1952  Die ersten sechs Bände
1952  Bücher des Wissens
1957  Die Drehsäule
1957  Fischer Lexikon
1960  Fischer Weltalmanach
1965  Fischer Weltgeschichte
1967  Informationen zur Zeit
1973  Fischer Kolleg
1975  Die Frau in der
  Gesellschaft
1975  fischer alternativ
1977  Schwarze Reihe
1978  Collection S. Fischer
1980  amnesty international
  Jahresberichte
1994  Fischer Schatzinsel
1996  Europäische Geschichte
1996 Europäische Geschichte

An die Tradition der großen Nachschlagewerke (>Fischer Lexikon<) und die >Fischer Weltgeschichte< knüpfte 1996 eine Reihe an, die einmal mehr als das ambitionierteste Projekt ihrer Art angesehen werden kann: die Reihe >Europäische Geschichte<. Das Projekt wurde Anfang der achtziger Jahre von Wolfgang Benz angeregt und in Zusammenarbeit mit dem Lektorat Geschichte (Walter H. Pehle, Rebekka Habermas) entwickelt. Zur Unterstützung und Mitwirkung bei der Realisierung des Projekts berief man einen Wissenschaftlicher Beirat, dem renommierte Gelehrte aus vielen Nationen angehören. Sie repräsentieren die Vielfalt der Methoden und den neuesten Stand der Geschichtswissenschaft - von der Politik- bis zur Sozial-, Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte, von der Ideen- und Mentalitätsgeschichte bis zur Historischen Anthropologie und Kulturwissenschaft.

Die Reihe, die derzeit auf fünfundsechzig Bände angelegt ist (ausschließlich Originalausgaben), richtet sich an das Fachpublikum ebenso wie an eine breite, allgemein interessierte Öffentlichkeit. Daraus folgen hohe Ansprüche an die Qualität der Darstellung: Verlangt sind von den Autorinnen und Autoren eines solchen Unternehmens Fähigkeit und Wille zur wissenschaftlichen Prosa, die allgemeinverständlich ist, ohne unzulässige Vereinfachung schwieriger Sachverhalte.

Thematisch soll die Reihe eine Gesamtschau der europäischen Geschichte vom Altertum bis zur Gegenwart erbringen. Allerdings stehen weniger die Daten einer historistischen Geschichtsschreibung im Vordergrund. Vielmehr wird Europa begriffen als die Chiffre für geistige und kulturelle Traditionen, die neu zu entdecken sich lohnt. Europa entdecken heißt - so der Anspruch der Reihe - die Vielfalt von Bewußtsein und Kultur seiner Menschen verstehen und die historische Dimension begreifen zu lernen, in der es als Lebenswelt und Lebensgefühl existiert. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, legen die einzelnen Bände der Reihe Längs- und Querschnitte an, mit denen einzelne Themen und Motive offengelegt und dadurch übergeordnete Zusammenhänge plötzlich sichtbar werden (beispielhaft seien hier Titel wie >Die Entdeckung des Individuums. 16. - 18. Jahrhundert< von Richard von Dülmen, >Grenzenloses Vergnügen. Der Aufstieg der Massenkultur 1850 - 1970< von Kaspar Maase oder >Migranten, Siedler, Flüchtlinge. Von der Massenauswanderung zur Festung Europa< von Saskia Sassen genannt).

»Die >Europäische Geschichte< ist ein Werk wahrhaft europäischer Dimension und Gesinnung. Eine umfassende, grenzüberschreitende Darstellung und Aufarbeitung von gesamteuropäischer Geschichte in dieser Art fehlt bisher schmerzlich und vollständig. Es ist dringend an der Zeit, daß es sie gibt.« (Richard von Weizsäcker)