Interview mit Felicitas Hoppe

DAS BESTE, WAS BISLANG ÜBER HOPPE GESCHRIEBEN WURDE!
Fünf Fragen von Felicitas Hoppe (fh) an die Autorin von Hoppe (Hoppe)
fh: Ist es nicht ein bisschen eitel, mit 50 seine Autobiographie zu schreiben?
Hoppe: Moment mal: Hoppe ist keine Autobiographie, sondern eine Biographie über Felicitas Hoppe. Und die war, unter uns gesagt, längst überfällig. Es ist ja jede Menge Unsinn über Hoppe in Umlauf. Ihre erste Autobiographie schrieb sie (in Hoppe nachzulesen/fh) übrigens bereits mit zehn. Da war Wayne Gretzky, Hoppes erste große Liebe, schon ein Eishockeystar und Glenn Gould, Hoppes Jugendliebe, gab längst Konzerte. Da musste sie natürlich nachziehen. Schon damals wusste sie genau: Training ist alles.
fh: Training?
Hoppe: Genau das. Wir haben es ja in Hoppe nicht nur mit Hoppe zu tun, sondern mit den drei besten der Besten: The Great Gretzky auf dem Eis, Glenn Gould an den Tasten, Hoppe im Text, alle drei absolute Ausnahmebegabungen, unermüdliche Praktiker, schon als Kinder Meister ihres Fachs, ein faszinierendes Trio. Sie alle folgen darin Walters (gemeint ist Waynes Vater Walter Gretzky/fh) Devise: »CHASE THAT!« Immer nach vorne spielen, aufs Tor.
fh: In Hoppe wimmelt es nur so von Slogans, von Devisen, von Wahlsprüchen. Wieso?
Hoppe: Hoppe gehört im Grunde ihres Herzens und ihrem ganzen Wesen nach natürlich in die Werbung. Denken Sie nur an ihre Agentur für alles. Sie weiß einfach, worauf es im Leben ankommt, vor allem dann, wenn die Rechnung nicht aufgeht. Ihre Lieblingsdevise lautet: »Wer zögert, verliert.« Und last but not least: »KRÖNE DICH SELBST – SONST KRÖNT DICH KEINER!«
fh: Sind das glückliche Lebengeschichten? Traumkarrieren?
Hoppe: Glück ist in Hoppes Leben (in Hoppe nachzulesen/fh) keine Kategorie. Wayne ist glücklich, weil er den Puck, nicht das Glück jagt. Glenn ist Puritaner und auf was ganz anderes aus. Also tatsächlich – drei Traumbiographien im wahrsten Sinn des Wortes. Die machen alle drei genau, was sie wollen: spielen, komponieren, erzählen, erfinden. Unter Aufbietung aller Kräfte. Mit Risiken und Nebenwirkungen.
fh: Und was kommt dabei raus?
Hoppe: Kunst!
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Pacific Palisades im Januar 2012
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