1952  Die ersten sechs Bände
1952  Bücher des Wissens
1957  Die Drehsäule
1957  Fischer Lexikon
1960  Fischer Weltalmanach
1965  Fischer Weltgeschichte
1967  Informationen zur Zeit
1973  Fischer Kolleg
1975  Die Frau in der
  Gesellschaft
1975  fischer alternativ
1977  Schwarze Reihe
1978  Collection S. Fischer
1980  amnesty international
  Jahresberichte
1994  Fischer Schatzinsel
1996  Europäische Geschichte
1978 Collection S. Fischer
Zur Geschichte der Collection S. Fischer

Am 3. Februar 1897 schrieb der Verleger Samuel Fischer an seinen Autor Arthur Schnitzler von einer geplanten Buchreihe: »Ich gebe nämlich eine >Collection Fischer< mit illustrierten Umschlägen demnächst heraus.«
Noch im selben Jahr setzte Fischer seinen Plan in die Tat um und hatte so, wie Peter de Mendelssohn schreibt, den »ersten Ansatz zum heutigen Taschenbuch auf dem deutschen Buchmarkt» entwickelt.
Die >Collection< zählt zweifellos zu den großen verlegerischen Taten Fischers. Mit dieser Buchreihe hatte er ein Forum geschaffen, das es ihm zum Beispiel ermöglichte, junge, unbekannte Autoren wie Thomas Mann für seinen Verlag zu gewinnen. Am 29. Mai 1897 bot Fischer dem erst zweiundzwanzigjährigen Thomas Mann an, seinen Debütband zu verlegen: »Die Sachen haben mir sehr gut gefallen, ich möchte sie mit einem illustrierten Umschlag in meiner >Collection Fischer< bringen«. So erschien >Der kleine Herr Friedemann< als Band sechs dieser ambitionierten Buchreihe. Die sich daraus entwickelnde, einzigartige Zusammenarbeit zwischen Autor und Verleger lässt sich heute weder aus der Verlags- noch aus der deutschen Literaturgeschichte wegdenken.

1978 entschloss sich der S. Fischer Verlag mit der Gründung der >Collection S. Fischer< die Idee dieser Buchreihe wieder aufleben zu lassen: als ein neues, ganz der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur dienendes Forum. Dem Beispiel Samuel Fischers folgend wurden auch die Bände der neuen Reihe nicht nur ansprechend und innovativ ausgestattet, sondern zugleich preisgünstig gehalten, um so Debüts junger und noch unbekannter Autorinnen und Autoren für ein möglichst großes Publikum attraktiv zu gestalten.
Seither ist diese Reihe, die mittlerweile über 100 Bände zählt, ein wesentlicher Bestandteil des literarischen Programms des S. Fischer Verlags: Hier debütierten und erschienen zahlreiche Autorinnen und Autoren, die heute zum festen Bestand der deutschen Gegenwartsliteratur gehören: darunter Hanns-Josef Ortheil, Wolfgang Hilbig, Monika Maron, Johanna Walser, Katja Lange-Müller, Dirk von Petersdorff oder Dagmar Leupold. 1998 erschien Judith Hermanns Erzählband >Sommerhaus, später<, der sowohl vom Publikum als auch von der Presse begeistert aufgenommen wurde.
1996 verlieh die von Dirk Räppold vorgenommene neue Gestaltung der >Collection< wiederum eine erfolgreiche und besondere Ästhetik: Die Stiftung Buchkunst zeichnete die Bände >Majakowskiring< von Marlene Streeruwitz und Feridun Zaimoglus >Kopf und Kragen< als schönste Taschenbücher des Jahres aus.
In den letzten Programmen erschienen unter anderem die von der Kritik begeistert aufgenommenen Debüts von Maike Wetzel und Lena Kugler wie auch mittlerweile zwei Bücher von Klaus Böldl.
Im aktuellen Programm stehen neben dem Debüt von Nadja Einzmann, >Da kann ich nicht nein sagen<, die neuen Bücher von Feridun Zaimoglu und Thomas Brussig (seine beiden Romane, die zu Bestsellern und in 15 Sprachen übersetzt wurden, liegen im Fischer Taschenbuch vor).