Abraham Sutzkever Gesänge vom Meer des Todes


Übersetzt von: Hubert Witt
Gesänge vom Meer des Todes
 

Abraham Sutzkever Gesänge vom Meer des Todes


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Inhalt

1946 sagt Abraham Sutzkever als Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen aus. Drei Jahre hat er im Wilner Getto die Greueltaten der Nazis und ihrer litauischen Helfer hautnah miterlebt. Sein lyrisches Werk, das in dieser Auswahl zum ersten Mal in deutscher Sprache vorliegt, ist eine poetische Zeugenaussage, mit deren Sprachgewalt Sutzkever in den Louvre der grossartigsten Dichtungen des 20. Jahrhunderts Einzug hält. In den jiddischen Versen von Abraham Sutzkever pulsieren die Emotionen in der jahrhundertealten Sprache der Träumer und Kaballisten, Märtyrer und Heiligen. Es ist eine Sprache der Weisheit und Bescheidenheit, das Idiom einer verängstigten und hoffnungsvollen Menschlichkeit – reich an Erinnerungen, die über Generationen hinweg bewahrt werden. Sutzkever erhebt diese Sprache zur höchsten Kunstform: »… Und so geschah es: / In einer Minute des Nicht-Erinnerns, / Als ich eine Kirsche zu den Lippen nahm – / Hat sich die Kirsche / In eine heiße Kohle verwandelt und Wörter gezündet.«



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Bibliografie

Hardcover

Preis € (D) 22,95 | € (A) 23,60
ISBN: 978-3-10-074441-8
lieferbar

192 Seiten, Leinen
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

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Über Abraham Sutzkever

Abraham Sutzkever wurde 1913 in Smorgon bei Wilna geboren. Beim Einmarsch der Deutschen 1941 war Sutzkever in den Kreisen der Avantgarde. Im Wilner Getto war er Teil des kulturellen Widerstands. 1943 schloß er sich den Partisanen an. Seine Erinnerungen und Gedichte wurden in über 30 Sprachen übersetzt – in Deutschland sind sie nahezu unbekannt. Abraham Sutzkever starb am 19. Januar 2010 in Tel Aviv.

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