Gerhard Roth Der große Horizont

Der große Horizont
 

Gerhard Roth Der große Horizont

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Inhalt

Er hat eine Buchhandlung in Wien, ist achtunddreißig, verheiratet und auf eine seltsame Weise unsicher, und darum hasst ihn manchmal seine Frau. War das der Grund, weshalb sie ihn betrog? Nach der Scheidung flüchtet Daniel Haid vor der Verlassenheit, den Erinnerungen und vor sich selbst zu Freunden nach Amerika. Mit dem Ausbruch aus dem Alltag beginnt im Chaos von San Francisco, der Welt und Gegenwelt von Sicherheit und Reichtum, Armut und Gewalt die verzweifelte Suche eines Mannes nach seiner Identität. Süchtig nach Erfahrungen, stürzt sich Haid in die Schrecken der amerikanischen Realität, registriert er jedes Detail an Lust und Leid in der Masse der Bettler, Trinker und Verzweifelten, in der Begegnung mit Freunden und Frauen wie ein Schlafwandler, der außerhalb seines Bewusstseins steht. Zum Schutz flüchtet er in fremde Rollen, am liebsten in die des Philipp Marlowe, des menschlichsten Detektivs der Kriminalliteratur, der immer weiß, was zu tun ist. War es diese Rolle, die ihn in einen Kriminalfall, einen Mordverdacht verstrickte? In Panik flieht er nach Los Angeles, Verfolger und Erinnerungen treiben ihn weiter nach Las Vegas und New York, bis unter dem Druck von Angst und Bedrohung sein traumhaftes Wirklichkeitsempfinden umschlägt in die selbsterfühlte Realität, in die Wärme der eigenen Wahrnehmung. Ein »starkes Gefühl der Liebe« siegt über einen langen Traum.
Gerhard Roth hat einen modernen Entwicklungsroman geschrieben, dessen innere Spannung durch die äußeren Spannungselemente der Kriminalstory vorangetrieben wird. Die Verbindung von Poesie und Realität, die sein »Held« bei Stifter so liebt, ist auch ihm in dieser Geschichte einer Selbstfindung im Chaos einer entfremdeten Welt gelungen.



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Bibliografie

Taschenbuch

Preis € (D) 7,45
ISBN: 978-3-596-22082-3
lieferbar

192 Seiten,
FISCHER Taschenbuch
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Über Gerhard Roth

Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und der Südsteiermark. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus ›Die Archive des Schweigens‹. Anschließend erschienen die Bände des ›Orkus‹-Zyklus: die Romane ›Der See‹, ›Der Plan‹, ›Der Berg‹, ›Der Strom‹ und ›Das Labyrinth‹, die literarischen Essays über Wien ›Die Stadt‹ sowie die ...

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© Lillian Birnbaum
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