Fjodor M. Dostojewskij Böse Geister


Übersetzt von: Swetlana Geier
Böse Geister
 

Fjodor M. Dostojewskij Böse Geister


Übersetzt von: Swetlana Geier
lieferbar
Bestellen Sie mit dem Warenkorb direkt beim Händler Ihrer Wahl.

Inhalt

Eine Stadt in Rußland wird von Bösen Geistern heimgesucht, die ein Labyrinth aus Leidenschaft und Angst, Qual und Obsession errichten – eine Welt des Taumels, der keiner zu entfliehen vermag. In ihrer Mitte steht Stawrogin, von dem sich
alle Orientierung erhoffen. Er ist ein genialisch Desillusionierter, der sich über jede gesellschaftliche und sexuelle Konvention hinwegsetzt, um doch mit jeder Ausschweifung die gleiche Schalheit zu erfahren. In Stawrogins Nähe wird eine
revolutionäre Zelle gegründet, deren Mitglieder durch einen Mord zusammengeschweißt werden sollen. In den Sog der Ereignisse gerät auch ein
Altliberaler, der Ziehvater jener revolutionären Zelle, der die Schönheit der Kunst gegen das Brot der Notwendigkeit verteidigt, aber auf verlorenem Posten steht.
Wie kein zweites Buch Dostojewskijs ist Böse Geister ein Roman der Stimmen: Eine ganze Stadt spricht und entfaltet ihre Tragödie in Monologen und Dialogen, die wie Kraftfelder die Handlung vorantreiben. Und es entsteht wie nebenbei ein
Handbuch vom Mißbrauch und der Perversion der Macht.

Böse Geister ist eines der düstersten Bücher Dostojewskijs, und doch funkelt es vor humoristischen und satirischen Einlagen und witzigen Dialogen: Swetlana Geiers Übersetzungskunst läßt uns hinter den Bösen Geistern einen neuen
Dostojewskij entdecken.



Buch empfehlen

Bibliografie

Roman

Hardcover

Preis € (D) 65,90 | € (A) 67,80
ISBN: 978-3-10-015401-9
lieferbar

968 Seiten,
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Buchtipps

Unterhaltung

  • Jennifer Egan
»Emerald City«
  • Daniel Speck
»Piccola Sicilia«
  • Lisa Keil
»Hin und nicht weg«
  • Hiltrud Baier
»Helle Tage, helle Nächte«
  • Ilija Trojanow
»Der Weltensammler«
  • Laura McVeigh
»Als die Träume in den Himmel stiegen«
  • María Cecilia Barbetta
»Nachtleuchten«
  • Cecelia Ahern
»Frauen, die ihre Stimme erheben. Roar.«
  • Italo Calvino
»Schwierige Liebschaften«
  • »Ich schenk dir ein Lächeln«
  • Elke Vesper
»Verlust und Aufbruch«
  • Cecelia Ahern
»Postscript - Was ich dir noch sagen möchte«

Über Fjodor M. Dostojewskij

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821-1881) war ursprünglich Leutnant in St. Petersburg. Er quittierte seinen Dienst 1844, um freier Schriftsteller zu werden. Seine Romane ›Verbrechen und Strafe‹, ›Der Spieler‹, ›Der Idiot‹, ›Böse Geister‹, ›Ein grüner Junge‹, ›Die Brüder Karamasow‹ sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ liegen im Fischer Verlag in der herausragenden Übersetzung von Swetlana Geier vor.

Mehr über Fjodor M. Dostojewskij



Interview

»Der Text ist immer dabei«, Gespräch mit Swetlana Geier, 6. Dezember 1999, 20.11.2013
Ein gekürzter Auszug aus:
Swetlana Geier, Ein Leben zwischen den Sprachen.
Aufgezeichnet von Taja Gut
‹, erschienen im FISCHER Taschenbuch.
Taja Gut: Mit dem 1999 erschienenen, von Ihnen editierten und weitgehend übersetzten Bändchen ›Puschkin zu Ehren‹ ist ein jahrzehntealter Traum von Ihnen in Erfüllung gegangen. Wann haben Sie ihn zum ersten Mal geträumt?
Swetlana Geier: Es hat sich einfach so ergeben, beim Unterricht. Ich finde, dass seit einigen Jahren der rote Faden beim Studium der Philologie nicht mehr so deutlich wird. Der Stoff nimmt immer zu, aber ein Student kann sich immer schwerer orientieren. Und dann habe ich gedacht, man sollte sich irgendwie auf einen roten Faden einschießen. Es geht meiner Meinung nach darum, die Aufgabe oder die Bestimmung des Dichters, wie Blok sagt, als einen zentralen Gedanken der russischen Literatur als Weltliteratur zu erkennen. Dann habe ich mich nach einer typischen Figur umgesehen, und es hat sich natürlich Onegin oder später auch Raskolnikow geboten. Und es ist sehr interessant: Als nach Gorbatschow ›Doktor Schiwago‹ in Russland allgemein bekannt wurde, verstand der russische Leser nicht mehr, warum dieses Buch verboten gewesen war. Weil das Sensorium für das Spezifische dieses Helden im Leserbewusstsein einfach nicht mehr intakt ist. Man merkte nicht, dass das genau der gleiche Zweifler ist wie Onegin, Oblomow oder Petschorin: unfähig, sich zu entschließen – was heißt unfähig, das klingt zu hart -, der sich nicht entschließt und in diesem Atemanhalten lebt, auf des Messers Schneide. Na ja, und dann hat sich so eins ans andere gefügt.

Mehr zu diesem Buch

hundertvierzehn.de
0 Artikel  0 €