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Interview mit Erika Wüchner

Krüger Verlag: Liebe Frau Wüchner, seit über 25 Jahren begleiten Sie junge Familien in den ersten Wochen mit ihrem Baby. Wie können sich die werdenden Eltern am besten auf diese Zeit vorbreiten?
Erika Wüchner: Sich gut organisieren und möglichst schon vor der Geburt offen mit dem Partner über alle Erwartungen und gegenseitige Wünsche sprechen – eventuell auch mit den werdenden Großeltern – um Enttäuschung und Überforderung zu vermeiden.
Kategorie:
Interview

Datum:
23.07.2010

Interview Gretchen Rubin

Scherz Verlag: Was bedeutet für Sie Glück?
Gretchen Rubin: Eine der ersten Fragen, die sich mir stellten, als ich mein Happiness-Projekt begann, war: Was ist Glück?
Beim Jurastudium hatten wir ein ganzes Semester damit zugebracht, über die Bedeutung des Begriffs »Vertrag« zu diskutieren, und „Glück“ war ein noch schwerer zu erfassender Begriff. Eine positive Psychologiestudie präsentierte 15 verschiedene akademische Definitionen von Glück. Als ich mich mit meinem Projekt befasste, schien es sich zu erübrigen, viel Energie darauf zu verwenden, die
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Kategorie:
Interview

Datum:
09.07.2010

Roger Willemsen im Interview zu ›Die Enden der Welt‹

Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
Kategorie:
Interview

Datum:
09.07.2010

Interview mit Michael Gantenberg zu seinem neuen Roman ›Zwischen allen Wolken‹

Fischerverlage: Wie muss man sich das Gefühl vorstellen, »zwischen allen Wolken« zu leben?
Michael Gantenberg: Wer zwischen allen Wolken lebt, lebt in der Hoffnung, dass sich hinter der nächsten etwas versteckt, das alles anders aussehen lässt. Für mich ist dieser Zustand nicht das Gefangensein, das Unentschlossene, wie es der Zustand »zwischen allen Stühlen« beschreibt, sondern etwas sehr Aktives, Forschendes, Neugieriges, wie es ganz junge Menschen noch kennen und die, die nicht aufgehört haben, jung zu denken. Wer zwischen allen Wolken ist, der lässt sich noch treiben und hofft, dass die Thermik des ...
Kategorie:
Interview

Datum:
20.05.2010

db-mobil im Gespräch mit Cecelia Ahern zu ›Ich schreib Dir morgen wieder‹

db-mobil: Cecelia Ahern, In Ihrem Roman ›Ich schreib dir morgen wieder‹ spielt ein geheimnisvolles Tagebuch eine Hauptrolle. Ist Tagebuchschreiben in unseren E-Mail- und Internet-Zeit nicht etwas sehr Altmodisches?
Cecelia Ahern: Eins der wichtigen Themen in ›Ich schreib dir morgen wieder‹ ist die Rückkehr zu den einfachen, wesentlichen Dingen. Als Autorin ist Schreiben – auch der physische Akt des Schreibens selbst – natürlich meine große Leidenschaft; ich finde es sehr, sehr erfüllend und beglückend. Ich glaube, Schreiben kann therapeutisch wirken. Für Tamara, die Hauptfigur in ›Ich schreib dir morgen wieder‹, die sich selbst erst einmal genau kennenlernen muss, ist das Tagebuch wie ein Spiegel, in den sie schauen kann ...
Kategorie:
Interview

Datum:
18.05.2010

db-mobil im Gespräch mit Anne Fortier

db-mobil: Warum interessiert Sie die Romeo-und-Julia-Geschichte?
Anne Fortier: Meine Mutter führte früher jeden Tag dänische Touristen durch Verona, zeigte ihnen den Balkon und das Grab von Julia und beantwortete tausend Fragen zu Shakespeares Stück. In meiner Kindheit war es üblich, wenn wir nach Verona kamen, immer »bei Julia vorbeizuschauen«. In einem gewissen Sinn gehörte Julia zu meinem Leben, und ich war entsetzt, als ich begriff, dass sie eine fiktive Gestalt ist. Als ich das Stück dann endlich selbst las, fand ich es furchtbar traurig. Geschichten, die tragisch ...
Kategorie:
Interview

Datum:
23.04.2010

db-mobil im Gespräch mit Norman Ollestad

db-mobil: Herr Ollestad, Sie haben im Alter von elf Jahren einen tragischen Flugzeugabsturz erlebt, dabei haben Sie Ihren Vater verloren. Wie ist es möglich, ein solches Erlebnis seelisch zu überwinden und ein normales Leben zu führen?
Norman Ollestad: Wissen Sie, es ist doch so, dass Menschen auf der ganzen Welt Tag für Tag in grausamer Armut überleben, sie überleben Krieg, Hunger, Gewalt. Sie haben keine Hoffnung, es gibt für sie keine Zukunft. Was mir geschehen ist, ist nichts Außergewöhnliches, wenn man die Welt betrachtet. Das war es nur für mich. Menschen finden Wege, um durchzuhalten und nach vorn zu blicken, das Geschehene hinter sich zu lassen. Das Wichtigste ist doch, wie man es schafft, weiterzumachen. Man muss sich regelrecht durch ...
Kategorie:
Interview

Datum:
23.02.2010

db-mobil im Gespräch mit Reif Larsen

db-mobil: Ihr Erstlingswerk ›Die Karte meiner Träume‹ ist ein einzigartiger Roman, der Zeichnungen und Randbemerkungen enthält. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Abbildungen in Ihr Buch einzufügen?
Reif Larsen: Fast alle Entscheidungen, die ich für den Roman getroffen habe, wurden durch die Hauptfigur bestimmt. Es war nicht so, dass ich anfing und sagte: »Ich schreibe ein Buch mit Zeichnungen.« Es war eher so, als ob diese Geschichte so erzählt werden musste. Zuerst gab es den Jungen, der die Welt nicht verstehen konnte, ohne ein Diagramm oder eine Karte oder irgendeine Zeichnung von allem zu machen. Das war die Art, wie er fast alles verarbeitete, mit dem er in Berührung kam. Und nicht nur Karten von ...
Kategorie:
Interview

Datum:
07.10.2009

Gespräch mit Roger Willemsen über dessen Buch ›Bangkok Noir‹

Roof Music: 1. Was unterscheidet Ihren Blick auf Bangkok von dem des Touristen?
Roger Willemsen: Es ging in diesem Buch nicht darum, die Sehenswürdigkeiten Bangkoks zu versammeln. Natürlich bin ich nachts über die Klongs gefahren, natürlich hab ich auch Tempelanlagen gesehen, und ich habe mich in bestimmten Räumen rumgetrieben, die – auf Plätzen oder bei Denkmälern – Menschen interessant finden könnten. Aber das war nicht das Entscheidende. Das Entscheidende war, sich der Nachtstimmung auszuliefern, sich treiben zu lassen. Einfach mit Booten zu fahren bis ans Ende der Haltestellen. Sich in ...
Kategorie:
Interview

Datum:
02.09.2009

Interview mit Tana French zu ›Totengleich‹

db-mobil: In ›Totengleich‹ muss eine Ermittlerin den Mörder ihrer eigenen Doppelgängerin finden. Woher kam die Idee?
Tana French: Es begann bei einem Gespräch mit Freunden im Pub – so wie in Dublin eigentlich alles bei einem Gespräch im Pub beginnt … Wir redeten über die Theorie, dass jeder Mensch irgendwo ein Double hat. Wir fragten uns, wie es wohl wäre, seinem Double zu begegnen. Hätte man Gemeinsamkeiten,
abgesehen von den äußeren Ähnlichkeiten? Würde es die eigene Identität ins Wanken bringen, gerade wenn man im Moment der Begegnung vielleicht psychisch nicht so stabil wäre? Aus dieser Grundidee entstand ...
Kategorie:
Interview

Datum:
12.08.2009
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