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Peter Stamms Roman ›Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt‹ mit dem Schweizer Buchpreis 2018 ausgezeichnet

»Peter Stamm führt uns in ein virtuos konstruiertes Labyrinth, in dem wir uns glücklich verlieren.« So begründet die Jury ihre Entscheidung, ›Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt‹ mit dem Schweizer Buchpreis 2018 auszuzeichnen. Er habe einen vielschichtigen Doppelgänger-Roman geschrieben, in dem sich zwei Künstlerpaare spiegelten. Christine Richard betonte in ihrer Laudatio, Stamm habe ein Buch über die Kraft des Erinnerns geschrieben. »Andere Bücher haben eine Handlung. Hier ist die Handlung das Buch; nichts sonst.«

Bereits 2008 und 2011 waren die zwei Erzählungsbände ›Wir fliegen‹ und ›Seerücken‹ für den Buchpreis nominiert, der mit 30.000,- sFr dotiert ist. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel im Foyer des Theater Basel vor rund 400 Gästen statt.

Der Schweizer Buchpreis wird seit 2008 jährlich vergeben und gilt als die wichtigste literarische Auszeichnung der Schweiz. Eine unabhängige Fachjury prämiert das beste essayistische oder belletristische Werk einer Schweizer Autorin oder eines Schweizer Autors. Für den Schweizer Buchpreis 2018 wurden 85 Titel eingereicht. Auf der Shortlist standen neben Peter Stamm Heinz Helle, Gianna Molinari, Vincenzo Todisco und Julia von Lucadou.

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