Über Klaus Brinkbäumer

Klaus Brinkbäumer
(c) MICHAEL B. REHDERS

Vita

Seit dreißig Jahren ist Klaus Brinkbäumer (geb. 1967) den USA eng verbunden. Seit seinem Studium an der University of California, Santa Barbara/USA, war er regelmäßig dort und verfolgte fasziniert und kritisch das politische und kulturelle Leben. 2007 wurde sein Lebenstraum wahr und er ging als Korrespondent des SPIEGEL nach New York. So erlebte er die berühmten Krisenjahre und die Jahre Obamas hautnah mit. Im Januar 2011 wurde er als Textchef Mitglied der Chefredaktion des SPIEGEL und ab 1. September 2011 stellvertretender Chefredakteur. Im Januar 2015 wurde Klaus Brinkbäumer zum Chefredakteur des SPIEGEL berufen. Er gewann u. a. den Egon-Erwin-Kisch-Preis, den Henri-Nannen- Preis, den Deutschen Reporterpreis und wurde 2016 Chefredakteur des Jahres. Er schrieb Bücher wie »Der Traum vom Leben – Eine afrikanische Odyssee«, »Unter dem Sand« oder »Die letzte Reise – Der Fall Christoph Columbus« (mit Clemens Höges).


Interview

Fragen an Klaus Brinkbäumer, 29.09.2006
Fischer Verlag: Was hat Sie bewogen, diese große Reise zu unternehmen?
Brinkbäumer: Vor vier Jahren waren der Fotograf Markus Matzel und ich auf beiden Seiten der Meerenge von Gibraltar unterwegs, um zu recherchieren, was sich damals dort abspielte: Nacht für Nacht legten in Marokko Schlauchboote ab, die zum Teil in Spanien ankamen, zum Teil aber auch nicht, weil die Boote in den Bugwellen der Tanker sanken oder auf Riffe liefen. Wir trafen in einem Keller in Algeciras eine junge Frau, Joy Ofoni, die sich dort verstecken musste, weil die Polizei sie auf der Straße sofort aufgegriffen und zurückgeschickt hätte; Joys Paradies war dieser Keller. Wir hörten uns die Geschichte ihrer Reise an, Joy erzählte zum Schluss von ihrer Freundin, die auf der Überfahrt über Bord gegangen und nicht wieder aufgetaucht war. Und damals beschlossen Markus und ich, dass wir die Geschichte der afrikanischen Odyssee einmal von Anfang an erzählen wollten, dass wir also von den Orten, in denen sich die Migranten auf den Weg machen, bis nach Europa reisen wollten. Wir fragten dann John Ampan, der das alles hinter sich hatte, ob er mit uns zurückkehren würde, und in dem Moment, als John verstand, dass er dadurch seine Kinder wiedersehen würde, sagte er zu.

Bücher

Bibliografie

Der Traum vom Leben
Der Traum vom Leben
FISCHER Taschenbuch
Taschenbuch
Unter dem Sand
Unter dem Sand
FISCHER Taschenbuch
Taschenbuch

E-Books

Bibliografie

Nachruf auf Amerika
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