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db-mobil im Gespräch mit Reif Larsen

db-mobil: Ihr Erstlingswerk ›Die Karte meiner Träume‹ ist ein einzigartiger Roman, der Zeichnungen und Randbemerkungen enthält. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Abbildungen in Ihr Buch einzufügen?
Reif Larsen: Fast alle Entscheidungen, die ich für den Roman getroffen habe, wurden durch die Hauptfigur bestimmt. Es war nicht so, dass ich anfing und sagte: »Ich schreibe ein Buch mit Zeichnungen.« Es war eher so, als ob diese Geschichte so erzählt werden musste. Zuerst gab es den Jungen, der die Welt nicht verstehen konnte, ohne ein Diagramm oder eine Karte oder irgendeine Zeichnung von allem zu machen. Das war die Art, wie er fast alles verarbeitete, mit dem er in Berührung kam. Und nicht nur Karten von ...
Kategorie:
Interview

Datum:
07.10.2009

Gespräch mit Roger Willemsen über dessen Buch ›Bangkok Noir‹

Roof Music: 1. Was unterscheidet Ihren Blick auf Bangkok von dem des Touristen?
Roger Willemsen: Es ging in diesem Buch nicht darum, die Sehenswürdigkeiten Bangkoks zu versammeln. Natürlich bin ich nachts über die Klongs gefahren, natürlich hab ich auch Tempelanlagen gesehen, und ich habe mich in bestimmten Räumen rumgetrieben, die – auf Plätzen oder bei Denkmälern – Menschen interessant finden könnten. Aber das war nicht das Entscheidende. Das Entscheidende war, sich der Nachtstimmung auszuliefern, sich treiben zu lassen. Einfach mit Booten zu fahren bis ans Ende der Haltestellen. Sich in ...
Kategorie:
Interview

Datum:
02.09.2009

Interview mit Tana French zu ›Totengleich‹

db-mobil: In ›Totengleich‹ muss eine Ermittlerin den Mörder ihrer eigenen Doppelgängerin finden. Woher kam die Idee?
Tana French: Es begann bei einem Gespräch mit Freunden im Pub – so wie in Dublin eigentlich alles bei einem Gespräch im Pub beginnt … Wir redeten über die Theorie, dass jeder Mensch irgendwo ein Double hat. Wir fragten uns, wie es wohl wäre, seinem Double zu begegnen. Hätte man Gemeinsamkeiten,
abgesehen von den äußeren Ähnlichkeiten? Würde es die eigene Identität ins Wanken bringen, gerade wenn man im Moment der Begegnung vielleicht psychisch nicht so stabil wäre? Aus dieser Grundidee entstand ...
Kategorie:
Interview

Datum:
12.08.2009

Ein Gespräch mit Peter Stamm über das Wesen der Liebe, das Glück des Schreibens und seinen Roman ›Sieben Jahre‹

Fischer Verlag: Alexander, der Held in Ihrem neuen Roman ›Sieben Jahre‹, lebt mit seiner Frau Sonja, sie ist schön und erfolgreich und müsste ihn – von außen betrachtet – glücklich machen. Ohne etwas vorwegzunehmen: Sie tut es nicht. Jedenfalls hat er eine Geliebte, Iwona, eine eher unattraktive, eher graue Frau, die ein sehr einfaches Leben führt. Für den Leser ist diese Liebschaft, die sich zu einer Amour fou auswächst, überraschend. War auch für Sie diese Liebe überraschend?
Peter Stamm: Die Beziehung zur unscheinbaren Iwona war der Ausgangspunkt der Geschichte. Was mich interessierte, war die Macht, die ein Mensch über uns hat, wenn er uns liebt. Was Alex an Iwona bindet, ist nicht so sehr körperliche Anziehung, sondern ihre bedingungslose Hingabe. Auf das Thema bin ich in Witold Gombrowicz' Stück ›Ivonne, Prinzessin von Burgund‹ gestoßen, in dem der Prinz aus einer Art Überdruss die hässlichste Frau zu seiner Ehefrau wählt und sie dann nicht mehr loswird, weil er, wie er sagt, ...
Kategorie:
Interview

Datum:
12.08.2009

Interview mit Carolina de Robertis zu ›Die unsichtbaren Stimmen‹

Krüger Verlag: Wie sind Sie auf die Idee gekommen ›Die unsichtbaren Stimmen‹ zu schreiben?
Carolina De Robtertis: Ich habe als Geschichtensammlerin angefangen. Als ich zwölf war, hat mein Vater mir sämtliche Geschichten erzählt, die er über unsere Familie kannte, bis zurück zu den Ur-Urgroßeltern in Italien. Er hatte die Hoffnung, dass ich eines Tages ein Buch daraus mache. Ich habe mir die Geschichten angehört und sie in mir herumgetragen, bis sie irgendwann aus mir heraussprudelten. Eigentlich habe nicht ich die Idee zu dem Buch gehabt, sondern das Buch hat mich ausgesucht.
Kategorie:
Interview

Datum:
09.07.2009

Michael Gantenberg

Scherz Verlag: Herr Gantenberg, wann kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet über einen Lokalredakteur und die Schwester von Jesus zu schreiben?
Michael Gantenberg: Der Lokaljournalismus ist mir sehr vertraut, die Schwester von Jesus aus nahe liegenden Gründen überhaupt nicht. Daraus entstand der Wunsch, Vertrautes mit Unbekanntem zu verbinden. Ich habe dann angefangen, diesen Roman zu schreiben und mit jeder Seite mehr über das Thema erfahren. Das hat sich irgendwann so verselbstständigt, dass ich selber wissen wollte, wie das ausgeht ... Am Ende wusste ich es dann.
Kategorie:
Interview

Datum:
25.02.2009

Interview mit Lale Akgün

Krüger Verlag: Sie sind Politikerin, sitzen im Deutschen Bundestag und haben eine Familie. Und jetzt werden Sie auch noch Buchautorin. Wann machen Sie das alles, Frau Akgün?
Lale Akgün: Das ist alles nur eine Frage der Organisation. Das Buch habe ich beispielsweise während der Sommerpause und während der Weihnachtsferien geschrieben. Auch die paar Tage über Ostern mussten herhalten. Und die Zeit hat mir großes Vergnügen bereitet, denn ich bin sehr unsportlich, und während andere schwimmen gehen, Skilaufen oder Wandern sitze ich lieber im warmen Zimmer und schreibe an einem Buch. Das ist mein Ausgleichssport an den Tasten meines Laptops.
Kategorie:
Interview

Datum:
24.10.2008

5 Fragen an Carlos Ruiz Zafòn

Verlag: Herr Zafón, Ihr letztes Buch "Der Schatten des Windes" entführte uns an einen geheimnisvollen Ort, an dem Bücher niemals sterben. Wohin entführt uns Ihr neuer Roman "Das Spiel des Engels"?
Carlos Ruiz Zafòn : Das "Spiel des Engels" entführt den Leser wieder in das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher und in das mysteriöse gotische Viertel Barcelonas. Es ist eine Geschichte, in der es Intrigen und Romanzen gibt, die tragisch und komisch ist. Und sie steckt voller Überraschungen.
Kategorie:
Interview

Datum:
26.09.2008

Marlene Streeruwitz über ihr Buch »Kreuzungen.«

Verlag: Frau Streeruwitz, zum ersten Mal spielt in Ihrem Werk ein Mann die Hauptrolle. Gehen Sie neue Wege?
Marlene Streeruwitz: Ach. Das ist ja nur eine andere Brennweite, die in „Kreuzungen.“ gewählt ist und die sich auf allen Textebenen auswirkt. Mein Projekt ist doch die Frage, wie der Schmerz in die Leben gerät. Da ist es nur konsequent, sich der Macht zuzuwenden und zu erforschen, wie Macht gemacht wird und was sie selber zu leiden hat. Figuren wie Max in „Kreuzungen.“ sind in allen meinen Romanen bereits aufgetreten. Diesmal ist das Zentrum der Macht der Ort des Romans und nicht die Peripherie wie bisher. Das ist ...
Kategorie:
Interview

Datum:
03.07.2008

Interview mit Ann Kirschner zu »Salas Geheimnis«

Verlag: Warum hielt ihre Mutter die Briefe für so viele Jahre geheim?
Anne Kirschner: Sie fürchtete die Wirkung der Briefe auf ihre drei Kinder – dass wir über ihre traurige Vergangenheit entsetzt sein könnten. „Ich wollte, dass ihr, du und deine Brüder, „normal“ seid, ganz gewöhnliche Kinder,“ erzählte sie mir. Natürlich brauchte sie selbst auch eine gewisse Distanz. Sie wusste, dass die Briefe schmerzhafte Fragen aufwerfen würden. Also versteckte sie sie bis zu dem Tag im Jahre 1991, als sie sich entschied, sie mir zu geben.
Kategorie:
Interview

Datum:
08.05.2008
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