1952  Die ersten sechs Bände
1952  Bücher des Wissens
1957  Die Drehsäule
1957  Fischer Lexikon
1960  Fischer Weltalmanach
1965  Fischer Weltgeschichte
1967  Informationen zur Zeit
1973  Fischer Kolleg
1975  Die Frau in der
  Gesellschaft
1975  fischer alternativ
1977  Schwarze Reihe
1978  Collection S. Fischer
1980  amnesty international
  Jahresberichte
1994  Fischer Schatzinsel
1996  Europäische Geschichte
1965 Fischer Weltgeschichte

»Ausländer schreiben Deutsche Geschichte!«: Mit dieser Schlagzeile reagierte die >BILD<-Zeitung im Jahre 1961, als die Fischer Bücherei ihre neuartige Weltgeschichte ankündigte.
»Die Fischer Weltgeschichte ist ein völlig neuer Versuch der Geschichtsdarstellung und Geschichtsschreibung«, hieß es dagegen aus dem Verlagshaus. Den Wunsch zu einem derartigen Vorhaben hegte Gottfried Bermann Fischer bereits im Exil in den USA. Doch als er Anfang der 60er Jahre an namhafte Historiker mit seinen Vorstellungen herantrat, stieß er auf Skepsis. Die Autoren, die man um Mithilfe bat, winkten ab, erklärten den Plan für unmöglich oder zumindest verfrüht. Doch der Verleger und der spätere Herausgeber, der Franzose Jean Bollack, waren von dem Unternehmen überzeugt und gewannen schließlich doch innerhalb kurzer Zeit eine beachtliche Gruppe internationaler Autoren.
Im Frühjahr 1965 erschien der erste Band der Reihe, die mittlerweile auf 36 Bände angelegt war. Insgesamt arbeiteten an der neuen Weltgeschichte über 80 Wissenschaftler aus siebzehn Nationen mit. Unter ihnen Golo Mann, Walter Killy, Walther Hofer und Jean Bollack. Von Anfang an war die Reihe für verschiedene Ausgaben im Ausland vorgesehen. Bereits bei den ersten Planungen liefen Verhandlungen für Lizenzen in Europa und den USA.
Was unterschied die Fischer Weltgeschichte von bisher veröffentlichten Sammelwerken zur Weltgeschichte? Zunächst die Publikationsform. Bewusst sollte das Medium des preiswerten Taschenbuchs genutzt werden, um einen möglichst breiten Kreis von interessierten Lesern zu erreichen. Viel beachtlicher jedoch war das neue Konzept: die Geschichte als eine Geschichte der Welt. So schrieb die >Süddeutsche Zeitung< treffend: »Die Abkehr vom sogenannten europazentrischen Geschichtsbild trägt zudem den politischen Realitäten unserer Zeit Rechnung, die eine Erweiterung unseres historischen Horizonts fordern.« Und die >Neue Zürcher Zeitung<, die als weiteres Beispiel der durchweg positiven Pressereaktionen angeführt werden kann, riet gar: »Wer sich auf Grund einer dem gegenwärtigen Stand der Forschung entsprechenden Darstellung ein umfassendes Bild menschlicher Entwicklung machen will, wird mir Gewinn nach der >Fischer Weltgeschichte< greifen.«