Unsere neuen Sachbücher im Juni


Reinhold Messner – ›Antarktis‹

2800 Kilometer Fußmarsch in 92 Tagen. Temperaturen bis zu minus 40°. Blizzards mit Geschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern. Was Sir Ernest Shackleton, der 1914 schon bei dem Versuch scheiterte, die Antarktis zu überqueren, "die letztmögliche Landreise auf dieser Erde" genannt hat, haben Arved Fuchs und Reinhold Messner zwischen dem 13.11.1989 und dem 12.2.1990 in die Tat umgesetzt - eine Durchquerung vom Rand des antarktischen Kontinents über die Thiel-Berge zum Südpol und von dort zur McMurdo-Bucht am Ross-Meer, von wo die Expedition Robert F. Scotts gestartet war, die ein so tragisches Ende nahm.
"Messners Vorhaben ist es, durch die Reise in die Antarktis der absoluten Stille und unberührten Weite wieder einen Ort im Bewusstsein des gestressten Menschen zu verschaffen, einen weißen Raum, unendlich weit offen für Sehnsüchte, Träume und Phantasien." (Wilhelm Schmid)


Ernst Klee – ›Auschwitz – Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde‹

Ein einzigartiges Nachschlagewerk zum Personal des Vernichtungslagers Auschwitz
Dieses Personenlexikon ist das letzte Werk von Ernst Klee, dem großartigen Journalisten und Historiker, der unermüdlich die Biographien von NS-Tätern recherchierte und dokumentierte. Erstmals sind hier sämtliche Täter, Gehilfen und zu Hilfsdiensten gezwungenen Häftlinge eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers dargestellt – des Lagers, das zur Chiffre für den Holocaust wurde: Auschwitz.
In den knapp 4.000 Biographien wird auch der Verbleib der Betreffenden nach 1945 dokumentiert, soweit er sich recherchieren ließ. In zahlreichen Einträgen sind Aussagen von Zeitzeugen zu den dargestellten Personen und ihren Taten zitiert – Aussagen, die das Ausmaß der in Auschwitz begangenen Verbrechen glasklar vor Augen führen.
Ernst Klees letztes Buch ist unverzichtbar für jeden, der sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen möchte. Das Vermächtnis eines außergewöhnlichen Forschers und Autors.


Brett Archibald – ›Über Bord - 28 Stunden allein im Indischen Ozean‹

Niemand sah ihn fallen, keiner hörte seine Hilferufe – er war allein in der stürmischen See
Es sollte ein unbeschwerter Männertrip werden, doch für ihn wurde es die Hölle: April 2013, irgendwo vor Sumatra, mitten im Indischen Ozean. Der 51-jährige Brett Archibald wacht in der Nacht bei starkem Wellengang auf. Ihm ist schlecht und er beschließt, an Deck frische Luft zu schnappen. Ein fataler Fehler, denn plötzlich wird ihm schwindelig. Das nächste, was er mitbekommt, ist, dass er hustend aus dem Wasser auftaucht, das Boot bereits 30 Meter von ihm entfernt. 28 Stunden allein im offenen Meer liegen vor ihm, unter Haien und inmitten giftiger Quallen, nur bekleidet mit Shorts und T-Shirt. 28 unendlich lange Stunden, bis das Wunder geschieht und er gerettet wird! Dies ist seine Geschichte.


Henk Schulte Nordholt – ›Neue Fischer Weltgeschichte. Band 12‹

Von Bali bis Singapur, von Myanmar bis Vietnam – die faszinierende Geschichte der meerumspülten Welt zwischen Australien und China

Von den sagenumwobenen Reichen wie Siam oder dem Reich der Khmer über die Kolonialzeit mit dem blutigen Krieg in Vietnam bis zum Aufstieg moderner Metropolen wie Singapur: Der niederländische Historiker Henk Schulte Nordholt erzählt die vielfältige Geschichte Südostasiens, einer faszinierenden Welt mit unzähligen Inseln, geprägt von Seefahrt und Handel, gefährdet durch Vulkane und Tsunamis. Der Blick zurück erklärt, warum der König in Thailand wie ein Heiliger verehrt wird, die Frauen in der Region seit jeher recht autonom waren und in Teilen Indonesiens ein gemäßigter Islam gelebt wird. Heute nehmen die religiösen Konflikte zu, der Kontrast zwischen Arm und Reich ist so extrem wie nie, der steigende Meeresspiegel existenzbedrohend. Die Chance für die Zukunft, so zeigt Schulte Nordholt, liegt in der Zusammenarbeit – in der Region und weltweit.

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