Literarische und belletristische Neuerscheinungen im April


Verena Carl – ›Die Lichter unter uns‹

Wovon träume ich? Was macht ein gelungenes Leben aus? Und – sind die anderen glücklicher als ich?
Verena Carl erzählt mit großer Klarheit und Entschiedenheit von einer existentiellen Situation.
Anna verbringt ihren Urlaub in Taormina auf Sizilien, mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Plötzlich fühlt der Boden sich brüchig an, auf dem sie steht. Sie begegnet Alexander, der das aufregende Leben führt, das sie sich einmal für sich selbst erträumt hatte. Und Alexander? Beneidet er sie um ihr Familienglück? Mit einem Mal wird der Zweifel am eigenen Leben übermächtig, alles steht auf dem Spiel. Sieben Tage können alles verändern.


Roger Willemsen – ›Wer wir waren‹

Roger Willemsen hatte vor seinem Tod an einem neuen Buch gearbeitet. Es sollte ›Wer wir waren‹ heißen und unsere Gegenwart betrachten – aus der Zukunft. Als Roger Willemsen im Sommer 2015 krank wurde, stellte er die Arbeit an diesem Buch ein. Zentrale Gedanken davon aber stecken in einer mitreißenden »Zukunftsrede«, die zu seinem letzten öffentlichen Auftritt wurde. Sie ist nicht nur das melancholische Resümee und die brillante Analyse eines außergewöhnlichen Zeitgenossen, sondern zugleich das leidenschaftliche Plädoyer für eine »Abspaltung aus der Rasanz der Zeit«. Sie ist ein Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.

»Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.«
Roger Willemsen


Zsuzsa Bánk – ›Schlafen werden wir später‹

»700 Seiten magischer Sog ... Wir sehen in die Köpfe, wir sehen in die Herzen ... Man will teilhaben, mitleiden, mitlachen.«
Neue Presse

Was fangen wir noch an mit diesem Leben, jetzt, nachdem wir die halbe Strecke schon gegangen sind?
Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt, die Lehrerin Johanna lebt allein in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Eine lange Freundschaft verbindet sie, in E-Mails von großer Tiefe, Offenheit und Emotionalität halten sie engen Kontakt. Was ist gewesen in ihrem Leben – und was wird noch kommen?

Zuszsa Bánks neuer Roman ist eine Feier der Freundschaft und des Lebens.


Elke Heidenreich – ›Alles kein Zufall‹

Die Bestsellerautorin Elke Heidenreich hat eine »grandiose Liebeserklärung an das Leben mit all seiner Tragik und Schönheit« (Meike Schnitzler, Brigitte) geschrieben.

Alle wollen immer glücklich sein. Aber was ist eigentlich Glück? Und wer war schon dauerhaft glücklich? Was ist dieses Leben, diese Reihe von unterschiedlichen Momenten, die manchmal wirken, als hätte irgendein Gott gewürfelt? Elke Heidenreich erzählt von sich, von Liebe und Streit, von Begegnungen und Trennungen, von Tieren und Büchern. Sie erzählt von uns allen, mit einem unbestechlichen Blick, und immer mit Zuneigung und Wärme.

Elke Heidenreichs Liebe gilt den bunten, eigensinnigen Vögeln, die weder alles fressen wollen noch sterben. So wie sie selbst einer ist – und viele der anderen Menschen, von denen sie erzählt. Was ist dieses Leben, diese Reihe von unterschiedlichen Momenten, die manchmal wirken, als hätte irgendein Gott gewürfelt?


Isabella Rau – ›Männer und andere Ballaststoffe‹

»Pointierte Dialoge, unkonventionell und bilderreich: Man hat beim Lesen das Gefühl, eine gelungene Filmkomödie anzuschauen. Macht Spaß!« Annette Frier

Hallo Leben, ich habe etwas Dummes gemacht. Du erinnerst dich doch noch an den smarten Lukas, oder? Der Typ, der mich vor Ewigkeiten so schmählich verlassen hat? Jetzt hat er mir eine E-Mail geschrieben. Ob es mir gutgehe, fragt er. Na, was soll ich da schon sagen – die Wahrheit? Dass meine Tochter zu einem Youtuber nach Kanada abhauen möchte? Dass sich mein Müsli-Business mehr schlecht als recht entwickelt? Dass meine zweite Ehe auch schon akut reparaturbedürftig ist? Nicht mit mir! Ich habe ihm geantwortet und könnte dabei ganz eventuell ein winziges bisschen übertrieben haben. Und nun steht er auf einmal vor meiner Tür! Hilfe!
Deine Nina

Ein Pointenfeuerwerk – originell, übermütig und urkomisch


Robert Gernhardt – ›Wörtersee‹

Viele der Gedichte und Bildergeschichten aus »Wörtersee« sind längst zu Klassikern der Gegenwartsliteratur geworden: »Seht ihn an, den Dichter. / Trinkt er, wird er schlichter. / Ach, schon fällt ihm gar kein Reim / auf das Reimwort ›Reim‹ mehr eim.« Immer wieder zitiert, sind sie eingegangen in den deutschen Sprachschatz wie die Sketche und Cartoons von Loriot.


Robert Gernhardt – ›Die Blusen des Böhmen‹

Diese Bildergeschichten, Karikaturen und Kriminalstories lassen kaum einen Sachverhalt ungeschoren, kaum etwas unberührt: Ob Fußball, Wetterbericht oder Piero della Francesca – da ist kein Thema, dem Robert Gernhardt für seine hintergründigen, tiefsinnigen Grotesken nichts Komisches abgewinnen kann.


V. E. Schwab – ›Die Beschwörung des Lichts‹

Magie, Intrigen, Täuschung, Abenteuer – und Piraten. »Die Beschwörung des Lichts« von V.E. Schwab ist das große Finale der Weltenwanderer-Trilogie um die vier unterschiedlichen Versionen von London.
»Wie tötet man einen Gott?« Diese Frage stellen sich Lila und Kell, als die Dunkelheit ihre Heimat, das Rote London, erfasst. Osaron, die finsterste Ausgeburt des Schwarzen London, hat in kurzer Zeit die Macht in der Stadt an sich gerissen. Und er möchte vor allem eins: verehrt werden. Selbst die stärksten Magier des Reiches kommen nicht gegen ihn an, also schmieden Kell und Lila einen verzweifelten Plan. Zusammen mit dem von seiner Familie verstoßenen Piraten Emery Alucard und dem zwielichtigen Antari Holland machen sie sich auf die Suche nach einem magischen Artefakt, das selbst Osaron in die Schranken weisen kann.
»›Die Beschwörung des Lichts‹ ist pure Magie und der krönende Abschluss einer großartigen Serie. Die Weltenwanderer-Trilogie ein Wendepunkt in der Fantasy-Literatur, die das Genre durch ihre Originalität und meisterhafte Sprache neu belebt hat. Sie wird unseren Blick auf die phantastische Literatur auf Jahre hinaus prägen – Schwabs Bücher sind Kult und jetzt schon Klassiker des Genres.« Barnes & Nobles Sci-Fi and Fantasy Blog
Die Weltenwanderer-Trilogie:
Band 1: Vier Farben der Magie
Band 2: Die Verzauberung der Schatten
Band 3: Die Beschwörung des Lichts


Todd Lockwood – ›Der Sommerdrache‹

»Der Sommmerdrache« ist der erste Band einer neuen epischen Fantasytrilogie voller Magie, politischer Intrigen und Drachen – von einem der berühmtesten Illustratoren (»Dungeons & Dragons« und »Magic: The Gathering«) des Genres.
Maia wächst als Tochter des Brutmeisters in einem Aery auf, dem Ort, an dem Drachen ausgebrütet und großgezogen werden. Genau wie ihr Bruder Darian wartet sie gespannt auf den Tag, an dem sie ihr eigenes Drachenjunges bekommen wird. Doch sie hat Pech: Als sich der Nesttag nähert, zeichnet sich ab, dass die Delegation des Kaisers sämtliche Jungtiere für das Militär requirieren wird.
Enttäuscht und verärgert macht sie sich mit ihrem Bruder auf in die Wildnis – wo sie nicht nur auf die Leiche eines weiblichen Drachen stößt, der von Wilderern erlegt wurde, sondern auch dem mythischen Sommerdrachen begegnet. Zurück im Aery versetzt ihre Geschichte alle in helle Aufregung. Die religiösen und militärischen Autoritäten streiten darüber, wie der Sommerdrache gedeutet werden soll. Maia hat an all dem wenig Interesse. Sie fragt sich vor allem eines: Wenn es eine tote Drachenmutter gibt, wo ist dann ihr Junges? Kurzerhand macht sie sich auf eine gefährliche Reise in die Wildnis, um das Drachenjungtier zu finden.
Ein neues Drachenepos für alle LeserInnen von Naomi Novik, Christopher Paolini, Boris Koch, Anthony Ryan und Marie Brennan.


Mary Kay Andrews – ›Auf Liebe gebaut‹

Sonne, Shabby Chic und Südstaatencharme: Lesegenuss made by Mary Kay Andrews

BeBe Loudermilk hat kein Glück mit Männern – und ihre Liaison mit Reddy Millbanks stellt keine Ausnahme dar. Kaum ist sie seinem Charme verfallen, erleichtert er sie um ihr ganzes Vermögen. Das Einzige, was ihr bleibt, ist das Breeze Inn, ein heruntergekommenes Motel auf Tybee Island. Es scheint ein hoffnungsloses Unterfangen, das Motel wieder auf Vordermann zu bringen – trotzdem machen sich BeBe und ihre beste Freundin Eloise mit Feuereifer daran, dem Motel einen neuen Look im Shabby Chic zu verpassen. Hilfe bekommt Bebe von unerwarteter Seite, in Form des dickköpfigen Verwalters und Ex-Kapitäns Harry Sorentino. Vielleicht wendet sich BeBes Glück ja doch noch…


Dieter Forte – ›Schweigen oder sprechen‹

Die Welt, in der man aufwächst, wird zum Maßstab für die ganze Welt, schreibt Dieter Forte. Doch was, wenn die Zeit, die über unser Leben entscheidet, geprägt ist von Zerstörung, von Verschwinden? Um diese Frage kreist Dieter Fortes epochale »Tetralogie der Erinnerung«, ein europäisches Familienepos in vier Romanen, das in den Ruinen des Zweiten Weltkriegs seinen Fluchtpunkt findet.
Volker Hage begleitet seit Jahren das Werk Fortes und führt in einem Vorwort in dessen epischen Weltentwurf ein. Ihm gab Forte als erstem in einem langen, hier abgedruckten Gespräch Auskunft über seine Arbeit, die das Unaus- und Unangesprochene unserer Vergangenheit berührt. Nicht W. G. Sebalds These, dass der Luftkrieg über Deutschland keine Literatur hervorgebracht habe, sondern die Unmöglichkeit, über diese Katastrophe zu sprechen, steht im Mittelpunkt aller Texte dieses Bandes.

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