Foto: Jörg Steinmetz



Jürgen Ponto-Stiftung vergibt Literaturpreis 2014 an Franz Friedrich

Der mit 15.000 Euro dotierte Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler geht in diesem Jahr an Franz Friedrich. Der Autor wird für seinen Debütroman ›Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr‹ ausgezeichnet.

Friedrich erzählt in seinem Debütroman die Geschichte dreier ganz unterschiedlicher Menschen und einer Insel, auf der eine Meisenpopulation aus rätselhaften Gründen verstummt. Der Leser befindet sich mit der Dokumentarfilmerin Susanne Sendler auf der evakuierten finnischen Insel, begegnet mit der amerikanischen Studentin Monika in einem politisch unruhigen Berlin einer seltsamen Chorgruppe und begibt sich im Jahr 2017 mit einem jungen Familienvater auf den Weg nach Uusimaa. Die Handlung von ›Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr‹ umfasst dabei mehrere Jahrzehnte und ganz Europa wird zum Schauplatz der Geschichte.

»Etwas drängend Suchendes nach dem Richtigen ist, ganz unaufdringlich, in dem schönen Erzählstrom dieses komplexen Romans: ein – auf fast schon beunruhigende Weise – reifes Debüt«, so das Resümee von Prof. Dr. Hans-Martin Gauger, Fachkurator der Jürgen Ponto-Stiftung für den Bereich Literatur. Zusammen mit dem Schriftsteller Arnold Stadler zeichnet er für die Auswahl der Literaturpreisträger verantwortlich.

Der Preis wird am 6. November 2014 im Literaturhaus in Frankfurt am Main verliehen. Franz Friedrichs Roman ›Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr‹ erscheint im S. Fischer Verlag. Friedrich wurde 1983 in Frankfurt/Oder geboren. Er begann ein Slawistikstudium in Wien, studierte Experimentalfilm an der Universität der Künste Berlin und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Der Autor lebt in Berlin.

Die Jürgen Ponto-Stiftung vergibt den Literaturpreis an junge Autoren, die an ihrem ersten Buchmanuskript arbeiten und eine besondere literarische Begabung erkennen lassen. Zu den bisherigen Preisträgern
gehören unter anderem Martin Mosebach, Einar Schleef, Arnold Stadler, Kurt Drawert, Zoë Jenny, Andreas Maier, Zsuzsa Bánk und Reinhard Kaiser-Mühlecker.

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