Foto: Magdalena Weyrer

Christoph Ransmayr erhält den Donauland Sachbuchpreis 2014

Der österreichische Autor Christoph Ransmayr wird für sein umfangreiches Gesamtwerk mit dem Donauland Sachbuchpreis ausgezeichnet. Das Bewusstsein für das anspruchsvolle und besonders verständliche Sachbuch zu fördern, ist das Anliegen der Donauland Stiftung, die alljährlich einen Sachbuchpreisträger bestimmt. Der mit 10.000 Euro dotierte Donauland Sachbuchpreis wird am dem Autor am 26. Mai 2014 im Jüdischen Museum in Wien verliehen.

Die erstmalige Preisverleihung fand 1975 statt. Bisherige Preisträger und Preisträgerinnen waren unter anderem Konrad Lorenz, Viktor Frankl, Paul Watzlawick, Gertrud Fussenegger, Claudio Magris, Hilde Spiel, Bruno Kreisky, PaulLendvai, Erich Hackl, Ruth Klüger und  Robert Menasse. Christoph Ransmayr ist der 39. Preisträger.

Schreibt Christoph Ransmayr denn Sachbücher? Von seinen ersten Reportagen für »TransAtlantik« und »Geo« bis zum ›Atlas eines ängstlichen Mannes‹ steht sein Werk auch in der Tradition des Reiseberichtes. Zum ›Atlas eines ängstlichen Mannes‹ schrieb Volker Hage im Spiegel, er sei »ein furioses Reisebuch«, werfe einen Blick in die Welt, »wie er weder per Ferndiagnose noch mit Google Street View zu haben ist. Eine Reise um die Erde in 70 Bildern.«

Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und studierte Philosophie in Wien, wo er nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder lebt. Neben seinen Romanen ›Die Schrecken des Eises und der Finsternis‹, ›Die letzte Welt‹, ›Morbus Kithara‹ und ›Der fliegende Berg‹ und dem erzählten Weltatlas ›Atlas eines ängstlichen Mannes‹ erschienen zehn Spielformen des Erzählens, darunter  ›Damen & Herren unter Wasser‹, ›Geständnisse eines Touristen‹, ›Der Wolfsjäger‹ und ›Gerede‹.
Für seine Bücher, die bisher in mehr als dreißig  Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche, vornehmlich literarische, Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka und Bert Brecht benannten Literaturpreise, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union.

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