Interview mit

Mit "Tricky" hat James W. Bennetts seinen ersten Thriller vorgelegt. Darin versucht die Hauptfigur Aldo Harrison durch Identity Sharing an Geld zu kommen, ein Spiel, das für ihn schnell bitterer Ernst wird.

Wir sprachen mit dem Autor:
Fischer: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Buch über Identitätsklau zu schreiben?
James W. Bennetts: Im Jahre 2000 saß ich mit meinen Kollegen bei der Arbeit und wir diskutierten das Thema „Datensicherheit“. Und da kam mir die Idee, ein Buch über Identitätsdieb-
stahl zu schreiben. Und dieses Thema wird ja zunehmend prekärer, zumindest in den Vereinigten Staaten ist auf diese Weise ein ganz neues „Betrugsfeld“ entstanden.
Fischer: Sind Sie schon einmal in dieser Weise bestohlen worden?
James W. Bennetts: Interessanterweise ist mir eine Kreditkarte gestohlen worden, nachdem ich gerade das Buch fertig geschrieben hatte. Und binnen 24 Stunden wurde mehr als 2000 Kilometer von meinem Heimatort Geld von meinem Konto abgehoben. Es ist dann zum Glück nicht viel mehr passiert, ich habe das Konto schließen lassen, und das Geld zurückerstattet bekommen. Aber man kann nie mehr ganz sicher sein, dass es nicht wieder passiert. Zumal ich keine Ahnung habe, wie der Dieb an diese Kreditkarte gekommen ist.
Fischer: Könnte Aldo in dieser Art und Weise auch in Deutschland operieren?
James W. Bennetts: Ich denke ja, aber er hätte doch mehr Schwierigkeiten bei seinen Betrügereien und es würde sehr viel länger dauern, bis er die Daten eines Menschen komplett für sich vereinnahmt hätte. Wir haben in Amerika ja eigentlich nur unseren Führerschein und eine Sozialversicherungsnummer. Damit kann man im Grunde alles anrichten. In Deutschland wäre das so einfach nicht möglich, da müsste er sich schon mehr anstrengen.
Fischer: Wird es eine Fortsetzung mit Aldo und Paige geben? Irgendwie war ja bei den beiden noch nicht das letzte Wort gesprochen.
James W. Bennetts: Ja, definitiv. Im Moment arbeite ich gerade an Buch II „Catechisms“, und da wird Paige einen Mord in einer katholischen Universität untersuchen. Aldo wird auch auftauchen, aber noch ein bisschen im Hintergrund bleiben, ich will den beiden etwas Luft für ihre nicht ganz leichte Beziehung geben. Aber in jedem Fall habe ich noch viel Stoff für weitere Bücher mit Aldo und Paige.

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