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Interview mit Clemens Meyer zu »Die Nacht, die Lichter«

Petra Gropp: Ein fast 500 Seiten starker Roman über das waghalsige Leben, die großen Hoffnungen und leisen Träume der Jugendlichen in Leipzig-Ost. Die Frage, wie ein solches Buch entsteht, zielt zuerst einmal auf den Stoff. Du hast in einem Gespräch gesagt: "Emile Zola ist durch abgewrackte Gegenden gewandert, um Stoff zum Schreiben zu finden, ich wohne dort." Liegen die Geschichten also quasi „auf der Straße“, und man muss sie nur einsammeln?
Clemens Meyer: Wenn's so einfach wäre. Die Anregung finde ich tatsächlich ab und an „auf der Straße“ oder in der Kneipe, vor allem auch im Gespräch mit alten Freunden. Aber auch in Zeitungen, und in mir selbst. Wenn das Gesehene, Gehörte, Erlebte etwas in mir auslöst, hinterlässt, mich bewegt und dazu zwingt, es künstlerisch umzusetzen, dann ist's optimal.
Nur so kann's meiner Meinung nach zu relevanter Kunst werden. Und das ist dann das Schwierige, die Kunst.
Kategorie:
Interview

Datum:
14.03.2008

Interview mit Ildefonso Falcones

Verlag: Wie kamen Sie auf die Idee, Barcelona und die Kirche Santa María del Mar als Schauplatz Ihres Romans zu wählen?
I. Falcones: Zunächst einmal ist Barcelona meine Heimatstadt, in der ich geboren bin und lebe. So konnte ich selbst bei knapp bemessener Zeit meine eigene Stadt erkunden und genauer kennen lernen, ohne irgendwohin fahren zu müssen. Vor allem aber ist Barcelona eine sehr schöne Stadt. Nachdem der Schauplatz feststand, fiel die Wahl der Epoche – das 14. Jahrhundert, in dem die Kirche Santa María del Mar erbaut wurde – nicht mehr schwer, denn es ist die Epoche, in der Katalonien und damit auch seine Hauptstadt ...
Kategorie:
Interview

Datum:
20.12.2007

Philip Hawley Jr. im Interview

Fischer Verlag: Dr. Hawley, soeben ist Ihr Thriller ›Infektion‹ auf dem deutschen Markt erschienen. Sie sind aber von Haus aus eigentlich Kinderarzt. Wie kamen Sie auf die Idee einen Thriller zu schreiben?
Hawley: Nun, angefangen hat das Ganze in einem Moment schierer Verblendung. Ich hatte gerade Robert Ludlums Thriller ›Das Matarese-Mosaik‹ gelesen und dachte, hey, das kann ich auch. Das war natürlich an Ignoranz und Naivität nicht zu überbieten, und welche Leistung Robert Ludlum vollbracht hatte, merkte ich erst, als ich anfing, selbst zu schreiben. Und ja, warum ein Thriller? Dieses Genre, besonders das klassische Szenario des einsamen Helden, der in Gefahr gerät und sich gegen das Böse behaupten muss ...
Kategorie:
Interview

Datum:
06.11.2007

Interview mit James W. Bennetts

Fischer: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Buch über Identitätsklau zu schreiben?
James W. Bennetts: Im Jahre 2000 saß ich mit meinen Kollegen bei der Arbeit und wir diskutierten das Thema „Datensicherheit“. Und da kam mir die Idee, ein Buch über Identitätsdieb-
stahl zu schreiben. Und dieses Thema wird ja zunehmend prekärer, zumindest in den Vereinigten Staaten ist auf diese Weise ein ganz neues „Betrugsfeld“ entstanden.
Kategorie:
Interview

Datum:
08.06.2007

Interview mit Sabine Weigand zu ›Die Königsdame‹

Krüger Verlag: Ihr neuer Roman „Die Königsdame“ spielt am Hofe August des Starken in Dresden. Was hat Sie an dieser Zeit und diesem Ort fasziniert?
Sabine Weigand: Die „Königsdame“ spielt am Anfang des 18. Jahrhunderts – ein ungemein interessantes und für uns Heutige kontrastreiches Zeitalter: Einerseits Glanz und Prunk, strahlende Herrscherpersönlichkeiten, das Aufkommen der modernen Wissenschaften, andererseits Kriege, Pest, übersteigerte Religiosität und Hexenglaube. Hier herrliche Musik, Feste und Feiern, Raffinesse und Eleganz – dort Blut und Elend, Schmutz und Krankheit. Im Barock will sich das Mittelalter zur Moderne wandeln, in ihm lassen sich ...
Kategorie:
Interview

Datum:
19.03.2007

Rainald Grebe im Interview

Fischer Verlag: Eric T. Hansen geht in seinem Buch „Planet Germany“ den Eigenarten der Deutschen auf den Grund. Was sagen Sie zu folgenden deutschen Klischees?

Die Deutschen lieben Veränderungen – solange sich nichts ändert.
Rainald Grebe: Sag das mal den Ostdeutschen, die ein neues System lernen mussten.
Kategorie:
Interview

Datum:
25.01.2007

Fragen an Klaus Brinkbäumer

Fischer Verlag: Was hat Sie bewogen, diese große Reise zu unternehmen?
Brinkbäumer: Vor vier Jahren waren der Fotograf Markus Matzel und ich auf beiden Seiten der Meerenge von Gibraltar unterwegs, um zu recherchieren, was sich damals dort abspielte: Nacht für Nacht legten in Marokko Schlauchboote ab, die zum Teil in Spanien ankamen, zum Teil aber auch nicht, weil die Boote in den Bugwellen der Tanker sanken oder auf Riffe liefen. Wir trafen in einem Keller in Algeciras eine junge Frau, Joy Ofoni, die sich dort verstecken musste, weil die Polizei sie auf der Straße sofort ...
Kategorie:
Interview

Datum:
29.09.2006

Interview mit Peter James zu ›Stirb ewig‹ und ›Stirb schön‹

Scherz Verlag: Mr. James, Ihr zweiter Roy Grace-Roman ist gerade in England erschienen und landete auf der Hardcover-Bestenliste auf Anhieb auf Platz 10. In Deutschland erscheint der Roman im September. Auch der Vorgänger „Stirb Ewig“ ist in 22 Ländern ein großer Erfolg geworden. Haben Sie damit gerechnet?
Peter James: Ich hatte die Idee zu diesem Buch schon viele Jahre lang im Kopf, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass „Stirb Ewig“ in Deutschland und vielen anderen Ländern so erfolgreich sein würde. Ich wusste zwar, dass ich ein gutes Buch geschrieben hatte, weil ich es mit Herzblut geschrieben habe, aber ich bin auch deshalb so begeistert, weil ich schon immer gerne ins Spannungsfach wechseln wollte. Ich habe vor Jahren schon mehrere Romane geschrieben, die alle etwas mit dem Übersinnlichen zu tun ...
Kategorie:
Interview

Datum:
04.09.2006
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