Foto: Jürgen Bauer

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ geht an Reinhard Kaiser-Mühlecker

Wie schonungslos dieses poetische Erinnern von unserer gegenwärtigen Welt erzählt, von der Seele der Menschen in Zeiten zerbrechender Lebenswelten, das beweisen die Romane Reinhard Kaiser-Mühlleckers, zuletzt „Enteignung“ (2019) und „Fremde Seele dunkler Wald“ (2016), der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. 

 Für diese gesellschaftliche Aktualität seines Werkes wird Reinhard Kaiser-Mühlecker mit dem renommierten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ ausgezeichnet. Dieser Preis geht an einen Autor oder eine Autorin, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist“.

 „Mit einer poetischen Akribie sondergleichen, die an Stifter, Hamsun, Tumler und Handke erinnern mag, doch seit langem schon als ureigenes Markenzeichen der Bücher von Kaiser-Mühlecker gelten darf, wird gegen jedes vorschnelle Urteil Einspruch angemeldet und stattdessen jede Art die Welt zu betrachten, nicht zuletzt auch jede große Erzählung selbst unnachgiebig einer Nachprüfung unterzogen“, so begründet die Jury ihre Wahl.

 Bisherige Preisträger sind unter anderem Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Kathrin Röggla und Daniel Kehlmann.

Die Verleihung des mit 15.000 € dotierten Preises ist verschoben auf den 9. Dezember.

Und wer neugierig auf weitere Gedanken zum Schreiben Reinhard Kaiser-Mühleckers ist, der findet sie auf dem Plakat „Ankleben verboten!“ der Neuen Rundschau :

https://www.hundertvierzehn.de/artikel/ankleben-verboten_1076.html

 Wir freuen uns sehr mit dem Autor!

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