1952  Die ersten sechs Bände
1952  Bücher des Wissens
1957  Die Drehsäule
1957  Fischer Lexikon
1960  Fischer Weltalmanach
1965  Fischer Weltgeschichte
1967  Informationen zur Zeit
1973  Fischer Kolleg
1975  Die Frau in der
  Gesellschaft
1975  fischer alternativ
1977  Schwarze Reihe
1978  Collection S. Fischer
1980  amnesty international
  Jahresberichte
1994  Fischer Schatzinsel
1996  Europäische Geschichte
1994 Fischer Schatzinsel

Die >Fischer Schatzinsel< ist nicht nur ein Kind der S. Fischer Verlage, sondern vor allen Dingen ein Wunschkind der Verlegerin Monika Schoeller. Sie war es, die eine Kinderbuchreihe in ihrem Verlag haben wollte. Persönliches Interesse und natürlich die Intention, Leser möglichst früh an die S. Fischer Verlage zu binden, gaben sich dabei die Hand. Im Frühjahr 1993 begann die Planungsphase. Noch war nicht entschieden, ob man mit einer Taschenbuchreihe für Kinder oder mit einem Hardcoverprogramm beginnen sollte. Schließlich entschied man sich für das Taschenbuch, weil man dafür größere Marktchancen sah. Der Name der neuen Reihe sollte einerseits Tradition und Qualität der S. Fischer Verlage widerspiegeln, andererseits Leselust und Abenteuer miteinander verbinden. So fiel die Wahl auf >Fischer Schatzinsel<.

Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 1994 wurde das neue Kinder- und Jugendbuchprogramm im Fischer Taschenbuch Verlag präsentiert. Autorinnen und Autoren des Verlages wie Reiner Kunze, Luise Rinser und Dieter Kühn wurden mit ihren Kinderbüchern vorgestellt. Außergewöhnliche Kinder- und Jugendbuchautoren wie Marliese Arold, Cornelia Funke, Robert Cormier, Gary Paulsen, Norma Klein, Sabine Ludwig und Dick King-Smith fanden auf der >Fischer Schatzinsel< ihre Taschenbuchheimat. Bald zeigte sich aber, dass Agenturen und ausländische Verlage ihre Lizenzen lieber an Hardcoververlage verkaufen. Als das bezaubernde Kinderbuch »Max Nix« von Sylvia Plath, das von Rotraut Susanne Berner illustriert werden sollte, einen deutschen Hardcoververleger suchte, war die Entscheidung gefallen. »Max Nix« erschien im Frühjahr 1996 als erstes gebundenes Buch der >Fischer Schatzinsel<.

Das Programm wuchs, aber auch die Konkurrenz. Ein herausragender Erfolg für die >Fischer Schatzinsel< wurde das Kinderbuch von Luis Sepúlveda, »Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte«, farbig illustriert von Sabine Wilharm. Buchhändler und Leser waren von der Geschichte und den ausdruckstarken Illustrationen begeistert. Als Mario Giordano dem Verlag schließlich eine spannende Bilderbuchdetektivgeschichte anbot, die auf dem Bauernhof spielt, war die Freude groß. Sabine Wilharm arbeitete schon lange mit dem Autor zusammen und würde das Buch illustrieren. »Ein Huhn, ein Ei und viel Geschrei« entstand - ein hinreizendes Bilderbuch - das erste von Mario Giordano, Sabine Wilharm und der >Fischer Schatzinsel<. Das Buch erschien im März 1999 und wurde begeistert aufgenommen. Bilderbücher auf der >Fischer Schatzinsel< - wunderbar! Annette Swoboda malte nicht nur zauberhafte Bilder für das Liederbuch der >Fischer Schatzinsel<, sondern illustrierte auch die Bilderbuchgeschichte eines Antihelden: »Toll gemacht, Dudu!« ist die Geschichte einer kleinen Ente, die kein Wasser mag. »Dudu« begeistert inzwischen weltweit kleine und allerkleinste Leser. Für die Allerkleinsten gibt es »Dudu« jetzt als Pappbilderbuch - kau- und speichelfest ...

Auch die Diskussion um das Jugendbuch hinterließ auf der >Fischer Schatzinsel< ihre Spuren. Wie erreicht man eine Zielgruppe, die sich als erwachsen definiert und ihre Bücher nicht mehr in den kuscheligen Kinderbuchabteilungen der Buchhandlungen sucht? Ausgiebige Diskussionen mit Jugendlichen über gewünschte Themen und die Gestaltung der Bücher und die Untersuchungen eines Markforschungsinstituts ließen eine neue Reihe entstehen: >generation<. Im Juni 1999 erschien das erste Programm unter dem Motto »lies, was du willst« - und wurde ein riesiger Erfolg.

>Fischer Schatzinsel< und >generation<, das Kinder- und Jugendbuchprogramm im Fischer Taschenbuch Verlag hat inzwischen einen festen Platz bei seinen LeserInnen gefunden.