Foto: Hans Peter Schaefer

85. Geburtstag von Georges-Arthur Goldschmidt

Georges-Arthur Goldschmidt wurde am 2. Mai 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren und musste als Elfjähriger in die Emigration nach Frankreich gehen, wo er in einem Internat in den Savoyen unterkam. Während der deutschen Besetzung Savoyens wurde er von Bergbauern versteckt, was ihn vor der Deportation bewahrte. Seine Mutter überlebte die NS-Zeit nicht, sein Vater kehrte aus Theresienstadt nach Reinbek zurück, starb aber kurze Zeit später. Georges-Arthur Goldschmidt fing in den 60er Jahren an zu schreiben. Neben seiner schriftstellerischen Karriere machte er sich auch als Übersetzer einen Namen. Zu den von ihm übersetzten Autoren und Philosophen gehören Friedrich Nietzsche, Walter Benjamin, Franz Kafka, Peter Handke. Letzterer hat wiederum einige von Goldschmidts Werken ins Deutsche übertragen. Für sein umfangreiches Werk wurde Goldschmidt mit zahlreichen Preisen u.a. mit dem Bremer Literatur-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis und dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet.

Im August erscheint im S. Fischer Verlag der Gesprächsband »Schwarzfahrer des Lebens« Georges-Arthur Goldschmidt im Dialog mit Hans-Jürgen Heinrichs.

Eine Auswahl seiner Werke:
Die Absonderung. Erzählung, 1991
Der bestrafte Narziss, 1994
Die Aussetzung, 1996
Als Freud das Meer sah. Freud und die deutsche Sprache I, 1999
Über die Flüsse. Autobiographie, 2001 – vom Autor selbst ins
Deutsche übertragen
In Gegenwart des abwesenden Gottes, 2003
Der Stoff des Schreibens. Essay, 2005
Freud wartet auf das Meer. Freud und die deutsche Sprache II, 2006
Die Befreiung. Erzählung, 2007
Die Faust im Mund. Essay, 2008
Des Pudels Kern. Ein Gespräch, 2008
»Meistens wohnt der den man sucht nebenan«
Kafka lesen
. Essay, 2011
Ein Wiederkommen. Erzählung, 2012
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