Unsere neuen Sachbücher und Biographien im April


Svante Thunberg, Greta Thunberg, Malena Ernman, Beata Ernman – ›Szenen aus dem Herzen‹

Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, die die Mächtigen das Fürchten lehrt – dies ist ihre ganz persönliche Geschichte und die ihrer Familie. Aber es ist vor allem eine Geschichte über die Krise, die uns alle betrifft.
»Szenen aus dem Herzen« erzählt aus dem Inneren der Familie: Wie die Eltern Malena und Svante mit Gretas Asperger-Syndrom umgehen. Wie Greta erstmals vom Klimawandel hörte und seitdem nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken. Wie sie ihre kleine Schwester Beata und ihre Eltern davon überzeugt, für das Klima zu kämpfen. Wie die Eltern beschließen, nicht mehr zu fliegen und überhaupt ihre Lebensgewohnheiten grundlegend zu ändern – für das Klima und für die Zukunft.
Bis zu Gretas erstem Schulstreik im August 2018 erzählt dieses Buch, wie Greta Thunberg die wurde, die sie heute ist – Vorbild, Inspiration und Ikone des Klimaschutzes.


Tankred Stöbe – ›Mut und Menschlichkeit‹

»Ich habe weniger Angst vor den Schwierigkeiten dieser Welt, weil ich gesehen habe, was Menschen in Extremsituationen leisten können. Davon können wir viel lernen.« Tankred Stöbe

Was zählt wirklich im Leben? Tankred Stöbe hat seine Antwort auf diese Frage gefunden. Seit Jahren ist er als Arzt in Krisengebieten in der ganzen Welt unterwegs. Ein heimlicher Grenzübertritt in einem Dschungel in Myanmar oder Tage und Nächte ohne Schlaf in einer Höhlen-Klinik in Syrien – seine Einsätze verlangen ihm alles ab. Dabei trifft er selbst in den ausweglosesten Situationen auf selbstlosen Mut und tiefberührende Menschlichkeit. Seine Erlebnisse geben ihm Hoffnung: »Wir verwehren uns vielen Erfahrungen aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus. Aber es lohnt sich, die eigenen Grenzen auszuloten, egal in welchem Bereich. Jeder kann über sich hinauswachsen.«

Ein ermutigendes Plädoyer für Solidarität, Courage und Menschlichkeit


Jana Simon – ›Unter Druck‹

Die deutsche Wirtschaft wächst, die Welt bewundert Deutschland für seine Kraft, Stabilität und Weltoffenheit. Zugleich schrumpft die Mittelschicht, der Reichtum ist ungleicher verteilt als noch vor zwei Jahrzehnten. Jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet, die sozialen Aufstiegschancen sind so gering wie in kaum einem anderen westlichen Land. Die rechtspopulistische AfD erzielt bei Wahlen zweistellige Ergebnisse und sitzt nun im Bundestag. Ein großer Teil der Deutschen steht unter erheblichem Druck. Was bedeutet das für das Leben Einzelner und für das ganze Land? Anhand verschiedener Lebensgeschichten zeichnet die Journalistin Jana Simon ein differenziertes Bild Deutschlands, das die politische, soziale und wirtschaftliche Wucht der Veränderungen eindrücklich wiedergibt.

Einige Protagonisten sind: der frühere EZB-Direktor Jörg Asmussen, der heute Investmentbanker ist; ein Polizist aus Thüringen; eine alleinerziehende Krankenschwester; eine »Influencerin« und der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland.


Frank Partnoy, Rupert Younger – ›Das Aktivisten-Manifest‹

Eine aktualisierte Version vom »Kommunistischen Manifest« mit einem Vorwort von Robert Habeck.
Wenn Karl Marx und Friedrich Engels ihr »Kommunistisches Manifest« neu verfassen würden – was würden sie wohl ändern? Nicht viel, meinen Frank Partnoy und Rupert Younger. Es ging vor 170 Jahren um die Besitzenden, die Habenichtse und die Kluft dazwischen, und darüber würden sie auch heute schreiben. Genauso wie über jene, die weltweit gegen soziale Ungleichheit und für vielfältige politische Ziele kämpfen: die »Aktivisten«. Also haben Partnoy und Younger den historischen Text ein wenig abgeändert, mal einzelne Begriffe, mal ganze Sätze ausgetauscht und aktualisiert, als hätten sie ein altes Haus umsichtig renoviert. Wort für Wort lässt sich nachvollziehen, was die beiden Autoren am Original-Manifest verändert haben, wie sie einzelne Begriffe umdeuten, welche neuen Aspekte sie aufnehmen. Entstanden ist ein Spiegelbild des revolutionären Klassikers, ein Weckruf für alle Utopisten, aktiv zu werden. Denn es kommt immer noch darauf an, die Welt zu verändern. Aktivisten, vereinigt euch!


Richard Wiseman – ›Sprung auf den Mond‹

Die Mondlandung vor 50 Jahren gehört zweifellos zu den größten Schritten der Menschheit. Doch wie war es möglich, das scheinbar Unerreichbare zu schaffen?
Mit dem Blick des Psychologen führt Professor Richard Wiseman Interviews mit Mitgliedern der Apollo-Crew und durchforstet die Archive. So rekonstruiert er die Denkweise, die die Menschheit zum Mond führte, und zeigt, wie jeder sich diese aneignen kann, um Außergewöhnliches im täglichen Leben zu erreichen. Mit praktischen Techniken stellt Wiseman dar, wie wir die »Apollo-Prinzipien« in unserem beruflichen oder persönlichen Leben anwenden können. Egal, ob wir ein Unternehmen gründen, den perfekten Partner finden oder einer lebenslangen Leidenschaft nachgehen möchten – diese Techniken helfen jedem, den eigenen Mond zu erreichen.


Mark W. Moffett – ›Was uns zusammenhält‹

Wie Menschen es schaffen zusammenzuleben – die epische Naturgeschichte von der Affenhorde bis zur Weltgemeinschaft.

Wenn sich ein Schimpanse in das Gebiet einer anderen Gruppe wagt, wird er ziemlich sicher getötet. Aber ein New Yorker kann angstfrei durch Los Angeles streifen. Wie ist das möglich, wo Psychologen doch behaupten, die ideale Größe für friedliches Zusammenleben seien Gruppen von maximal 200 Personen? Wie schaffen wir Menschen es, als Weltgemeinschaft zusammenzuleben?

In seinem bahnbrechenden Buch verbindet der Biologe Mark W. Moffett Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und Anthropologie zu einer großen Erklärung, was Gesellschaften zusammenhält. Dafür untersucht er das Zusammenleben von Primaten und Ameisen, aber auch von menschlichen Gesellschaften von den Jägern und Sammlern bis heute. Zentral erweist sich dabei die Frage nach der Gruppenidentität: Sie ist der Schlüssel, um zu verstehen, wie Gesellschaften entstehen, fortdauern oder am Ende sogar scheitern und untergehen. Eine faszinierende Antwort auf die zentrale Frage der Gegenwart.


Olaf L. Müller – ›Zu schön, um falsch zu sein‹

Sind Wahrheit und Schönheit verbunden? Hilft es Naturwissenschaftlern, wenn sie ästhetisch denken? Lehrt uns Schönheit etwas über die Natur?
Wenn einem wissenschaftlichen Gedanken Schönheit zukommt, steigt seine Glaubwürdigkeit: Zu diesem Satz haben sich führende Physiker seit Kepler und Newton bekannt, ohne rot zu werden. Umgekehrt ist manch ein wissenschaftlicher Gedanke zu hässlich, um wahr zu sein, und muss daher sterben. Doch warum orientieren sich Physiker so erfolgreich an ihrem Sinn für Ästhetik?
Olaf L. Müller schaut den Genies bei ihrer schönheitsbeflissenen Arbeit über die Schulter. Wie er anhand zahlloser Beispiele aus Kunst, Musik und Dichtung vorführt, bestehen enge ästhetische Verwandtschaften zwischen künstlerischen und naturwissenschaftlichen Errungenschaften: Unser Schönheitssinn konstituiert einen Teil dessen, was wir in der naturwissenschaftlichen Erkenntnis anstreben.


Stefan Klein – ›Da Vincis Vermächtnis oder Wie Leonardo die Welt neu erfand‹

Leonardo war der erste moderne Mensch. Er entwarf funktionsfähige Roboter, digitale Computer und baute die erste Herzklappe. Heute verehren wir Leonardo als Maler, der die Kunst der Renaissance revolutionierte. Doch seine Zeitgenossen lobten und umwarben den Forscher in ihm, der mit seinen bahnbrechenden Entdeckungen ein neues Zeitalter einläutete — und ein neues Denken erfand. Denn Leonardo da Vinci verknüpfte unterschiedlichste Wissensgebiete auf nie da gewesene Weise: intuitiv, kreativ und frei von allen Tabus.
Der Bestsellerautor Stefan Klein entschlüsselt das vergessene Vermächtnis des Universalgenies und zeigt uns, wie wir heute mehr denn je von seiner Art zu denken lernen können. Er lüftet das Geheimnis der Mona Lisa, ergründet Leonardos Faszination für Wasser und erklärt die wahre Bedeutung seines Traums vom Fliegen. Stefan Klein erzählt von einem Mann, in dem wir uns selbst wieder finden, von der Sehnsucht nach Erkenntnis und der Melancholie des Ungenügens.


Jorge Bucay – ›Das Buch der Trauer‹

»Das Buch der Trauer« führt uns nach einem schmerzlichen Verlust beherzt und einfühlsam zurück ins Leben.

Jorge Bucay zeigt, wie Trauerarbeit gelingen kann. In »Das Buch der Trauer« fächert er die ganze Vielfalt der Verluste auf, mit denen wir uns im Leben konfrontiert sehen. Und er gibt anhand seiner profunden psychologischen Erfahrungen eine Hilfe zur Selbsthilfe. Anschaulich macht er uns bewusst, was es heißt, den Schmerz anzunehmen, sich der Trauer zu stellen. Denn nur so – und davon ist er überzeugt – werden wir uns von unserem Kummer befreien können und die Erfahrung machen, dass auch nach den größten Verlusten das Leben wieder auf uns wartet.

»Verluste sind Teil unseres Lebens. Sie sind allgegenwärtige und unvermeidliche Konstanten. Und wir nennen sie notwendige Verluste, weil wir an ihnen wachsen. Das, was wir sind, sind wir durch alles, was wir verloren haben, und dadurch, wie wir mit diesen Verlusten umgegangen sind.« Jorge Bucay


Nadia Qani – ›Ich bin eine Deutsche aus Afghanistan‹

»Eigentlich habe ich überall als Putzfrau angefangen.« Der Weg einer Frau, die keine Widerstände kennt, von der Asylbewerberin bis zur erfolgreichen Unternehmerin

Nadia Qani ist 20 Jahre alt, als sie Afghanistan aus politischen Gründen verlassen muss. Mit nicht mehr als einer Handtasche und einem dünnen Kleid kommt sie schließlich in Frankfurt an, wo ihr Mann schon auf sie wartet. Die junge Familie muss ganz von vorne anfangen. »Arbeiten bis zum Umfallen« wird ihr Weg, sich in die neue Gesellschaft einzugliedern, »Es ist, wie es ist, also mache etwas daraus« ihr Lebensmotto. Nadia Qani erzählt davon, wie sie sich emporgearbeitet hat bis zur erfolgreichen Unternehmerin, vor allem aber auch davon, wie sie durch ihr soziales Engagement afghanische Frauen in Deutschland unterstützt und ihre Mitarbeiter fördert – und von dem zurückgibt, was ihr selbst Gutes widerfahren ist. Ihre Lebensgeschichte ist nicht nur ein Beispiel für gelungene Integration, sondern die Erfolgsgeschichte einer energiegeladenen, willensstarken Unternehmerin mit einem großen Herzen für andere.


Charles Nicholl – ›Leonardo da Vinci‹

Maler, Erfinder, Anatom, Musiker und Philosoph: Leonardo da Vinci gilt als einer der vielseitigsten und genialsten der großen Künstler – und als der geheimnisvollste. Obwohl er für sein Werk seit Jahrhunderten gefeiert wird, bleibt seine Person an sich schwer fassbar, verbleibt ein Großteil seiner Lebensgeschichte im Verborgenen. Historisch genau und zugleich spannend erzählt das Buch die Geschichte von Leonardos Leben – seiner Kindheit als Waise, den Lehrjahren in Florenz, seiner Anstellung bei den großen Fürsten seiner Zeit wie den Medicis oder Borgias und von seinem Lebensabend im Schloss Clos Lucé bei Amboise im Dienste Franz I. von Frankreich.


›Neue Rundschau 2019/1‹

Es lebe die Phantasie!

Fantasy und Science-Fiction? Noch immer eher blinde Flecken im Fokus der Literaturrezeption. Arrivierte Autoren wie Dietmar Dath, Andreas Eschbach und Bernhard Hennen sowie versierte Essayisten wie Christian Endres, Anja Kümmel und Lars Schmeink werfen, in Zusammenarbeit mit der Redaktion des Phantastikmagazins Tor Online, Schlaglichter ins vorgebliche Dunkel.

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