben faszinierend. Und je mehr ich darüber las, umso spannender fand ich das ganze Thema. Deren Kultur ist wirklich sehr unterschiedlich von unserer. Und sie halten sich von allen zivilisatorischen Errungenschaften fern. Das ...
Kategorie:
Interview

Datum:
17.06.2011

Interview mit Sabine Weigand zu ihrem Romanen

Cordelia Borchardt: In Ihren Romanen sind die Hauptfiguren historisch real dokumentierte Personen. Warum?
Sabine Weigand: Ganz einfach: Weil mir die historische Wahrheit wichtiger ist als die Fiktion. Und nichts ist authentischer als eine Hauptfigur, die es wirklich gegeben hat. Das erschwert natürlich die Suche nach neuen Themen – es ist viel leichter, eine Figur zu erfinden, als eine zu entdecken, deren Leben genug Stoff für einen Roman liefern kann. Mich fasziniert, wenn Frauen sich aus der ihnen damals vorgegebenen Rolle befreien, wenn sie sich quasi über ihre Zeit hinausheben. Es ist gar nicht so einfach, ...
Kategorie:
Interview

Datum:
12.04.2011

Gespräch mit Anne Weber über ›August. Ein bürgerliches Puppentrauerspiel‹

Petra Gropp: Sie haben zuletzt einen von der Kritik gefeierten und bei den Lesern sehr erfolgreichen Roman geschrieben, »Luft und Liebe«. Es hätte ein Stoff für einen Kitschroman sein können, haben Sie über dieses Buch gesagt, und in Ihren Händen ist diese romantische »Prinzessinnengeschichte« zu einer so leichten wie raffiniert-intelligenten, funkelnd ironischen Erzählung um Liebe, Betrug und Rache geworden.
Im Mittelpunkt Ihres neuen Buches, »August«, steht eine reale Person, August von Goethe, der Sohn Johann Wolfgang von Goethes. Was reizt Sie an dieser Figur?

Anne Weber: Vielleicht, dass sie so alles andere als »schillernd« und dabei doch tragisch ist. August hat nicht nur das Schicksal eines Menschen, der sein Leben lang im Schatten eines Größeren steht (wofür ich übrigens nicht seinen Vater verantwortlich mache, der schließlich nichts für seine Größe konnte). Was mich anrührte, war auch Augusts Zerrissen-Sein zwischen dem übergroßen, erdrückenden Vater und der in der Augen der guten Weimarer Gesellschaft des Dichters unwürdigen, sozial tief unter ihm stehenden ...
Kategorie:
Interview

Datum:
25.03.2011

Interview mit Zsuzsa Bánk zu ›Die hellen Tage‹

Jürgen Hosemann: Frau Bánk, Sie sind gelernte Buchhändlerin. Wenn Sie noch selbst im Laden stehen würden – wüssten Sie mit welchen Worten Sie Ihren neuen Roman ›Die hellen Tage‹ einem noch unentschlossenen Leser vorstellen würden?

Zsuzsa Bánk: Ich würde sagen, hier wird eine Kindheit in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschrieben, in einer kleinen süddeutschen Provinzstadt. Es geht um die ewig um den Menschen kreisenden Themen Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung, Schicksal oder Zufall. Drei Kinder finden sich und schließen Freundschaft fürs Leben. Gegen alle Widerstände und trotz vieler Enttäuschungen bleiben sie einander nah bis ins Erwachsenenalter, sind unersetzlich füreinander. Drei Familiengeschichten werden ...
Kategorie:
Interview

Datum:
25.03.2011

Julia Franck im Gespräch mit Silvia Bovenschen

Silvia Bovenschen: Im Epizentrum Deines Romans »Die Mittagsfrau« steht ein ungeheuerlicher Vorgang: die Entscheidung der Protagonistin, ihren siebenjährigen Sohn zu verlassen, ihn auszusetzen. Durch einen Wechsel der Perspektive von Mutter zu Sohn gelingt es Dir, die Beweggründe und die Empfindungen beider glaubhaft zu machen. Nichts wird verurteilt, nichts beschönigt. Was fasziniert Dich an diesem Motiv der Aussetzung?
Julia Franck: Überall verlassen Menschen ihre Nächsten, und doch findet der Binsenkorb ja schon in der Bibel Aufnahme ­ wohl, weil das vorsätzliche Verstoßen eines Kindes etwas ist, was wir nicht so schnell begreifen können und wollen. Als junges Mädchen fragt die Protagonistin meines Romans, Helene, ihre Mutter eher empört als verzweifelt, warum sie sie überhaupt geboren habe. Eine schlimme Frage, zu einer Zeit, wo Frauen kaum eine Entscheidung darüber vergönnt war. Aber dass ein Kind zu gegebener Zeit seine ...
Kategorie:
Interview

Datum:
07.02.2011

Interview mit Viola Roggenkamp

Fischer Verlag: In ›Familienleben‹ haben Sie die Geschichte der jungen Fania Schiefer erzählt, Tochter einer deutsch-jüdischen Familie, die aufwächst im Hamburg der sechziger Jahre. In Ihrem neuen Roman geht es um die Tochter, die sich nach dem Tod des Vaters auf seine Spuren begibt und seine Geschichte genauer erkunden will. Ist ›Tochter und Vater‹ eine Art Fortsetzung von ›Familienleben‹?
Viola Roggenkamp: Die beiden Romane haben unbedingt etwas miteinander zu tun. ›Tochter und Vater‹ ist dennoch keine Fortsetzung, sondern eine Fortschreibung des Themas. Die Protagonistin in ›Tochter und Vater‹ ist eine junge Frau, Ende dreißig, ihr Vorname wird nicht genannt, aber ihre Eltern heißen Alma und Paul, dieselben Namen wie in ›Familienleben‹. Die Erzählzeit ist das Jahr 1992. Zu Beginn des Romans stirbt Paul, und seine Tochter beschließt, auf der Beerdigung ihres Vaters eine Rede zu halten. Sie will ...
Kategorie:
Interview

Datum:
07.02.2011
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