Ingo Schulze Die rechtschaffenen Mörder

Die rechtschaffenen Mörder
 

Ingo Schulze Die rechtschaffenen Mörder

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Inhalt

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020

Wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär – oder zum Revoluzzer? Eine aufwühlende Geschichte über uns alle.
Norbert Paulini ist ein hoch geachteter Dresdner Antiquar, bei ihm finden Bücherliebhaber Schätze und Gleichgesinnte. Über vierzig Jahre lang durchlebt er Höhen und Tiefen. Auch als sich die Zeiten ändern, die Kunden ausbleiben und das Internet ihm Konkurrenz macht, versucht er, seine Position zu behaupten. Doch plötzlich steht ein aufbrausender, unversöhnlicher Mensch vor uns, der beschuldigt wird, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Auf fulminante Weise erzählt Ingo Schulze von unserem Land in diesen Tagen und zieht uns den Boden der Gewissheiten unter den Füßen weg.



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Bibliografie

E-Book

Preis € (D) 18,99
ISBN: 978-3-10-491190-8
lieferbar

320 Seiten,
FISCHER E-Books
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

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Über Ingo Schulze

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Bereits sein erstes Buch »33 Augenblicke des Glücks«, 1995 erschienen, wurde sowohl von der Kritik als auch dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. »Simple Storys« (1998) wurde ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektü ...

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Ingo Schulze
Foto: Gaby Gerster


Interview

Gespräch mit Ingo Schulze über seinen Roman ›Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst‹, 04.07.2017
Ingo Schulze im Gespräch mit Petra Gropp, Lektorin im S. Fischer Verlag.
Petra Gropp: Ihr Roman heißt ›Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst‹. Wer ist dieser Peter Holtz?
Ingo Schulze: Wenn sich das so einfach sagen ließe: Er ist ein Heiliger und ein Verräter, furchtbar naiv und trotzdem hellsichtig, ein guter Mensch, der für alle das Beste will, aber zugleich bedrohlich ist. Er ist ein Heimkind und glaubt zutiefst an den Kommunismus. Er nimmt ihn beim Wort, so wie er später das Christentum beim Wort nehmen wird und auch die Verheißungen des westlichen Kapitalismus. Er selbst wird darüber zur absurden Figur, aber ebenso wird es nach meiner Lesart auch die jeweils real existierende Gesellschaftsform, in der er sich bewegt. Bei einigen Lesungen merkte ich schon, dass man meistens über ihn lachen kann, aber mitunter möchte man ihn auch auf den Mond schießen.
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