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Die S. Fischer Verlage trauern um Mirjam Pressler

Die S. Fischer Verlage trauern um Mirjam Pressler, die im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Sie hat einmal geschrieben: "Ich gebe mich nicht der Illusion hin, Bücher könnten die Welt verändern, aber für einzelne Menschen kann ein bestimmtes Buch eine wichtige, Welt bewegende Bedeutung erlangen." Dieser Aufgabe hat sie sich mit aller Kraft gewidmet, hat ein gewaltiges Werk aus Übersetzungen und eigenen Büchern geschaffen - besonders für Kinder und jugendliche Leser. Für die S. Fischer Verlage bedeutet dieser Verlust viel - denn mit ihrem Namen ist eines der auflagenstärksten und wirkmächtigsten Bücher der gesamten Verlagsgeschichte verbunden: Die deutsche Übersetzung des Tagebuchs der Anne Frank. Zu denken ist auch an die Übersetzungen von Jeff Gottesfelds "Anne Frank und der Baum" (Sauerländer), an Maarten van Buurens "Ein Raum für die Seele" (S. Fischer), an Leon Leysons "Der Junge auf der Holzkiste" (FKJV TB) und andere Werke, die bis heute im Verlagsprogramm lieferbar sind. Nicht zuletzt ist das das großartige Buch "Grüße und Küsse an alle" von Mirjam Pressler und Gerti Elias zu nennen, das schon bei Erscheinen ein großer Erfolg war - und dann noch einmal durch die Aktion "Frankfurt liest ein Buch" große Bekanntheit erhielt. 
Die S. Fischer Verlage - wie die anderen Verlagshäuser, in denen sie publizierte - haben eine unserer großen Autorinnen und Übersetzerinnen verloren.

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