Andreas Bernard

Komplizen des Erkennungsdienstes

Das Selbst in der digitalen Kultur

Hardcover
Preis € (D) 24,00 | € (A) 24,70
ISBN: 978-3-10-397301-3
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Buchdetails

240 Seiten, gebunden
S. FISCHER
ISBN 978-3-10-397301-3
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Cover »Komplizen des Erkennungsdienstes«
Komplizen des Erkennungsdienstes
Preis € (D) 19,99
ISBN: 978-3-10-490444-3

Inhalt

In seinem Buch »Komplizen des Erkennungsdienstes« geht es Andreas Bernard um das Selbst in der digitalen Kultur. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass auffällig viele Verfahren der Selbstpräsentation und Selbsterkenntnis in der digitalen Kultur auf Methoden zurückgehen, die in der Kriminologie, Psychologie und Psychiatrie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erdacht wurden: Das Format des »Profils«, in den Sozialen Netzwerken heute unbestrittener Ort der Selbstdarstellung, entstand als »psychiatrisches Profil« von Internierten oder als »Täterprofil« von Serienmördern. Die Selbstortung auf dem Smartphone, ohne die kein Pokémon-Go-Spiel und keine Registrierung bei Uber, Yelp oder Lieferando möglich wäre, nutzt eine Technologie, die bis vor zehn Jahren hauptsächlich im Zusammenhang mit der elektronischen Fußfessel bekannt war. Und die Vermessungen der »Quantified Self«-Bewegung zeichnen Körperströme auf, die einst die Entwicklung des Lügendetektors voranbrachten. Andreas Bernard fördert die wissensgeschichtlichen Zusammenhänge zutage und geht der irritierenden Frage nach, warum Geräte und Verfahren, die bis vor kurzem Verbrecher und Wahnsinnige dingfest machen sollten, heute als Vehikel der Selbstermächtigung gelten.



Pressestimmen

»In seinem scharfsinnigen und verstörenden Buch […] zeichnet Andreas Bernard den düsteren Werdegang des modernen digitalen Profils nach.«
Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur, 27.09.2017



Über Andreas Bernard

Andreas Bernard, geboren 1969 in München, schreibt für die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« und ist Professor am »Center for Digital Cultures« der Leuphana Universität Lüneburg. Im Fischer Verlag ist von ihm »Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne« (2006) erschienen sowie »Kinder machen: Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie. Samenspender, Leihmütter, Künstliche Befruchtung« (2014).

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Foto: Andreas Labes

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