©Regina Laschan

NESTROY - Der Wiener Theaterpreis 2018: Gewinner ist u.a. Ferdinand Schmalz

Der Dramatiker Ferdinand Schmalz wird vergangenen Samstag im Theater an der Wien für sein Stück jedermann (stirbt) mit dem Autorenpreis ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury heißt es: "Eigentlich müsste es mit Jedermanns endgültigem Hinscheiden am Salzburger Domplatz sein Bewenden haben. Aber Dramatiker Ferdinand Schmalz gehört, anders als sein Vorgänger Hofmannsthal, einer post-metaphysischen Generation von Zweiflern an. Seine im Auftrag des Wiener Burgtheaters ins Werk gesetzte „Jedermann“-Überschreibung macht radikal Schluss mit allen außerweltlichen Erwägungen. Den Weihrauch bläst er fort, das Bangen und Zähneknirschen ersetzt Schmalz durch unerhört witzige Erwägungen über das Wesen von Reichtum und Immanenz. Postkatholisches Büßertheater: ein aufgestoßenes Fenster zum toten Mann!" (Ronald Pohl).

Weitere Preise gingen noch an 
Dörte Lyssewski für Beste Nebenrolle in Vor Sonnenaufgang von Ewald Palmetshofer am Akademietheater Wien,
Peter Simonischek für Beste männliche Hauptrolle in The Who and The What von Ayad Akhtar am Akademietheater Wien und an
Dusan David Parisek für Beste Regie mit Vor Sonnenaufgang von Ewald Palmetshofer am Akademietheater Wien.

Der NESTROY-Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschsprachigen Theaterlandschaft. 

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