1952  Die ersten sechs Bände
1952  Bücher des Wissens
1957  Die Drehsäule
1957  Fischer Lexikon
1960  Fischer Weltalmanach
1965  Fischer Weltgeschichte
1967  Informationen zur Zeit
1973  Fischer Kolleg
1975  Die Frau in der
  Gesellschaft
1975  fischer alternativ
1977  Schwarze Reihe
1978  Collection S. Fischer
1980  amnesty international
  Jahresberichte
1994  Fischer Schatzinsel
1996  Europäische Geschichte
1952 Bücher des Wissens
Dezember 1952 - Bücher des Wissens Wissenschaft im Taschenbuch?

Von Beginn an war das erklärte Ziel Gottfried Bermann Fischers, daß die Bände der Fischer Bücherei mehr sein sollten als der bloße Nachdruck bereits vorhandener Werke.
Bücher zur Bildung, Erziehung und Aufklärung - diese Idee schwebte dem Verleger »als das eigentliche Ziel und Wesen der Taschenbuchserie« vor. Dieser Gedanke stand auch Pate bei der Entwicklung der >Bücher des Wissens<. Trotz weit verbreiteter Skepsis ließ Bermann Fischer sich in seinem Vorhaben nicht beirren. Angeregt vom Lehrprogramm des St. Johns College in Annapolis, USA, entwickelte er gemeinsam mit Rudolf Hirsch eine Reihe, die in Auszügen die wichtigsten geisteswissenschaftlichen Werke im Originaltext enthalten sollte. Versehen mit einer Einführung, einer umfassenden Bibliographie und einigen erläuternden Sätzen erlaubten die Titel dem interessierten Laien erste Einblicke in das Thema.
Der erste Titel von Lincoln Barnett informierte über >Einstein und das Universum< mit einem Nachwort von Albert Einstein selbst. Entgegen aller Entrüstung und dem verständlichen Zweifel, ob denn die Bahnhofsbuchhandlung der geeignete Ort für einen solchen Titel sei, übertraf der Erfolg des Buches selbst die höchsten Erwartungen. Noch erfolgreicher war der zweite Band der Reihe: Sigmund Freuds >Abriß der Psychoanalyse< mit einem Nachwort von Thomas Mann.
Der Grundstein war gelegt. In den nächsten Jahren folgten hauptsächlich philosophische Schriften, neben Studienausgaben von Marx/Engels, Humboldt und Nietzsche auch die wichtigsten Texte von Aristoteles, Platon oder Rousseau. Weitere Schwerpunkte waren Technik und Naturwissenschaften, Medizin und Psychologie.

Arno Schmidt freute sich über die preiswerten Ausgaben in einem Brief an den Verleger: »Darf ich noch erwähnen, wie es mir eine ausgezeichnete Freude bereitet hat, Sie die Schriften von Sigmund Freud als Taschenbücher, und also leicht zugänglich, herausbringen zu sehen? Sehen Sie doch zu, daß Sie noch mehr davon bringen können.« Und die >Süddeutsche Zeitung< schrieb Ende der 60er Jahre rückblickend: »Geschichte und gegenwärtiger Weltzustand werden darin auf dankbar umfassende Weise zum Thema. Das geschieht ohne ideologische Intention, aus jener Liberalität heraus, die stets die Sachen und Verhältnisse zur Sprache bringen will. Hier hat die Fischer Bücherei ihr besonderes Gewicht, hier demonstriert sie exemplarisch den erstaunlichen Strukturwandel, den die Taschenbuchproduktion im letzten halben Jahrzehnt durchgemacht hat.«